32. Beratungskonferenz
am 18. Februar 2005
an der Fachhochschule Nürnberg

 

TeilnehmerInnen
Frau Bayer FHB Rosenheim
Frau Brumm  FHB Deggendorf
Frau Drechsler FHB Aschaffenburg
Frau Ederer FHB Amberg-Weiden
Frau Gaems FHB München
Herr Greubel  FHB Würzburg-Schweinfurt
Herr Höld FHB Kempten
Frau Hofmockel FHB Augsburg
Frau Kilchert  FHB Nürnberg
Frau Knab FHB Nürnberg
Frau Kreutzer  FHB Coburg
Herr Kuttler FHB Regensburg
Herr Liebe Ev. FHB Nürnberg
Frau Mäule-Müller FHB Neu-Ulm
Frau Michel FHB Amberg-Weiden
Herr Renner  FHB Ansbach
Frau Sachs FHB Hof
Frau Schneider FHB Ingolstadt
Frau Siegmüller FHB Würzburg-Schweinfurt
Herr Walter FHB Landshut
Herr Dr. Wasner FHB München
 
   

 
Vorsitz
Herr Dr. Griebel BSB München
Gäste
Herr Kunz BSB München/BVB (TOP 1 - 3)
Frau Messmer BSB München (TOP 1 - 3)
Protokoll
Herr Dr. Seidl BSB München
 

 

 

Tagesordnung:

TOP 1: Formalia
TOP 2: Verbundzentrale
TOP 3: Virtuelle Bibliothek Bayern
TOP 4: Etatfragen
TOP 5: Stellenabbau und Leistungseinschränkungen in der Bayerischen Staatsbibliothek
TOP 6: Benutzung
TOP 7: Statistikfragen
TOP 8: Novellierung des Bayerischen Hochschulgesetzes
TOP 9: Ausbildung
TOP 10: Sonstiges

 

 

Begrüßung durch Herrn Dr. Griebel

 

TOP 1. Formalia

Herr Dr. Griebel stellt Herrn Dr. Seidl vor, der seit 1. Oktober 2004 zusammen mit Frau Loy im Direktionsreferat überwiegend für Landesaufgaben tätig ist. Damit werden die personellen Ressourcen für das wissenschaftliche Bibliothekswesen in Bayern deutlich verstärkt.

TOP 1.1 Genehmigung der Tagesordnung

Die Tagesordnung wird um folgende Punkte ergänzt:
4.6 Konsortialmittel für Öffnungszeiten
6.5 Umfrage zu vollqualifizierten Vormerkungen im Neuen WebOPAC von SISIS
6.6 Arbeitsgruppe Webauftritt FH-Bibliotheken

 

TOP 2. Verbundzentrale

TOP 2.1 Neues Verbundsystem

Aleph 500 ist am 1. Juli 2004 termingerecht, ohne größere Probleme, in Betrieb gegangen. Schwierigkeiten, die Anfang des vierten Quartals zu Systemausfällen führten und zu einem Treffen mit Vertretern der Fa. ExLibris Anlass gaben, konnten durch die schnelle und konstruktive Reaktion der Firma vollständig behoben werden. Nach Fertigstellung der Versorgungsschnittstelle wurde das System am 13. Dezember 2004 offiziell abgenommen.

Aktuelle Defizite und Bedarfe

Basierend auf der Sitzungsunterlage referiert Fr. Meßmer die Desiderate:
  1. Diakritika und Sonderzeichen: Erfassen (Floating Keyboard, Tastaturtreiber); Anzeige, im Gateway Bayern und in den SISIS-Lokalsystemen
    Die Anzeige von Sonderzeichen ist in Aleph-K und Aleph-R mit dem Final Release verbessert, da nun ein unicodefähiger Font verwendet wird. Für die Erfassung wird in einem nächsten Schritt das "Floating Keyboard" Anfang 2005 den Bibliotheken zur Verfügung gestellt werden.
    (Nachtrag: Ab 22. Februar wird eine Freeware-Lösung der UB Erlangen-Nürnberg zur Verfügung gestellt, die es erlaubt, den gesamten MAB-Zeichensatz mit der PC-Tastatur einzugeben.)
  2. Originalschriftliche Zeichen
    Bei der Erfassung von originalschriftlichen Zeichen soll ab dem 2. Quartal das Verfahren des österreichischen Verbunds angewendet werden.
    SISIS-Systeme sind bislang nur MAB-fähig, bis Ende des beabsichtigt die Fa. eine Lösung für die Unicodefähigkeit anzubieten.
  3. Automatisches Zuspielen von DB-Schlagwörtern zu Titeln in der Aleph-Titeldatenbank (BVB01)
    Das HBZ testet momentan eine Lösung, die - falls diese erfolgreich verlaufen - der BVB übernehmen wird.
  4. 4. Z39.50-Zugriff auf ferne Datenbanken - HBZ, GBV, weitere Verbunddatenbanken:
    Der Zugriff auf Z39.50-Datenbanken anderer Verbünde und Bibliotheken wird derzeit erprobt und ausgebaut. Dabei funktioniert bereits der Austausch mit der DDB, die Datenübernahme mit dem HBZ wird voraussichtlich Anfang 2005 freigegeben. Für die Datenübernahme aus anderen Verbünden besteht dagegen noch Klärungsbedarf.
  5. Umlenkfunktion für Normdaten (GKD, PND, SWD) sowie Titelaufnahmen
    Die Umlenkfunktion von Normdaten wird ab 2005 frei gegeben; die Umlenkfunktion von Titeldaten wird nur für geschulte Mitarbeiter möglich sein. Hierfür erarbeitet die Arbeitsgruppe Formalerschließung ein Schulungskonzept.
    (Nachtrag: Die Umlenkfunktion ist am 21. Februar freigegeben worden.)
  6. Verbesserung in der Bedienung des Aleph-Clients
    Um die Effizienz zu steigern und die Ergonomie zu verbessern, wird eine Wunschliste für Verbesserungen beim Aleph-Client geführt, die von der Arbeitsgruppe Formalerschließung aktualisiert wird.
  7. Massendateneinspeicherungen in die Aleph-Titeldatenbank (BVB01) mit Verknüpfung zu Personennamen in der Aleph-PND (BVB10) und anschließender automatischer Generierung von Buchdatensätzen im SISIS-Lokalsystem
    die Bayerische Staatsbibliothek erarbeitet derzeit ein Konzept für die Generierung von Buchdatensätzen.
  8. Nochmaliges Einspeichern der ZDB-Bestandsdaten und Versorgung dieser Daten in die Lokalsysteme
  9. Einspeichern weiterer Fremddaten in den Fremddatenpool (BVB02)
  10. Massenlöschungen von Buchdatensätzen im SISIS-Lokalsystem und anschließendes automatisiertes Löschen der Besitznachweise im Verbundkatalog
    dadurch Anstoßen von Titellöschungen im SISIS-Lokalsystem: Für dieses Problem, das eine Verschlechterung gegenüber dem alten Verbundsystem darstellt, muss von der Kommission für Erschließung und der Unterarbeitsgruppe Formalerschließung mit Unterstützung der Fa. ExLibris ein Konzept erarbeitet werden. Dieses soll bis Ende des ersten Quartals/Anfang zweites Quartal entwickelt sein. Es existiert bislang kein upload-Mechanismus, der Löschungen vom Lokalsystem ins Verbundsystem erlaubt.
  11. Mehrfachexemplare in unterschiedlichen Bindeeinheiten
    Eine temporäre Unterarbeitsgruppe der Arbeitsgruppe SISIS-Anwender und der Kommission für Erschließung erstellt eine Liste der Problemfälle, die der Fa. SISIS vorgelegt wird. Daraus soll ein Konzept für Verbesserungen im Lokalsystem entstehen.
  12. Online-Kommunikation zwischen Verbunddatenbank und überregionalen Normdateien
  13. Statistiken aus Verbundsystem - bzw. Einsatz zusätzlicher Tools für die Erstellung von Verbundstatistiken analog zur bisherigen (halbjährlichen) Verbundstatistik
    Die bisherigen, angebotenen statistischen Auswertungen sind nicht ausreichend. In Zusammenarbeit mit der Fa. ExLibris soll die Verbundzentrale geeignete Maßnahmen einleiten.
  14. Formaterweiterungen analog MAB-Erweiterungen
    Die in naher Zukunft zu erwartende Formaterweiterung von MAB2, die von der DDB umgesetzt werden wird, muss für das Verbundsystem vorbereitet werden, um schnell auf die Veränderungen reagieren zu können.
  15. Erweiterungen im Aleph-Client im Zusammenhang mit dem Nachweis von Digitalisaten
  16. Längerfristig zu lösen sind folgende Punkte:

  17. Maschinelle Bereinigung von Titeldubletten
  18. Ergänzen von Sprachbezeichnungen in den Titeldaten
  19. Aufbau eines Schlagwortkettenregisters im SISIS-Lokalsystem
  20. Erschließung von E-Publikationen
    Es bestehen noch Unklarheiten bei der Erschließung von E-Publikationen.
    Frau Gaems wird eine Präsentation der BSB (PowerPoint-Präsentation von Herrn Müller - am 25. Februar 05 erledigt) an die Liste verteilen, mit der die Defizite verringert werden sollen.
    Gleichzeitig soll diese Thematik in eine Fortbildung zur Erschließung Elektronischer Medien im kommenden Sommer eingebaut werden.
Die Kommission für Erschließung und die Verbundzentrale werden gebeten, Vorschläge zur Prioritätensetzung zu unterbreiten sowie über die Fortschritte bei den einzelnen Punkten laufend zu berichten. Die Entscheidung über die Prioririsierung wird im Einvernehmen mit der Konferenz der Direktoren der Universitätsbibliotheken und der Konferenz der Leiter der Fachhochschul-bibliotheken getroffen.
Gegebenenfalls ist die Liste der Defizite auch weiter zu ergänzen.

TOP 2.2 Citrix-Metaframe-Server

Das aus Sondermitteln finanzierte Citrix-Metaframe-Angebot, das für die angeschlossenen Aleph-Arbeitsplätze den jeweils aktuellen Softwarestand garantiert, sollte zunächst eine Hilfe für kleinere und mittlere Bibliotheken sein, wurde dort auch gut angenommen. Größere Bibliotheken haben sich nach anfänglich großem Interesse teilweise für lokale Lösungen entschieden. Die Ursachen, die dazu geführt haben (technische Anfangsschwierigkeiten, anteilige Eigenfinanzierung) wurden mittlerweile geklärt. Der Final-Release-Test in der Aleph-Anwendergruppe lief unter Einbeziehung von Citrix absolut zufrieden stellend. Gegenwärtig sind auf der Serverfarm noch Kapazitäten frei; weitere Teilnehmer sind erwünscht.
Interesse zeigt die FH-Bibliothek Regensburg, die weiteren Fachhochschulbibliotheken werden dieses Angebot prüfen. Besonders interessant ist dieses System bei gleichzeitiger ZDB-Katalogisierung. Zudem soll im Sommer in zwei Workshops geprüft werden, inwieweit ein SISIS-Client und CD-ROM-Einsatz über Citrix realisiert werden können.

TOP 2.3 SISIS-Pflegekosten

Eine erste Verhandlungsrunde mit der Fa. SISIS fand im Frühjahr 2004 mit unbefriedigenden Ergebnissen für beide Seiten statt. Am 18. August 2004 wurden die Gespräche wieder aufgenommen. Thema waren sowohl die Pflegekosten der SISIS-Systeme als auch die des InfoGuide. SISIS bietet an, Sybase in die Betreuung durch die First-Level-Hotline zu geben und dafür Rabatt auf die Pflege zu gewähren. Für einzelne Bibliotheken wäre dies gleichbedeutend mit Einsparungen zwischen zehn und zwanzig Prozent. Für die InfoGuide-Pflege liegt ein Vertragsangebot vor, das die Einbindung von fünfzig Datenbanken sowie die Aussetzung der Pflegekosten für ein Jahr nach der Abnahme vorsieht. Sybase-Lizenzen allerdings dürfen, wenn gewünscht, aus der Pflege genommen werden.
Der weitgehende Ersatz der Pflege durch fallweise zu bezahlende Change Requests ist für die Fa. SISIS nicht akzeptabel, weil das Standardsystem dann zwangsläufig in eine Vielzahl unterschiedlicher Versionen zerfallen würde.

Mittlerweile ist auf Basis des ursprünglichen Angebots von der AG InfoGuide eine Auswahl von 33 Datenbanken getroffen worden.

(Nachtrag: Am 22. Februar 2005 wurde die Sprecherin der Fachhochschulbibliotheken von Herrn Weber, dem Leiter der AG InfoGuide, über den aktuellen Sachstand informiert)
(Nachtrag 2: Auszug aus dem Protokoll der UB-Direktorenkonferenz vom 22. März 2005:
"Das InfoGuide-Konzept ist am 13. Dezember 2004 der Verbundkonferenz vorgestellt worden. Die Erfahrungen mit Testinstallationen werden sehr positiv beurteilt. Im Vertrag mit der Fa. SISIS war ursprünglich die Einbindung von 50 Datenbanken auf Elektra-Basis sowie ein Jahr Pflegekostenbefreiung vorgesehen. Bei der Auswahl der Datenbanken stellte sich heraus, dass auch in größerem Umfang Datenbanken gewünscht werden, die noch nicht in Elektra eingebunden waren. Hier ist diesbezüglich der Aufwand seitens SISIS vergleichsweise höher. Im aktuellen Angebot sind 33 Datenbanken vorgesehen. Der Vertragsabschluss mit SISIS kann jedoch erst erfolgen, wenn die zuständigen Gremien sich auf eine Auswahl von Datenbanken und mit SISIS geeinigt haben."
Die Probleme, die im Abstimmungsprozess zur Auswahl und Anzahl von Datenbanken durch Missverständnisse in der Kommunikation aufgetreten waren, konnten in der Diskussion endgültig ausgeräumt werden.
In der aktuellen Liste, die mehr als 33 Datenbanken enthält, sind mehrere - technisch betrachtet - gleichartige Datenbanken aufgeführt. Es könnte sich Einsparungspotential dahingehend ergeben, indem man versucht, bei gleichartig angelegten Datenbanken jeweils eine einbinden zu lassen und die anderen entsprechend selber umsetzt.

Es besteht Konsens in der UB-Direktorenkonferenz, den Prozess nun rasch zum Abschluss zu bringen. Weiterhin besteht Einigkeit darüber, dass alle Datenbanken der nun vorliegenden Liste auf alle Fälle integriert werden sollen. Auch wenn dadurch der vorgesehene Kostenrahmen von 80.000 Euro (zuzüglich MWSt) überstiegen würde, wird der Mehrbetrag billigend in Kauf genommen. Herr Dr. Geißelmann wird um die finale Erstellung der Datenbankliste - auf der Basis der aktuellen Sitzungsvorlage - gebeten. Frau Schneider stimmt in ihrer Eigenschaft als Sprecherin der Fachhochschulbibliotheken der genannten Vorgehensweise zu. Die Verbundzentrale erhält den Auftrag, in diesem Sinne die Verhandlungen mit der Fa. SISIS zum Abschluss zu bringen.
Ein Abgleich mit den Datenbanken, die in MetaLib eingebunden sind, soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Zudem werden die Pflegekosten für SIAS-Mail angesprochen, da durch den Wegfall des bisherigen Produkts und dessen Einbeziehung in den Ausleihclient die Pflegekosten aus Sicht der Fachhochschulbibliotheken wegfallen sollten.

Die Verbundzentrale wird bei SISIS anfragen, über die weitere Vorgehensweise bei diesem Problem. Die Konferenz der Fachhochschulbibliotheken wird von der Verbundzentrale über den Stand informiert werden.
(Nachtrag: Am 4. März 2005 wurde der Senior-Sprecher der Fachhochschulbibliotheken von Herrn Weinberger, Firma SISIS GmbH, informiert, dass der InfoGuide kein Tool enthält, das die Funktionalitäten von SIAS-Mail abbilden würde. SIAS-Mail bleibt weiterhin ein Add-on.)

Technischen Problemen beim Betrieb der Software Sniffle wird die Verbundzentrale nachgehen und über den Sachstand informieren.

Beschluss: Das von der Verbundzentrale favorisierte Modell der Kostenverteilung für die InfoGuide-Pflege entsprechend der Anzahl der OPAC-Lizenzen wird einstimmig angenommen unter der Voraussetzung, dass die Verbundzentrale die First-Level- Hotline für Sybase übernimmt. Zur genauen Abschätzung der Kosten, die auf eine Bibliothek zukommen, wird die Verbundzentrale die Fachhochschulbibliotheken über die WebOPAC-Lizenzen im Bibliotheksverbund informieren.

TOP 2.4 Lokalsysteme Planungen

Es wird berichtet, dass die SISIS-Version A30 Voraussetzung für den Umstieg auf InfoGuide ist. Der Umstieg von der Version A 20 auf A 30 sollte aufgrund der Komplexität der Anforderungen in den Semesterferien vorgenommen werden. Als Alternativen im Bereich der Lokalsysteme bieten sich momentan Aleph und Alephino an. Auch unterstützt die Verbundzentrale - wie bisher - Bibliotheca 2000. Eine Batch-Schnittstelle ist in Auftrag gegeben und wird momentan programmiert.
Die Verbundzentrale wird der Konferenz der Fachhochschulbibliotheken bei Bedarf über die Möglichkeiten von Alephino berichten.

TOP 2.5 Neustrukturierung der Rechenzentren und IT-Betriebszentren

Herr Dr. Griebel berichtet vom ersten Treffen der IT-Betriebszentren im Hochschulbereich. Mit dem Versuch, eine Herausnahme der Bayerischen Staatsbibliothek aus der ersten Tranche der Neugliederung zu erreichen sei man gescheitert. Aufgrund des Ministerratsbeschlusses würden die 162 IT-Betriebszentren der Ministerien, der obersten Landesbehörden und der Mittelbehörden in die erste Tranche des Konsolidierungskonzepts einbezogen. Nach einer detaillierten Bestandsaufnahme werde über die Reihenfolge entschieden. Da die Einrichtung von Außenstellen und IT-Kompetenzzentren vorgesehen sei, sei darauf zu hoffen, dass die Verbundzentrale aufgrund ihres Alleinstellungsmerkmals zumindest in einer dieser Formen eine gewisse Selbständigkeit bewahren könne. Auf das Nebeneinander von Deutschem Forschungsnetz (Bibliotheken) und Behördennetz (Betriebsrechenzentren) wurde, ohne Erfolg, bereits in der Sitzung hingewiesen. Lösbar scheint dieser Konflikt, wenn überhaupt, nur mit extremem Aufwand. Empfohlen wird, mit der spezifischen Klientel der Bibliothek zu argumentieren, die sich von der der neuen Betriebsrechenzentren substantiell unterscheide.)
Aktuell wird eine detaillierte Bestandsaufnahme an der Bayerischen Staatsbibliothek durchgeführt, die die Komplexität der Bibliotheksanwendungen und der damit verbundenen IT-Infrastruktur widerspiegeln wird. Diese Maßnahme erfolgt in enger Abstimmung und mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums.

TOP 2.6 Gemeinsamer Server der Fachhochschulbibliotheken Würzburg-Schweinfurt, Aschaffenburg, Coburg

Nach einem problemlosen Transfer betreibt die Verbundzentrale den gemeinsamen Server. Die Fachhochschulbibliothek Augsburg meldet Interesse an, sich gegebenenfalls an diesem Server zu beteiligen.
Die Konferenz der Fachhochschulbibliotheken betont die große Zufriedenheit mit der Betreuungsarbeit, die von der Verbundzentrale insbesondere durch Herrn Friedel und Frau Schwarz geleistet wird.

TOP 2.7 Rückblick Verbundkonferenz

Die Verbundkonferenz am 13. Dezember 2004 war gut besucht. Zentrale Themen waren Verbundmigration und Virtuelle Bibliothek. Der Verlauf der Verbundkonferenz wird von der Konferenz der Fachhochschulbibliotheken gewürdigt.

Es wird angeregt, über den IT-Bereich hinaus auch die Themenbreite aller Fachkommissionen stärker zu berücksichtigen. In der Sommerkonferenz der Fachhochschulbibliotheken soll über mögliche Themenschwerpunkte gesprochen werden.

TOP 2.8 Basiskomponente

Im Rahmen des eGovernment-Gesamtkonzeptes der Staatsregierung vom Juli 2002, die IuK-Binnenstruktur der Staatsverwaltung zu vereinheitlichen, wurde der Bayerischen Staatsbibliothek vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst die Einführung der Basiskomponente Bibliotheksanwendung übertragen. Diese Aufgabe wird die Staatsbibliothek aus den eigenen Ressourcen bewältigen.
Nach einer im Sommer 2004 an 230 Behördenbibliotheken durchgeführten Umfrage wurde ein mit der Kommission für EDV-Planung abgestimmter Entwurf dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst vorgelegt. In einem nächsten Schritt wird die Verbundzentrale Anfang Mai 2005 die Behörden zu einer Informationsveranstaltung einladen.

Die Bayerische Staatsbibliothek wird über die weitere Vorgehensweise sowie die Informationsveranstaltung berichten.

 

TOP 3. Virtuelle Bibliothek Bayern

Herr Dr. Griebel berichtet, dass für Projekte der Virtuellen Bibliothek Bayern (Medea, Scannerbeschaffung, Aufsatzdatenbank, Retrodigitalisierung, Quartkatalog etc.) im Jahr 2004 Sondermittel in Höhe von rund 2,3 Mio. Euro vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst zur Verfügung gestellt wurden.

TOP 3.1 Aufsatzdatenbank

Neben den bislang feststehenden 17 Fachhochschulen wird auch die evangelische Fachhochschule Nürnberg an dem Angebot teilnehmen. Aufgrund des vorliegenden modifizierten Angebots können die Kosten für den Jahrgang 2004, der als Archivjahr angesetzt wird, aus Mitteln der Verbundzentrale übernommen werden. Nach Abschluss der aktuellen Testphase soll die Aufsatzdatenbank zunächst in das Gateway Bayern, später dann auch in das Portal InfoGuide eingebunden werden.
Als zweiter Ausbauschritt sind die Integration der Inhaltsverzeichnisse und einer Fachklassifikation geplant.

TOP 3.2 InfoGuide

Das InfoGuide-Konzept ist am 13. Dezember 2004 der Verbundkonferenz vorgestellt worden. Die Erfahrungen mit einer Testinstallation in Bayreuth beurteilt Herr Dr. Weber sehr positiv. In Kürze soll die Abnahme des Systems erfolgen.
Der InfoGuide ist als Add-On zum bisherigen WebOPAC integraler Bestandteil der SISIS-Version A30. Ergänzend ist festzuhalten, dass mit der Version A30 der Ressourcenbedarf in Bezug auf die Rechnerbelastung generell um etwa zehn Prozent anwachsen wird.
Im Vertrag mit der Firma SISIS ist die Einbindung von 50 Datenbanken vorgesehen. Mittlerweile hat die Arbeitsgruppe InfoGuide 33 Datenbanken ermittelt, die eingebaut werden sollten. Der Konferenz der Fachhochschulbibliotheken wird diese Liste zur Zustimmung noch weitergeleitet werden (s.o. TOP 2.3).

TOP 3.3 Gemeinsamer CD-ROM-Server

Der Handlungsbedarf bei den Fachhochschulbibliotheken ist groß, da der Pflegevertrag mit der Fa. R+R Messtechnik und Handel GmbH Ende 2004 ausgelaufen ist.
Die Verbundzentrale startete 2004 eine erneute Bedarfsumfrage bei den Bibliotheken und erarbeitete auf dieser Basis eine Vorlage für das weitere Vorgehen. Die Konferenz der Fachhochschulbibliotheken stimmt dem Vorschlag der Verbundzentrale zum weiteren Vorgehen für die Ersteinrichtung (s. TOP 3 der Sitzungsvorlage, basierend auf einer Kombination der unter TOP 2 aufgezeigten Szenarien 4 und 1 sind die Fachhochschulbibliotheken und die Bibliothek der Technischen Universität vollständig integriert, jedoch wird weitestgehend auf singuläre Titel verzichtet) in vollem Umfang zu. Die Teilnehmer werden 15 Fachhochschulbibliotheken sowie fünf Universitätsbibliotheken sein. Die Verträge sollen über eine Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen werden.
Für die Beschaffung und Ersteinrichtung des zentralen CD-ROM-Servers soll versucht werden, Sondermittel beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst zu beantragen.

Die Konferenz der Fachhochschulbibliotheken beschließt, dass eine Teilnahme der Fachhochschulbibliotheken an dem gemeinsamen CD-ROM-Server nur unter der Voraussetzung möglich ist, dass keine Kosten für die Erstausstattung anfallen bzw. dass die Finanzierung der Einmalkosten gesichert ist. Des Weiteren besteht die Konferenz der Fachhochschulbibliotheken auf einer Ausstiegsmöglichkeit nach drei Jahren Vertragslaufzeit.

TOP 3.4 Virtuelle Auskunft

Am 15. September 2004 hat zum Thema ein Workshop stattgefunden. Vorgestellt und diskutiert wurden LOTSE, Question Point, DBIS und neuere Entwicklungen in Baden-Württemberg. Die Arbeitsgruppe Virtuelle Bibliothek neigt dazu, nicht ein amerikanisches System zu wählen. Das Hauptproblem sieht sie nicht in der Software, sondern in der Organisation, über die in Deutschland Einigkeit erzielt werden muss.

Für die nächste Konferenz der Fachhochschulbibliotheken soll über den Sachstand berichtet werden. Die Arbeitsgruppe Virtuelle Bibliothek und die einschlägige Unterarbeitsgruppe sollen das Thema weiter verfolgen. Eine Teststellung soll praktische Erfahrungen vermitteln.

TOP 3.5 SWB-Plus

Die Konferenz der Fachhochschulbibliotheken begrüßt den Mehrwert, den die Anreicherung bibliographischer Daten durch zusätzliche Informationen bedeuten würde. Vorgesehen ist hierfür eine vom Bibliotheksverbund Bayern und vom Südwestverbund gemeinsam zu betreibende Oracle-Datenbank. Die Übernahme der SWB-Lösung wird noch in der ersten Jahreshälfte angestrebt.
Zu rechnen ist weniger mit Kosten als mit erheblichem Arbeitsaufwand im Geschäftsgang der Bibliotheken. Bei einer gewollten SFX-Anbindung wäre auch die Verbundzentrale betroffen. Nach vorsichtigen Schätzungen könnte die Verbundzentrale jedoch die Anforderungen mit regulären Kräften bewältigen.

TOP 3.6 Extract

Das Produkt genügt in seiner gegenwärtigen Form noch nicht den Ansprüchen des Bibliotheksverbunds Bayern. Baden-Württemberg erprobt die approximative Suche. Die Arbeitsgruppe Virtuelle Bibliothek und die Verbundzentrale werden die dortigen Tests weiter beobachten und den Sachstand an die Konferenz der Fachhochschulbibliotheken berichten.

TOP 3.7 Arbeitsgruppe Gateway Bayern

Die Arbeitsgruppe, die der Kommission für Benutzung zugeordnet ist, ist eingesetzt und hat am 03.02.2005 erstmals getagt. Es ist geplant, mit schnellem Sitzungsrhythmus innerhalb eines halben Jahres zu spürbaren Verbesserungen zu kommen.

TOP 3.8 Arbeitsgruppe Digitalisierung und Multimedia

Die neu geschaffene Arbeitsgruppe Digitalisierung und Multimedia, die der Arbeitsgruppe Virtuelle Bibliothek zugeordnet ist, soll ein Grobkonzept, welches die Anforderungen hinsichtlich der Erfassung, Erschließung, Bereitstellung und des Nachweises der zu digitalisierenden Dokumente umfasst, erstellen sowie die Umsetzung der Anforderungen in ein konkretes Pflichtenheft forcieren. Das Ziel ist, möglichst rasch fundierte Entscheidungsgrundlagen über die organisatorisch-technischen Vorgehensweisen zu erhalten. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat 2004 für den ersten Schritt der Scannerbeschaffung bereits 633.000 Euro an Sondermitteln zur Verfügung gestellt.

TOP 3.9 Finanzierung der EZB

Die Universitätsbibliothek Regensburg schlägt ein Umlagemodell vor, für den Fall, dass die Leitung der Universität Regensburg auf eine Drittmittelfinanzierung der Personalressourcen für die EZB bestehen sollte. Dabei wäre es das Ziel der UB Regensburg, die Mittel für eine Stelle BAT IIa durch eine Umlage auf die teilnehmenden Bibliotheken zu erzielen. Die kommerziellen Teilnehmer bezahlen bislang schon zwischen 500 und 1.000 Euro pro Jahr. Auf Basis der momentan 237 Teilnehmer wäre für die Bibliotheken ein Beitrag von ca. 250 Euro pro Jahr zu erwarten.

Die Konferenz der Fachhochschulbibliotheken wird die weitere Entwicklung abwarten. Einvernehmlich wurde festgestellt, dass, sobald Bedarf bestehen sollte, die nötigen Mittel bereitgestellt werden, um das Produkt EZB weiter zu fördern.

 

TOP 4. Etatfragen

TOP 4.1 Hochschulausschuss/CSU-Arbeitskreis 8. November 2004

Herr Dr. Griebel berichtet über die Sitzung. Der Vorsitzende des Hochschulausschusses, Herr Dr. Spaenle, würdigte dabei den mit dem kooperativen Leistungsverbund (einschließlich Bayernkonsortium) entwickelten strukturellen Ansatz als wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der Literaturversorgung in den Hochschulen.

TOP 4.2 Doppelhaushalt 2005/06

Für 2005/06 kristallisiert sich im Wesentlichen eine Stagnation der Mittel für die Fachhochschulbibliotheken im Vergleich zu 2003/04 heraus. Dagegen muss die Bayerische Staatsbibliothek im kommenden Haushaltsjahr 2005 einen Einbruch um 800.000 Euro beim zentralen Erwerbungstitel 523 74 hinnehmen.
Die Plenardebatte im Landtag zur Verabschiedung des Einzelhaushalts des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst zeigte, dass die politische Arbeit der wissenschaftlichen Bibliotheken zukünftig wesentlich verstärkt werden muss, um das politische Bewusstsein für die Probleme bei der Contentbeschaffung zu schärfen.

TOP 4.3 Gesamtindex für den Parameter Preis/Kostenentwicklung

Die Kommission für Bestandsaufbau und Lizenzen wurde unter Federführung von Frau Dr. Moravetz-Kuhlmann in der UB-Direktorenkonferenz vom 20. April 2004 beauftragt, einen Gesamtindex zu entwickeln, der sich sowohl auf die Kostenentwicklung in einzelnen Universitätsbibliotheken als auch auf Buchhandelsindizes und Verlagsinformationen stützt.

Die Konferenz der Fachhochschulbibliotheken bittet darum, die Thematik weiter zu verfolgen und wieder zu berichten.

TOP 4.4 Entwicklung eins Etatbedarfs- und Etatverteilungsmodells für die Fachhochschulbibliotheken (AG Fachhochschulbibliotheken)

Die Konferenz der Fachhochschulbibliotheken einigte sich in ihrer Sitzung vom 5./6. Juli 2004 auf folgendes Vorgehen: Angesichts des strukturellen Etatisierungsproblems schlug Herr Dr. Griebel vor, dass eine Arbeitsgruppe ein Etatbedarfs- und Etatverteilungsmodell für alle Fachhochschulbibliotheken erarbeiten sollte, in dem die Empfehlungen von 1993 (aktualisiert im Entwicklungsplan für die Fachhochschulbibliotheken) weiterentwickelt werden. Dieses Modell sollte auf längere Sicht eine tragfähige Basis für die Sicherung der Infrastruktur im Bereich der Literatur- und Informationsversorgung bilden. Das Etatvolumen sollte sich in einem durchsetzbaren, realistischen Rahmen bewegen. Des Weiteren sollten - analog zum Procedere bei den Universitätsbibliotheken - in der Arbeitsgruppe die Fachhochschulleitungen (Präsidenten/Rektoren wie Kanzler) vertreten sein, um von vorneherein die Akzeptanz zu sichern. Darüber hinaus soll die Bayerische Staatsbibliothek als Fachbehörde mitwirken.

Die konstituierende Sitzung findet am 15. März 2005 in der Bayerischen Staatsbibliothek als der zuständigen Fachbehörde statt. An der Arbeitsgruppe nehmen teil: Dabei sollte nach Ansicht der Bayerischen Staatsbibliothek die Tätigkeit dieser Arbeitsgruppe unter folgenden Zielvorstellungen stehen:

Allgemeine Zielvorstellungen

Einzelaspekte

Nach ausführlicher Diskussion, in der verschiedene Optionen für die Arbeit in der Arbeitsgruppe Etatmodell durchgespielt werden, wurden einige Grundsatzpapiere in Auftrag gegeben, die zur konstituierenden Sitzung vorgelegt werden sollen.
Die Vertreter der FH-Bibliotheken in der Arbeitsgruppe werden am 23. Februar 2005 in der Bayerischen Staatsbibliothek mit Frau Dr. Moravetz-Kuhlmann zu einer Vorbesprechung zusammentreffen. Herr Dr. Griebel wird zudem im Vorfeld auch mit dem Leiter der Fachhochschulabteilung im Staatsministerium, Herrn Ministerialdirigent Dr. Zeitler, ein Gespräch führen.

TOP 4.5 DIN-Normen

Der Bedarf an einer Konsortiallösung im Bereich der DIN-Normen wurde einhellig unterstrichen.
Herr Dr. Wasner wird bis zum 19. Februar 2005 eine Aufstellung erstellen, inwieweit die TUB München und UB Erlangen-Nürnberg eine Konsortiallösung unterstützen werden.

TOP 4.6 Sondermittel für Fachhochschulbibliotheken

Die Fachhochschulbibliotheken besitzen keine Möglichkeit vom Haushaltstitel 15 49 "Sammelansätze für Fachhochschulen" Sondermittel zu erhalten, wie es im Gegensatz bei den Universitätsbibliotheken vom Haushaltstitel 15 28 "Sammelansätze für Universitäten" der Fall ist. Die Bayerische Staatsbibliothek als Fachbehörde unterstützt das Anliegen der Fachhochschulbibliotheken, dies zu ändern (s.o. TOP 4.4).

 

TOP 5. Stellenabbau und Leistungseinschränkungen in der Bayerischen Staatsbibliothek

Herr Dr. Griebel berichtet über die aktuelle Situation an der Bayerischen Staatsbibliothek. So versucht die Bayerische Staatsbibliothek auch weiterhin trotz des massiven Ressourcenabbaus z. B. durch massive Stellenkürzungen (1999-2004: 31,5 Stellen), die kulminierenden Kapazitätsverluste durch die Altersteilzeit (60 Personaljahre zwischen 2003 und 2007) und die Kürzungen im Erwerbungsetat innerhalb der letzten zwei Jahre um 13%, ihre Rolle im kooperativen Leistungsverbund und als last resort für die Hochschulbibliotheken weiter auszufüllen. So konnte beispielsweise die Zahl der erledigten Fernleih- und Dokumentlieferungen zwischen 1998 und 2004 von 204.000 auf 421.000 gesteigert werden. Besonders erschwerend wirkt sich im Jahr 2005 der Umstand aus, dass die Kapazitätsgewinne aus der Arbeitserhöhung bei den Beamten für die Bayerische Staatsbibliothek zu weiteren Stelleneinzügen führen werden. Für 2005 sei mit einem Einzug von mindestens 7 Stellen zu rechnen. Zwischen 1999 und 2005 sei damit die Personalkapazität bei einem signifikanten Leistungsausbau um 10% gesunken.
Dies zwinge die Bayerische Staatsbibliothek auf der Grundlage einer Stärken-Schwächen-Analyse zu einer Schärfung ihres Leistungsprofils, d.h. konkret auch zu Leistungseinschränkungen, zumal das Rationalisierungspotential aufgrund eines tief greifenden Restrukturierungs- und Reorganisationsprozesses voll ausgeschöpft sei und die Fürsorgepflicht gebiete, die im fünfstelligen Bereich liegende Überstundenzahl nicht weiter anwachsen zu lassen. Zudem bemühe man sich, mit Hilfe von Volunteers und 1-Euro-Jobs Kapazitätsengpässe teilweise auszugleichen.
Herr Dr. Griebel versichert, dass die Wahrnehmung der Landesaufgaben - insbesondere in der Verbundzentrale - weiterhin höchste Priorität hätten.

 

TOP 6. Benutzung

TOP 6.1 Umsetzung der LVO, Auslagenpauschale

Nach langer Beratung ist "Die Ordnung des Leihverkehrs in der Bundesrepublik Deutschland - Leihverkehrsordnung (LVO)" von der Amtschefkonferenz der Kultusministerkonferenz beschlossen, von den Beteiligten unterzeichnet und für Bayern am 18. Dezember 2003 im "Amtsblatt der Bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus und Wissenschaft, Forschung und Kunst, Teil I" auf den Seiten 538 ff. veröffentlicht worden. Sie ist damit verbindlich gültig. Die Bayerische Staatsbibliothek hat darüber in einem Rundschreiben vom 5. Januar 2004 informiert, worin auch festgehalten wurde, dass die Umsetzung der LVO wegen der fehlenden technischen Voraussetzungen außer Kraft gesetzt sei und es bis zum Vorliegen dieser bei der alten Handhabung bliebe.
Haushaltsrechtlich muss außerdem der Kopplungsvermerk eingestellt werden.

Die Verrechnung für Online-Fernleihbestellungen zwischen den einzelnen Verbünden ist ab 2005 möglich (derzeit mit HBZ, SWB, Hebis, noch nicht mit GBV, KOBV) und soll nach einem Beschluss der AG Verbundsysteme umgesetzt werden. Für die Verrechnung (positiver/negativer Saldo/Verteilung) ist noch ein Vorschlag zu erarbeiten.

Die technischen Voraussetzungen für die Erhebung der Pauschale vom Benutzer sind jedoch noch nicht gegeben. Die Arbeitsgruppe Fernleihe der Kommission für Benutzung erarbeitet hierzu ein Pflichtenheft, das kurz vor der Fertigstellung steht. Anschließend kann dann die Beauftragung erfolgen. Bis Ende 2005 müssen die Voraussetzungen vorliegen.

Die Erhebung der Gebühren vom Benutzer liegt im Ermessen der jeweiligen Hochschule und muss in Relation zu der geplanten Einführung von Studiengebühren betrachtet werden. Technisch werden sowohl Verrechnung, Nichtverrechnung, Teilverrechnung sowie Rückbuchung möglich sein. Alle modernen Verfahren (Chip- und EC-Karten, TAN usw.) sollen zur Verfügung stehen.

Innerhalb Bayerns sollte nach Möglichkeit keine Verrechnung zwischen den staatlichen Bibliotheken stattfinden. Die Bayerische Staatsbibliothek hat bereits im Jahr 2003 erklärt, als Beitrag zur kooperativen Leistungsgemeinschaft auf eine Verrechnung zu verzichten.

Die Frage der Verrechnung zwischen staatlichen Bibliotheken und Bibliotheken in kommunaler Trägerschaft muss noch eingehend betrachtet werden. Die Rechtsgrundlage für die Erhebung der Pauschale ist die Zulassung zum Leihverkehr gemäß LVO. Diese Zulassung ist bei kommunalen Bibliotheken jedoch weitgehend nicht gegeben.

Die Kommission für Benutzung wird sich im Jahr 2005 ebenfalls eingehend mit den Fragen der Logistik befassen, da die Versandkosten nach momentanem Stand (2004: ca. 34.000 erledigte Fernleihsendungen an nichtstaatliche Bibliotheken in Bayern) mit ca. 125.000 Euro mehr als doppelt so hoch wie die zu erwartenden Einnahmen wären.

Die Federführung bei all diesen Fragen obliegt der Kommission für Benutzung.

Frau Schneider regt an, dass die Bayerische Staatsbibliothek eine Empfehlung zu einem einheitlichen Vorgehen aller staatlichen Bibliotheken in Bayern aussprechen sollte.
Die rechtlichen Implikationen, die z.B. bei der Tarifhöhe von Nutzergruppen entstehen, bedürfen noch der Klärung.
Aufgrund des Sachstands vertagt die Konferenz der Fachhochschulen dieses Thema, bis sich Neuigkeiten ergeben haben.

TOP 6.2 ABOB

Eine interne AG der Kommission für Benutzung trägt die Desiderate und Anregungen der aktuellen Überarbeitung zusammen, um die Endredaktion vorzubereiten.

Über den weiteren Verlauf der Arbeiten wird berichtet.

TOP 6.3 24-Stunden-Öffnung

Immer mehr Fachhochschulleitungen drängen auf eine Erweiterung der Öffnungszeiten, die für die FHBs mit hohem organisatorischen und planerischen Aufwand umzusetzen sind. Aktuell haben die Fachhochschulbibliotheken in Hof und Landshut den ganzen Tag geöffnet; in Weiden und Ingolstadt steht eine Verlängerung der Öffnungszeiten in Kürze an.

Da viele Fachhochschulbibliotheken von dem Thema betroffen sind, soll ein Standardpapier entwickelt werden, um den betroffenen Bibliotheken eine Richtschnur und einen Leitfaden an die Hand geben zu können. An Frau Michel und Frau Sachs, die die Materialsammlung übernehmen, können einzelne Dokumente geleitet werden.

TOP 6.4 FINT

Das gemeinsame Projekt wird zukünftig von den nordrhein-westfälischen Partnern nicht mehr unterstützt werden.

Daher wird folgender einstimmiger Beschluss gefasst:
Das Projekt FINT wird eingestellt.

TOP 6.5 Vollqualifizierte Vormerkungen im WebOPAC

In der neuen Version des WebOPAC ist nur noch eine teilqualifizierte Vormerkung möglich, was nach einhelliger Meinung der Fachhochschulbibliotheken zu Serviceproblemen bei der Nutzerfreundlichkeit führen kann. Eine Nachfrage von Frau Gaems bei SISIS ergab, dass dieses Vorgehen mit einer "bayerischen Anwendergruppe" abgestimmt worden sei.
Von der Konferenz der Fachhochschulbibliotheken wird die Parametrisierung "teil-/vollqualifizierte Vormerkung" favorisiert. Die Fachhochschulbibliotheken werden über Herrn Schwegele, den Vertreter in der AG SISIS-Anwender, diesen Vorschlag in die bayerischen Gremien einbringen.

(Nachtrag: Nach einem Gespräch von Frau Gaems mit Herrn Scheuerl von der Verbundzentrale, wird dieses Thema auf der nächsten Sitzung der AG-SISIS-Anwender auf der Tagesordnung stehen.)

TOP 6.6 AG Webauftritt der Fachhochschulbibliotheken

Herr Kuttler gibt bekannt, dass er sein Mandat für die Arbeitsgruppe Webauftritt der Fachhochschulbibliotheken ab sofort zurückgibt.
Die Konferenz der Fachhochschulbibliotheksleiter dankt Herrn Kuttler für sein Engagement.
Auf eine Ergänzung der Arbeitsgruppe bestehend aus Frau Gaems, Frau Knab und Frau Siegmüller wird zunächst verzichtet. Bei Bedarf wird die AG jedoch wieder erweitert.

 

TOP 7 Statistikfragen

TOP 7.1 Einheitliche Handhabung der DBS in Bayern

Auf eine Aussprache wird verzichtet. Die vorgelegte Sitzungsunterlage wird durch die Arbeitsgruppe um Herrn Dr. Hohoff weiter aktualisiert und präzisiert. Eine Vorstellung findet in der nächsten Sitzung statt.

TOP 7.2 Kerndaten der Fachhochschulbibliotheken im Berichtsjahr 2004

Die Kerndaten der Fachhochschulbibliotheken für das Jahr 2004 sind größtenteils auf der Homepage der Fachhochschulbibliotheken verzeichnet und werden noch vervollständigt werden.

 

TOP 8 Novellierung des Bayerischen Hochschulgesetzes

Die an den Leitzielen staatliche Deregulierung und Stärkung der Hochschulautonomie orientierte Novellierung des Bayerischen Hochschulgesetzes lässt befürchten, dass bei einer Neufassung von Art. 32 (Zentrale Einrichtungen) auch die Stellung der Hochschulbibliotheken entscheidend geschwächt wird. Dies hätte dann auch Auswirkungen auf die Realisierung kooperativer Unternehmungen.

Der Vorschlag, hierzu in einem Memorandum die Position der Fachhochschulbibliotheken darzustellen, wird aufgegriffen. Dieses Grundsatzpapier wird auch an die Bayerische Staatsbibliothek als Fachbehörde weitergeleitet.

Herr Dr. Griebel steht in dieser Frage in engem Kontakt mit dem Staatsministerium. Angesichts der grundsätzlichen Relevanz wird die Konferenz der Fachhochschulbibliotheken das Thema auf der kommenden Sitzung erneut behandeln.

 

TOP 9 Ausbildung

TOP 9.1 Ausbildungsreform gD - neue ZAPO

Herr Dr. Griebel dankt Herrn Ackermann als Vertreter der Fachhochschulbibliotheken und den Mitgliedern der Kommission für Aus- und Fortbildung für die Erarbeitung des Entwurfs zur neuen ZAPO. Der Entwurf zur neuen ZAPO wird ohne Aussprache zur Kenntnis genommen.

TOP 9.2 Ausbildungsplanung mD, gD, hD

Die Bedarfsanmeldungen für die einzelnen Laufbahngruppen werden von Herrn Dr. Griebel vorgetragen - es wurden als Bedarf für die Laufbahnen des mD (2005-2007) und gD (2005-2008) jeweils fünf, für die Laufbahn des hD (2005 - 2007) vier Ausbildungsplätze angemeldet. Nachdem sich die Bedarfsmeldungen für die Laufbahn des mD aufgrund weiterer Recherchen auf 2 reduziert haben, verzichtet man angesichts des Prinzips einer bedarfsbezogenen Ausbildung und der Tatsache, dass die Ruhestandsversetzungen erst in ca. 10-15 Jahren einsetzen werden, auf einen Ausbildungskurs für den mD. Die Konferenz der Fachhochschulbibliotheken nimmt dies zur Kenntnis.

(Nachtrag: Im Frühjahr 2005 sind tatsächlich drei Stellen für die Laufbahn des hD ausgeschrieben worden, nachdem die Bibliothek des Deutschen Museums seine Bedarfsmeldung zurückgezogen hat.)

 

TOP 10 Sonstiges

TOP 10.1 Projekt e-books

Die Unterlagen werden zur Kenntnis genommen, eine Aussprache wird auf der nächsten Sitzung stattfinden.

TOP 10.2 Die Lernende Bibliothek 2005

Es wird hierzu im Herbst 2005 ein Kongress an der UB Augsburg u.a. zu den Themen Aus- und Fortbildung sowie Management stattfinden. Auf der nächsten Sitzung wird das vorläufige Kongressprogramm vorgestellt werden.

TOP 10.3 Gemeinsamer Bibliothekartag Bayern/Baden-Württemberg in Neu-Ulm/Ulm

Die ersten gemeinsamen Bibliothekstage der DBV-Landesverbände Baden-Württemberg und Bayern fanden vom 11. bis 14.11.2004 in Ulm/Neu-Ulm unter dem Motto "Lebenswelt Bibliothek: Information - Innovation - Inspiration" statt. Ca. 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die vielfältigen Programmangebote.

TOP 10.4 Bayerisches Bibliotheksforum, 24. Oktober 2005, München

Die thematische Vorbereitung der Tagung wird auf der nächsten Konferenz erfolgen.

TOP 10.5 1-Euro-Jobs

Die Fachhochschule Nürnberg beschäftigt aktuell begrenzt bis Mitte 2005 1-Euro-Kräfte für den Zeitraum der Abendöffnung. Ob die Aktion fortgeführt werden kann, ist noch unklar.
Die Bayerische Staatsbibliothek berichtet, dass sie bei der Stadt München zu diesem Thema Bedarf angemeldet hat. Zudem wird sie versuchen in laufende Maßnahmen 1-Euro-Kräfte einzubinden.

TOP 10.6 Sommerkonferenz, Termin/Ort

Die FHB-Sommerkonferenz wird am 30.Juni/1. Juli 2005 in Neu-Ulm stattfinden.