Konsortien

 

Vorgeschichte

 

Die Mittelausstattung der Fachhochschulbibliotheken gerade in kleineren Einrichtungen bietet kaum Spielraum für teure Datenbanken, die gemeinsame Nutzung des CD-ROM-Servers bot jedoch die technische Möglichkeit, auch Lizenzen für CD-ROM-Datenbanken gemeinsam zu nutzen. So haben sich die bayerischen staatlichen Fachhochschulbibliotheken seit 1999 zu diversen Konsortien zusammengeschlossen, deren Besetzung je nach Datenbank wechselt.
Mit dem Zugang zu den Online-Datenbanken des FIZ Technik wurde der Abschied von der CD-ROM eingeläutet.

Die Kosten wurden anfangs generell geschlüsselt. Als Vorlage diente die in der Geschäftsordnung der Nutzergruppe des zentralen CD-ROM-Servers der bayerischen Fachhochschulbibliotheken genannte Aufteilung, die sich an der Größe (klein - mittel - groß) der jeweiligen Fachhochschule orientierte.

 

Allgemeines

 

Für elektronische Ressourcen, die für (Fach-)Hochschulbibliotheken besonders relevant sind, werden Konsortiallösungen aus dem Kreis der Arbeitsgemeinschaft DBFB angestoßen.
Parallel dazu verhandelt die Bayerische Staatsbibliothek federführend für die bayerischen wissenschaftlichen Bibliotheken Konsortiallösungen im "Bayern-Konsortium".
Die (Fach-)Hochschulbibliotheken beteiligen sich in zunehmendem Maße am Bayernkonsortium, insbesondere bei elektronischen Zeitschriften, auch das Angebot von elektronischen Büchern (E-Books) wird immer wichtiger. Insbesondere bei Datenbanken und Portalen ergeben sich aber auch Konsortien über die Landesgrenzen hinaus beim Hessischen Bibliotheks-Informations-System, beim Hochschulbibliothekszentrum Köln (hbz) und beim Niedersachsen-Konsortium. Einen Überblick über Konsortien im deutschsprachigen Raum bietet die GASCO (German, Austrian and Swiss Consortia Organisation) - Arbeitsgemeinschaft Deutscher, Österreichischer und Schweizer Konsortien).

Die Kosten werden nur noch bei wenigen Konsortien geschlüsselt, meist werden Einzelfallregelungen getroffen oder aber der Anbieter selbst legt unterschiedliche Preise für unterschiedlich große Hochschulen fest, wenn eine größere Anzahl an Hochschulbibliotheken teilnimmt.
Bei den vielen, insbesondere den außerbayerischen Konsortien zahlt jede Bibliothek einen gleich hohen Anteil.

Die Kosten für elektronische Ressourcen werden bei Verhandlungsführung durch die Bayerische Staatsbibliothek für Universitätsbibiotheken und Bayerische Staatsbibliothek teilweise aus zentralen Mitteln bezuschusst. Für die (Fach-)Hochschulbibliotheken fehlt jedoch weiterhin ein zentraler Mittelansatz.

Profitieren können die Hochschulbibliotheken jedoch von den Nationallizenzen, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen ihres Förderprogramms Überregionale Literaturversorgung finanziert.

Bei den meisten Konsortien handelt es sich um Online-Ressourcen; einige wenige Titel liegen als CD-ROM auf dem CD-ROM-Server der Verbundzentrale des Bibliotheksverbunds Bayern; teilweise dient dieser CD-ROM-Server der Zugriffssteuerung (z.B. Juris).

 

 

Liste der Konsortien und E-Medien-Verträge der bayerischen (Fach)-Hochschulbibliotheken

 

Academic Press und Science Direct (Elsevier) - historisch (bis 2008)

ACM Digital Library

American Chemical Society

Beck online

DIN-Normen mit VDI-Richtlinien und Perinorm

Ebsco-Datenbanken

Elsevier College Edition

Hanser eLibrary

IEEE Xplore

JURIS-Datenbanken

Kluwer-Zeitschriften

Langenscheidt Wörterbuchportal

Medizin-Titel (Hogrefe & Huber)

OECD iLibrary

Oldenbourg eBooks

PsyJournals (Hogrefe & Huber)

Religionspädagogik, Kirchliche Bildungsarbeit, Erziehungswissenschaft (RKE)

Römpp online

RSWB

SciFinder Scholar

Springer-E-Books

Springer-Zeitschriften

Statista

TEMA (früher FIZ-Technik-Datenbanken)

VDE-Vorschriften

Wiley Interscience

WISO-Datenbanken