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30. Beratungskonferenz
am 22. Januar 2004
an der Fachhochschule Ingolstadt
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| TeilnehmerInnen |
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| Frau Berghammer |
FHB Amberg-Weiden |
| Frau Beyer |
FHB Weihenstephan |
| Frau Brumm |
FHB Deggendorf |
| Frau Drechsler |
FHB Aschaffenburg |
| Herr Greubel |
FHB Würzburg-Schweinfurt |
| Frau Held |
FHB Ingolstadt |
| Frau Hemmert |
Kath. Stiftungs-FHB München |
| Herr Höld |
FHB Kempten |
| Frau Hofmockel |
FHB Augsburg |
| Frau Kilchert |
FHB Nürnberg |
| Frau Knab |
FHB Nürnberg |
| Frau Kreutzer |
FHB Coburg |
| Herr Kuttler |
FHB Regensburg |
| Frau Mäule-Müller |
FHB Neu-Ulm |
| Herr Renner |
FHB Ansbach |
| Frau Sachs |
FHB Hof |
| Frau Schanderl |
Kath. Stiftungs-FH, Abt. Benediktbeuren |
| Frau Siegmüller |
FHB Würzburg-Schweinfurt |
| Frau Stöcker |
FHB München |
| Herr Walter |
FHB Landshut |
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| Entschuldigt |
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| Frau Bayer |
FHB Rosenheim |
| Frau Schneider |
FHB Ingolstadt |
| Herr Dr. Wasner |
FHB München |
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| Vorsitz |
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| Herr Dr. Griebel |
BSB München |
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| Gast |
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| Herr Kunz |
BSB München, Verbundzentrale |
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| Protokoll |
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| Frau Loy |
BSB München |
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Tagesordnung:
TOP 1: Formalia
TOP 2: BVB
TOP 3: Benutzung
TOP 4: Haushalt
TOP 5: Bibliothekstage
TOP 6: Sonstiges
Begrüßung durch Herrn Dr. Griebel
TOP 1. Formalia
TOP 1.1 Genehmigung der Tagesordnung
Der TOP 1.3 "Sprecheramt/Stellvertretung" wird wegen Erkrankung von Frau Schneider vertagt.
Auf Vorschlag von Herrn Dr. Griebel wird die Tagesordnung ergänzt. Neu hinzukommen die Tagesordnungspunkte
2.6 "Konsortialansatz" und 5.1 "Bibliotheksforum Eichstätt".
Der TOP 2.6 "Sondermittel WFKM" wird ergänzt um einen Ausblick auf die Projekte
der Virtuellen Bibliothek in 2004. Das Protokoll folgt der Reihenfolge der vorliegenden Tagesordnung.
TOP 1.2 Zuständigkeiten BSB/FHB
Herr Dr. Griebel erläutert die veränderten Zuständigkeiten und die damit verfolgten Intentionen der BSB. Die
Fachhochschulbibliotheken hatten seit der Neuorganisation der Staatlichen Bibliotheksverwaltung im Jahr 1999
neben den fachlich zuständigen Ansprechpartnern in der BSB in Herrn Dr. Hänel als Leiter des Referates
Wissenschaftliches Bibliothekswesen einen zusätzlichen Ansprechpartner. Nach der Auflösung dieses Referates
und der Übertragung der Abteilung Bestandserhaltung an Herrn Dr. Hänel lag die Betreuung der Fachhochschulbibliotheken
zunächst weiter bei Herrn Dr. Hänel.
Um künftig einen optimalen Informationsfluss innerhalb aller Sparten zu ermöglichen, soll die Planung und
Durchführung der Konferenzen der FHB-Leiter künftig nach dem gleichen Procedere wie bei den UB-Direktorenkonferenzen
erfolgen:
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Die Abstimmung und Vorbereitung der Tagesordnung erfolgt durch die Direktion der BSB in enger und ständiger
Kooperation mit Herrn Greubel, der wiederum als Sprecher der Fachhochschulbibliotheken die Anregungen der
FHB-Leiter koordiniert.
- Die Vorbereitung der Sitzungsunterlagen erfolgt durch die Direktion der BSB in enger und ständiger
Kooperation mit Herrn Greubel.
- Die Direktion der BSB lädt die FHB-Leiter und Gäste zur FHB-Konferenz ein.
- Die Protokollführung übernimmt Frau Loy.
- Zur Vereinfachung des Informationsflusses hat die Direktion der BSB die Möglichkeit, über den E-Mail-Account
direktion@bsb-muenchen.de direkt an die FHB-Mailingliste (fh-bibliotheken@fh-nuernberg.de) zu schreiben.
- Neben den fachlichen Ansprechpartnern in den einzelnen Abteilungen der BSB steht als Ansprechpartnerin
Frau Loy, Direktionsreferat, zur Verfügung (Tel. 089/28638-2203, Fax -12203, E-Mail: loy@bsb-muenchen.de).
TOP 2. Bibliotheksverbund Bayern
TOP 2.1 Neues Verbundsystem/Migration
Die Einführung des NVS verläuft bisher planmäßig, die Verbundzentrale geht davon aus, dass der Starttermin 1.
Juli 2004 gehalten wird. Zur Optimierung der Lastverteilung zwischen allen vier Komponenten des SUN-Cluster-Systems
wurde eine zusätzliche Software - "Real Application Cluster" - der Firma Oracle aus Sondermitteln und Mitteln der
Verbundzentrale beschafft. Zur Information über den jeweils aktuellen Stand des Projektfortschritts sowie über
Schulungstermine wird auf die Website des BVB sowie die BVB-Mailingliste verwiesen.
Herr Kunz erläutert den aktuellen Stand des Migrations- und Schulungskonzeptes und weist noch einmal auf den
Termin 18. Juni 2004 für die endgültige Abschaltung von BVB-KAT hin. Ab 1. Juli 2004 muss ausschließlich mit Aleph500
in Katalogisierung und Retrieval gearbeitet werden.
Seitens der FHB-Leiter bleiben einige Fragen offen. Die Verbundzentrale wird daher nachfolgende Fragen erörtern
bzw. die gewünschten Informationen den FHB-Leitern zuleiten:
- Besonders für die kleineren Fachhochschulbibliotheken sind die vorgesehenen Multiplikatoren-Schulungen nach
dem "Schneeballprinzip" in der Praxis sehr schwierig umzusetzen, da die MitarbeiterInnen zum einen die
Schulungsansprechpartner für MFC, Aleph und WinIBW in einer Person verkörpern und zum anderen die personelle
Ausstattung wie auch das Reisekostenbudget hier Grenzen vorgibt. Es wird angeregt, zu prüfen, ob bei den kleineren
Fachhochschulbibliotheken alle betroffenen MitarbeiterInnen zu den Schulungen eingeladen werden könnten oder
möglicherweise ein eigener Schulungstag für die Fachhochschulen eingerichtet werden könnte. Insbesondere wäre eine
Entschärfung an Orten gewünscht, an denen keine UB vor Ort ist, an die sich die Fachhochschulbibliotheken anklinken
könnten. Ebenso würde eine Verlagerung des Schulungsortes Erlangen nach Nürnberg eine Erleichterung mit sich bringen.
- Die Fachhochschulbibliotheken, an deren Standort sich auch eine regionale Staatliche Bibliothek befindet,
bitten um Information über den geplanten Ablauf der Multiplikatorenschulungen unter Einbeziehung der regionalen
Staatlichen Bibliotheken.
- Die Verbundzentrale wird um Informationen gebeten, welche Einschränkungen im Verbund-OPAC in der Migrationsphase
zu beachten sind, und inwiefern hier auch der Zentrale Fernleihserver betroffen ist.
- Die Fachhochschulbibliotheken bitten um Information über die geplante Vorgehensweise bei der Schulung der
Systemverwalter, Installation und Anpassung der Aleph-Clients.
Herr Kunz sagt den FHB-Leitern bestmögliche Unterstützung seitens der Verbundzentrale zu, weist jedoch auf die
begrenzten Personalkapazitäten der Verbundzentrale und aller mit der Einführung des NVS betrauten Institutionen
und Personen hin. Die Verbundzentrale wird insbesondere an Frau Meßmer (BSB, Mitglied der Aleph-Anwendergruppe der
KES) herantreten, mit der Bitte, das Schulungskonzept zu prüfen und zu optimieren.
TOP 2.2 Lokale Systeme/Kooperationen
Ab Januar 2004 werden neben den derzeit acht bereits installierten Systemen auch die Bestände der FHB Landshut
auf den zentralen FHB-Servern in der Verbundzentrale verwaltet. Dieses Modell (getrennte Systeme auf zentralen
Servern) läuft für alle Beteiligten sehr zufrieden stellend. Die FHB München möchte sich dem Modell ebenfalls in
Kürze anschließen. Der erforderliche HBFG-Antrag ist in Vorbereitung. Die Verbundzentrale wird in diesem Zusammenhang
eine Erweiterung der FHB-Server von zwei auf drei Maschinen vornehmen.
Die Verbundzentrale weist darauf hin, dass zur Gewährleistung eines weiterhin stabilen und fehlerfreien Betriebs
der erforderliche Rechnerausbau (um den Rechner der FHB München) nun dringend erforderlich ist. Die FHB-Leiter
betonen einvernehmlich die Relevanz eines hohen Qualitätsstandards. Die FHB München wird eindringlich gebeten,
den dazu erforderlichen HBFG-Antrag zu beschleunigen.
Das Kooperationsmodell der Fachhochschulbibliotheken Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg-Coburg läuft ebenso
zufrieden stellend. Nach einem noch durchzuführenden Datenabgleich soll Anfang März auf die Version 3.10 von SISIS
Sunrise umgestellt werden.
Die Verbundzentrale wird gebeten, der häufig auftretenden Fehlermeldung "internal server error" beim OPAC-Betrieb
der FHB Nürnberg nachzugehen.
Die Fa. SUN bietet ein intelligentes Patch-Management-System an, das nur die erforderlichen Dateien - anstelle
eines kompletten Updates, das kostenlos bezogen werden kann - aktualisiert. Jedoch fallen hier 9.800 Euro pro Jahr
für insgesamt 50 Server an, wobei zunächst unklar bleibt, ob der Betrag pro Einrichtung bezahlt werden muss.
Die Verbundzentrale wird die Möglichkeiten eruieren, mit dem Ziel einer möglichst kostengünstigen und praktikablen
Lösung.
TOP 2.3 BVB/VZ + BSB/IT (Sachstand)
Herr Dr. Griebel betont eingangs die Notwendigkeit einer umfassenden Information über den Sachstand und einer
ausführlichen Diskussion über das Thema, das bislang in der Konferenz der Fachhochschulbibliotheken noch nicht
erörtert wurde.
Sachstand:
Die eGovernment-Initiative der Bayerischen Staatsregierung sieht als zentrale Handlungsfelder vor,
- den Bürgern und Unternehmen alle Verwaltungsleistungen, sie sich dafür anbieten, auch online bereitzustellen
sowie
- die IuK-Binnenstruktur drastisch zu vereinheitlichen, um die Staatsbehörden möglichst wirtschaftlich für die
künftigen Anforderungen des eGovernment fit zu machen. Die geplante Konsolidierung der Rechenzentren und der
IT-Betriebszentren soll hier einen zentralen Beitrag leisten.
Das Kabinett übertrug dem Bayerischen Staatsministerium des Innern die Zuständigkeit für die IuK-Strategie und
richtete hierzu im Bayerischen Staatsministerium des Innern eine IuK-Stabstelle ein. Diese ist vor allem für
grundsätzliche und geschäftsbereichsübergreifende Angelegenheiten, für alle strategischen Festlegungen der
Informations- und Kommunikationstechnologie in der Staatsverwaltung sowie für die Erstellung und Fortschreibung
der Richtlinien des IuK-Einsatzes in der Bayerischen Staatsregierung zuständig.
Die bisherigen Rechen- und IT-Betriebszentren sollen organisatorisch zusammengefasst werden. Die IuK-Strategie
wird an einer Stelle (Bayerisches Staatsministerium des Inneren), der operative Bereich auf zwei staatliche
Rechenzentren konzentriert. Diese Rechenzentren können unter Berücksichtigung der technischen Gegebenheiten
an verteilten Standorten weitere Betriebsstätten betreiben. Für das Rechenzentrum Nord (BS2000) ist das
Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für das Rechenzentrum Süd (IBM-Z/OS) das Bayerische Staatsministerium
des Innern zuständig.
Angesichts dessen hält es die Direktion der BSB für dringend erforderlich, die Struktur und Organisation der
Informationstechnik in der BSB auf den Prüfstand zu stellen, um den negativen Auswirkungen der eGovernment-Initiative
erfolgreich entgegen zu wirken.
Vor diesem Hintergrund ist die Direktion der BSB überzeugt, dass die beiden IT-Abteilungen, die Abteilung
BVB mit den verbundweiten Aufgaben und die Abteilung IT zur Versorgung der lokalen Anwendungen, zusammengelegt
werden müssen. Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass es seit Jahren eine in allen Abteilungen der BSB geübte
Selbstverständlichkeit sei, neben den lokalen auch verbundweite Aufgaben wahrzunehmen.
Die Zusammenlegung ist jedoch nicht nur aus politischen Gründen als Reaktion auf die eGovernment-Initiative,
sondern auch aus Gründen der betriebswirtschaftlichen Optimierung unumgänglich. Im Hinblick darauf werden die
vordringlichsten Ziele einer Neustrukturierung der IT-Abteilungen der BSB wie folgt definiert:
- im Rahmen der eGovernment-Initiative eine Verschlankung der IT-Struktur anzustreben, welche dem Prinzip der
Wirtschaftlichkeit folgt,
- offensichtliche Überschneidungen und Leerläufe abzubauen,
- die Leistungsfähigkeit der IT-Infrastruktur durch Kompetenzsteigerung beträchtlich zu erhöhen und hier
einen Gewinn für alle Beteiligten (BVB, IT, Verbundbibliotheken) zu erzielen, welcher durch künftig
schlagkräftigeres Agieren des BVB der Gesamtheit der Verbundbibliotheken zugute kommt.
Zur Erreichung dieser unstrittigen Ziele hat die BSB ein Fusionsmodell entwickelt, wobei der Transparenz im
Hinblick auf die finanziellen und personellen Ressourcen höchste Bedeutung beizumessen ist.
Obgleich die UB-Direktoren auf der Konferenz am 23. Oktober 2003 den Vorstellungen der BSB mit deutlicher
Mehrheit zustimmten, wurde die Vereinbarung getroffen, eine Arbeitsgruppe - bestehend aus Herrn Dr. Geißelmann,
Herrn Greubel, Herrn Dr. Kallenborn sowie Herrn Dr. Südekum - einzusetzen, um ein Alternativmodell zu dem von
der BSB vorgestellten Fusionierungsvorschlag von BVB und IT zu erarbeiten, mit Hilfe dessen die gemeinsam
anvisierten Ziele:
- Verschlankung der IT-Strukturen im Rahmen der eGovernment-Initiative,
- Abbau von offensichtlichen Überschneidungen und Leerläufen und
- Steigerung der Leistungsfähigkeit und Kompetenzgewinn für alle Verbundbibliotheken
erreicht werden können.
Für die Konferenz der UB-Direktoren am 16. Dezember 2003 lagen drei Vorschläge vor:
- Modell der BSB vom 23. Oktober 2003, basierend auf einer Fusionierung von BVB und IT,
- (mehrheitlicher) Vorschlag der UB-Direktoren vom 18. November 2003,
- Modell der FHB-Leiter vom 9. Dezember 2003: Installation der Verbundzentrale als eigene Behörde.
Das Modell der FHB-Leiter, das die Etablierung der Verbundzentrale als eigene Behörde vorsieht, wird - nicht zuletzt
angesichts der Vorgaben der Staatskanzlei, die auf eine Zusammenlegung von Behörden abzielen - von der Direktion
der BSB als nicht umsetzbar eingestuft. Die Konferenz der UB-Direktoren folgte dieser Einschätzung nahezu einstimmig.
Die BSB legte zu der Sitzung am 16. Dezember 2003 ein Papier vor, in dem die einzelnen Zielaspekte aufgeführt
und die Realisierungsmöglichkeiten dieser Ziele bewertet werden, die die beiden Modelle und der mehrheitliche
Vorschlag der UB-Direktoren eröffnen. Dieses Papier wurde kontrovers diskutiert. Konsens bestand darin, dass
unabhängig von der Organisationsform folgende Aspekte besonders zu berücksichtigen sind:
- Gewährleistung einer ausgewogenen Anwendungsbetreuung für alle Verbundbibliotheken (einschließlich der
Berücksichtigung der begrenzten Möglichkeiten der kleineren Verbundbibliotheken),
- Offenlegung des personellen und finanziellen Ressourceneinsatzes und der -planung,
- Abbau von Doppelarbeit und Leerläufen,
- Erhöhung der Leistungsfähigkeit der IT-Infrastruktur und Erzielung eines beiderseitigen Kompetenzgewinns.
Die Arbeitsgruppe wurde gebeten, bis zum 15. Januar 2004 ihre Position in das von der BSB vorgelegte Papier
einzubringen. Dabei sei insbesondere der Aspekt der Transparenz zu berücksichtigen.
Diskussion:
Die Frage der Zusammenlegung der Abteilungen BVB und IT wird eingehend diskutiert. Herr Dr. Griebel weist nochmals
mit Nachdruck darauf hin, dass die BSB in der Vergangenheit trotz Stellenabbaus erhebliche zusätzliche personelle
Investitionen für den BVB erbracht hat. Dies belegt eindrucksvoll auch das von der BSB vorgelegte Papier "Leistungen
der BSB für den Bibliotheksverbund Bayern" vom 16. Dezember 2003. Er nannte beispielhaft die Konsortialgeschäftsstelle,
die massive juristische und haushaltsrechtliche Unterstützung im Rahmen der Ausschreibung des NVS sowie die
erheblichen Investitionen in der Vorbereitung und Schulung zur Durchführung der Migration. Gerade die beiden
letzten Beispiele machen zugleich deutlich, dass eine aus der BSB heraus gelöste, als Behörde verselbständigte
Verbundzentrale den realen Anforderungen nicht gerecht werden könnte.
Auf die Bitte von Herrn Dr. Griebel, grundsätzliche Defizite im Dienstleistungsangebot und in der Kommunikation
sowie Transparenz der vergangenen Jahre zu benennen und zu konkretisieren, stellt die Konferenz der
Fachhochschulbibliotheken einvernehmlich fest, dass - ungeachtet der Monita in 2.1 und 2.4 - die bisherige Leistung
und Vorgehensweise grundsätzlich den Erwartungen voll entspreche und Anerkennung verdiene.
Herr Dr. Griebel betont die Ausgestaltung der kooperativen Struktur im BVB, die sich in der Praxis bewährt hat
und durch die sich - insbesondere in der kompetenten Gremienarbeit - der BVB durchaus von anderen Verbünden
unterscheidet. Die bereits derzeit ausgebildete kooperative Struktur ermögliche stets einen fairen
Interessenausgleich und Transparenz in den Entscheidungen. Ungeachtet dessen sei festzuhalten, dass auf Grund der
Verordnung über die Gliederung der staatlichen Bibliotheksverwaltung vom 30. Juni 1999 die BSB "staatliche
Fachbehörde für alle Angelegenheiten des Bibliothekswesens" ist, dass die Verbundzentrale wie die sonstigen
Abteilungen der vormaligen Generaldirektion Abteilungen der BSB sind. Die BSB sei als Mittelbehörde u.a. für die
Wahrung der Interessen aller Verbundbibliotheken verantwortlich, die Entscheidungsbefugnis liege auch in der
KEP im Konfliktfall beim Generaldirektor. Demgegenüber sei ein BVB-Leitungs- oder Lenkungsgremium, das dem
Generaldirektor gegenüber weisungsbefugt ist, mit der Verordnung vom 30. Juni 1999 nicht vereinbar.
Für den Fall, dass in der Einschätzung bestimmter bibliotheksfachlicher Fragen die
Zielvorstellungen der Konferenz der Fachhochschulbibliotheken von denen der Konferenz der UB-Direktoren abweichen,
schlägt Herr Dr. Griebel vor, dass, statt ein weiteres Gremium zu bilden, der Ausgleich eventuell widerstreitender
Interessen durch die Sprecher der UB-Direktoren und FHB-Leiter sowie dem Generaldirektor gefunden werden sollte.
Die Konferenz der FHB-Leiter stimmt diesem Vorschlag zu.
TOP 2.4 Umsetzung von Verbundentscheidungen
Während die Einführung des Zentralen Fernleihservers hervorragend lief, wird an der Planung und Umsetzung anderer
Projekte der Verbundzentrale (Medea, SFX) Kritik geübt. Es werden künftig mehr ausführliche Informationen, auch
über die Voraussetzungen gewünscht. Herr Greubel wird gebeten, eine Liste über Mängel und Nachbesserungswünsche
zusammenzustellen und diese an Herrn Kunz weiterzuleiten. Die AVB wird gebeten, Informationen künftig gezielt
und zeitnah zu verbreiten. Gerade die kleineren Fachhochschulbibliotheken haben Probleme bei einem gewinnbringenden
Einsatz, der Schulung sowie der Pflege von Projekten. Die Verbundzentrale sagt jegliche Unterstützung im Rahmen
des Machbaren zu. Die FHB-Leiter regen zudem an, das erst in ein paar Monaten geplante Treffen zu Medea baldmöglichst
zu organisieren.
TOP 2.5 Konsortialansatz
Die Fachhochschulbibliotheken partizipieren am Bayernkonsortium, sie verfügen aber - im Unterschied zu den
Universitätsbibliotheken - nicht über zentrale Sachmittel. Zur Sicherung der Grundversorgung halten dies die
FHB-Leiter jedoch für sehr wünschenswert. Der Sammelansatz an Konsortialmitteln aus Kapitel 1528 betrug in
2003 1,25 Mio. Euro. Sofern die Fachhochschulen diesen Ansatz unterstützen, wird sich Herr Dr. Griebel mit
dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Verbindung setzen.
TOP 2.6 Sondermittel WFKM, Projekte der Virtuellen Bibliothek in 2004
Herr Kunz gibt eine Übersicht über die Sondermittel und deren Verwendung in der Virtuellen Bibliothek im Jahr
2003 und weist auf die Problematik der Jährlichkeit der Mittelbewirtschaftung hin.
Die AVB wird sich in der kommenden Amtsperiode voraussichtlich mit den Themenfeldern
- Virtuelle Auskunft (Infoserver),
- Multimedia,
- VDS/Vascoda,
- CD-ROM-Server und eventuell
- Langzeitarchivierung
befassen.
Ein Bericht über die Themenfelder der AVB soll für die nächste FHB-Konferenz eingeplant werden.
TOP 3. Benutzung
TOP 3.1 Neue ABOB
Die KB war mit einer umfangreichen Revision der ABOB von 1993 befasst, die bedingt durch die Entwicklungen im
technischen, rechtlichen und Verwaltungsbereich erforderlich wurde. Aktueller Anlass der Novellierung war eine
Änderung im Steuerrecht, die einen Passus über die Gemeinnützigkeit der Staatlichen Bibliotheken erforderlich
machen würde. Der Bundesrat nahm diesbezüglich jedoch am 14. März 2003 einen Gesetzesantrag von mehreren Ländern
Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) zur Änderung des § 58 Nr. 1 AO (Abgabenordnung)
an. Eine endgültige Entscheidung diesbezüglich ist bis zum 30. Juni 2004 zu erwarten.
Die mit der Ausarbeitung einer modifizierten Fassung der ABOB beauftragte Arbeitsgruppe der KB legte im November
den Entwurf einer Neufassung vor, der mit der KB abgestimmt ist. Der Entwurf liegt der FHB-Konferenz vor.
Die Probleme der Fachhochschulbibliotheken mit dem Widerspruch der kostenfreien Nutzung in der FHB und der
kostenpflichtigen Nutzung einer ÖB vor Ort und den damit verbundenen Auswirkungen (kostenloses Surfen im Netz,
kostenlose Fernleihbestellungen etc.) können über die ABOB nicht geregelt werden, sondern hier sind
fachhochschulinterne Regelungen und Einschränkungen sinnvoll.
TOP 3.2. Neue LVO
Die neue Leihverkehrsordnung wurde, nachdem sie von der Amtschefkonferenz der KMK beschlossen wurde, am 18.
Dezember 2003 im Amtsblatt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und Wissenschaft,
Forschung und Kunst veröffentlicht und ist nun verbindlich gültig. Es ist jedoch gegenwärtig noch nicht
möglich, die Vorschriften hinsichtlich der Kosten (Anlage 5) umzusetzen und zu vollziehen. Hierzu sind nicht
nur Abstimmungen notwendig, sondern auch Programmanpassungen und detaillierte Konzepte zu den Geldflüssen
zwischen Benutzern, Bibliotheken und Verbundzentralen. Ferner ist festzuhalten, dass nach gegenwärtigem
Haushaltsrecht in Bayern die Einnahmen aus diesen Gebühren (Titel 111 01) den allgemeinen Staatseinnahmen
zufließen und nicht bei der gebenden oder nehmenden Bibliothek verbleiben. (Eine Änderung ist hier nicht
vor dem Haushaltsjahr 2005 möglich.) Es gilt jetzt, die Voraussetzungen für die Umsetzung der neuen LVO zu
schaffen. Die KB wird beauftragt, in einer Arbeitsgruppe die Details zu klären. Ferner wird sich in Kürze
die AG Verbundsysteme, die DBV-Kommission für Dienstleistung und die KMK/AG Bibliotheken mit der Thematik befassen.
Solange die Voraussetzungen für die Umsetzung der neuen LVO nicht geschaffen sind, soll - im Einvernehmen
mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst - bis auf Weiteres die bisher
gültige Praxis fortgeführt werden (s.a. Rundschreiben der Direktion der BSB an alle am Deutschen Leihverkehr
angeschlossenen bayerischen Bibliotheken vom 05. Januar 2004).
TOP 3.3. Neuer FHB-/Internet-Auftritt
Der neu gestaltete gemeinsame Webauftritt der bayerischen Fachhochschulbibliotheken
(http://www.fh-bibliotheken-bayern.de) findet allgemein sehr gute Resonanz. Großer Wert wurde auf
Sicherheit (E-Mail-Verschlüsselung) und leichte Handhabbarkeit und Einheitlichkeit (cascading style sheets)
gelegt. Die FHB-Konferenz dankt der Arbeitsgruppe, insbesondere Frau Stöcker für diese hervorragende Arbeit.
TOP 4. Haushalt
TOP 4.1 Etat 2004 (Auswirkungen auf FL)
Die Höhe der zu erwartenden Einschränkungen im Budget der Fachhochschulbibliotheken ist noch nicht bekannt. Es
ist jedoch mit ziemlicher Sicherheit damit zu rechnen, dass ebenso Kürzungen der Zuwendungen von Fachbereichen
und Hochschulleitungen an die Bibliotheken hingenommen werden müssen. Für die Fachhochschulbibliotheken bedeutet
dies, dass zunehmend Einschnitte bereits bei den laufenden Verpflichtungen eintreten werden und die Versorgung mit
aktueller Literatur mehr denn je gefährdet ist.
TOP 4.2 Zuweisungsmodalitäten UB/FHB
Die Präsidentenkonferenz der bayerischen Fachhochschulen reagierte mit der Bitte um Klärung auf die Information
über die unterschiedlichen Modi bei der Etatzuweisung an die Bibliotheken im universitären (Etatmodell) - und im
Fachhochschulbereich (Autonomie der Hochschule). Es besteht kein Konsens in der FHB-Konferenz, welche Variante
die besten, zukunftssicheren Möglichkeiten bietet. Die FHB-Leiter wollen dieses Thema ausführlich im
Strategieworkshop (s. TOP 4.3) besprechen. Hier könnte daraus auch ein Arbeitsauftrag an die KBL resultieren.
TOP 4.3 Positionsbestimmung angesichts schwindender Finanzmittel
(Strategiesitzung/Workshop? Termin/Ort)
Die FHB-Leiter fassen den Beschluss, am 12. und 13. März 2004 (Freitagmittag bis Samstag) in Ansbach einen
"Strategieworkshop" durchzuführen. Die AG Interessenvertretung übernimmt zusammen mit Herrn Greubel die Vorbereitung.
Ziele des Workshops sind u.a.:
- Publikmachung der Etatsituation (vergleichbar der Erklärung der UB-Direktoren aus 2003)
- Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit (BBV)
- Verteilte Erwerbung
- Sponsoring
- Firmenpatenschaften
- Einrichtung eines FHB-Shops
- Kooperationsausbau
- Neue IT-Entwicklungen
- Ende des Grundbestandsaufbaus an den neuen Fachhochschulbibliotheken
TOP 5. Bibliothekstage
TOP 5.1. Bibliotheksforum Eichstätt
Mit mehr als 150 Teilnehmern aus allen Sparten war das Bibliotheksforum Eichstätt am 26. November 2003 sehr gut
besucht. Am Ende der Veranstaltung, verabschiedeten die Teilnehmer unter Federführung des Bayerischen
Bibliotheksverbandes die "Eichstätter Erklärung", die auf die Bedeutung der Bibliotheken aller Sparten eingeht
und deren Notlage verdeutlicht.
TOP 5.2. Gemeinsamer Bibliothekstag BY/BW, FHB-Aktivitäten
Die gemeinsamen Bibliothekstage Bayern/Baden-Württemberg werden vom 11. - 14. November 2004 in Ulm/Neu-Ulm
stattfinden. Die Vorbereitungen hierzu sind - unter Einbeziehung von Vertretern aller Sparten - angelaufen.
Zur Erarbeitung der FHB-Themenblöcke wird sich die AG Interessenvertretung zusammen mit Frau Mäule-Müller im
Februar 2004 treffen.
TOP 6. Sonstiges
TOP 6.1 Statistikdaten, Zugänglichkeit
Herr Greubel wird eine Vorlage zur Veröffentlichung von Eckdaten der Bibliotheksstatistik erarbeiten. Diese
Eckdaten sollen zeitlich so früh wie möglich im Internet zur Verfügung gestellt werden. (Anm.: einzusehen unter:
http://www.fh-bibliotheken-bayern.de/statistiken/index.shtml).
Die seit 2002 gültigen DBS-Fragebögen werfen in vielen Bereichen Probleme auf. Geklärt werden sollte, was in
welche Form gezählt werden muss. Es ist vorstellbar, dass die Fachhochschulbibliotheken künftig einheitlich auf
Fragestellungen verzichten, wenn die Ergebnisse nicht ermittelbar sind. Diese Probleme wurden bereits auch in der
UB-Direktorenkonferenz und in der Konferenz der regionalen Staatlichen Bibliotheken angesprochen.
Die Kommissionen KB, KBB und KBL werden gebeten, baldmöglichst für die Universitäts-, Fachhochschul- und
regionalen Staatlichen Bibliotheken hier entsprechende Vorschläge zu erarbeiten.
TOP 6.2 BIX-WB, Bericht (Herr Greubel)
Herr Greubel berichtet von der jüngsten Ergebnissen der Vorbereitungsgruppe und des Steuerungsgremiums: 41
Bibliotheken (ein- und zweischichtige Universitätsbibliotheken, 12 Fachhochschulbibliotheken) haben sich am 2.
Probelauf beteiligt. Die Aufforderung zur Teilnahme wird im Laufe des Februars über viele Kanäle erfolgen, um
Flächendeckung zu erreichen.
Es besteht Konsens unter den Teilnehmern, dass eine geschlossene Teilnahme der bayerischen Fachhochschulbibliotheken
sehr wünschenswert wäre. Herr Greubel bittet alle FHB-Leiter um Teilnahme.
TOP 6.3 Sommerkonferenz, Termin/Ort
Die FHB-Sommerkonferenz wird am 5. und 6. Juli in Hof stattfinden.
Anregungen, Fragen, Wünsche an:
crv@fh-bibliotheken-bayern.de
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