26. Beratungskonferenz
am 12. November
an der Fachhochschule Nürnberg

Protokoll

 

TeilnehmerInnen
Frau Berghammer  FHB Amberg-Weiden, Abt. Amberg
Frau Beyer FHB Weihenstephan
Frau Brumm  FHB Deggendorf
Frau Drechsler  FHB Aschaffenburg
Herr Greubel  FHB Würzburg-Schweinfurt
Frau Hellinger Ev. Fachhochschule Nürnberg
Herr Dr. Hilz Deutsches Museum München
Herr Höld FHB Kempten
Frau Hofmockel FHB Augsburg
Frau Kein FHB Amberg-Weiden, Abt. Weiden
Frau Kilchert  FHB Nürnberg
Frau Knab FHB Nürnberg
Frau Kreutzer  FHB Coburg
Herr Kuttler FHB Regensburg
Frau Mäule-Müller FHB Neu-Ulm
Frau Mairföls FHB Regensburg
Frau Pleimann FHB Hof
Herr Renner  FHB Ansbach
Frau Sachs (Protokoll) FHB Hof
Frau Schneider FHB Ingolstadt
Frau Siegmüller FHB Würzburg-Schweinfurt
Frau Stöcker FHB München
Herr Walter FHB Landshut
Herr Dr. Wasner FHB München

 
Vorsitz
Herr Dr. Leskien Bayerische Staatsbibliothek
Herr Dr. Hänel Bayerische Staatsbibliothek
 
 
 
 
Dauer: 10.00 - 16.30 Uhr
 

 

 

Tagesordnung:

TOP 1: Formalia
TOP 2: Bibliotheksverbund Bayern
TOP 3: Personal
TOP 4: BVB-Kommissionen und Arbeitsgruppen
TOP 5: Erwerbung, Konsortien
TOP 6: Benutzung
TOP 7: Sonstiges

 

 

TOP 1. Formalia

TOP 1.1 Genehmigung des Protokolls der 25. Beratungskonferenz vom 12./13. Juli 2001 in Aschaffenburg

Das Protokoll wurde einstimmig genehmigt.
Es ist über das Web-Portal der bayerischen FH-Bibliotheken unter "Arbeitsgemeinschaft der FH-Bibliotheken" zugänglich.

TOP 1.2 Genehmigung der Tagesordnung

Die Tagesordnung wird genehmigt.
Ergänzt wird zu Top 3 die Ausbildung des gehobenen Dienstes, zu Top 7 die Mitgliedschaft im DBV. Der Top 7.1 Bibliothekartag 2002 wird bei Top 4 behandelt.

 

TOP 2. Bibliotheksverbund Bayern

TOP 2.1. Kooperative Lokalsysteme

Herr Dr. Wasner stellt das Abschlußpapier der Arbeitsgruppe Zusammenschlüsse von Lokalsystemen bayerischer Fachhochschulbibliotheken vor, das bereits im Vorfeld über die Mailing-Liste verschickt wurde.
Beurteilt werden sollten Kooperationsmöglichkeiten der Fachhochschulbibliotheken im Hinblick auf die Lokalsysteme der einzelnen Bibliotheken. Folgende drei Kooperationsmöglichkeiten sollten untersucht werden. Herr Dr. Wasner unterstreicht, daß die AG kein für alle Fachhochschulbibliotheken gültiges Patentrezept sieht. Entscheidend für eine mögliche Kooperation sind die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten. Für alle drei genannten Kooperationsmöglichkeiten wurden Vor- und Nachteile ermittelt. Herausgehoben wird die Möglichkeit der Kooperation von Fachhochschulbibliotheken mit der Verbundzentrale.
Herr Dr. Leskien teilt die Meinung der AG, daß es kein allgemeingültige Kooperationsform geben kann. Er vertritt die Meinung, aus dem Grundtenor des Papieres eine mangelnde Kooperationsbereitschaft herauszuhören. Vermißt werden von verschiedenen Sitzungsteilnehmern noch quantitative Aussagen zur Kostenbeteiligung der Bibliotheken.
Frau Knab berichtet, daß das Papier unter großem Zeitdruck und vor allem unter derzeit großen Unwägbarkeiten erstellt werden mußte.
Frau Schneider schlägt vor, die Kooperationserfahrungen der FHB Ingolstadt darzustellen und zu quantifizieren.
Auf Vorschlag von Herrn Dr. Leskien wird beschlossen, in der Kommission für EDV-Planung (KEP) über das Papier zu berichten, hinweisend, daß dieses aus Sicht der Fachhochschulbibliotheksleiterkonferenz noch nicht endgültig ist.

Herr Renner berichtet, daß die Kooperation der FHB Ansbach mit der Verbundzentrale (betreut den Rechner der FHB Ansbach) nach Ausschluß einiger technischer Probleme läuft und für weitere Kooperationspartner ausbaufähig ist.

Frau Hofmockel legt nochmal nachdrücklich die Meinung der AG dar, daß eine Lösung mit gemeinsamem FHB-Server einer Kooperation mit einer UB am Ort in der Regel vorzuziehen sei. Sie erbittet eine Aussage zum weiteren Vorgehen, ob der bereits fertige HBFG-Antrag der FH Augsburg, in dem noch nicht von einer Kooperation ausgegangen wird, trotzdem in dieser Form an die KEP eingereicht werden soll und ob unabhängig davon weiter an einer Kooperationslösung gearbeitet werden soll. Herr Dr. Leskien stimmt diesem Vorgehen zu.

Vertragssituation mit SISIS
Herr Dr. Hänel gibt bekannt, daß nach Aussage von Herrn Kunz noch keine konkreten Ergebnisse vorliegen.

TOP 2.2. BVB-Kommissionen und Arbeitsgruppen

KES:
Frau Mairföls berichtet, daß nun die dritte Stufe der Einführung der Personennamendatei (PND) in Kraft tritt. Sie weist auf die in diesem Zusammenhang stattfindenden Schulungen hin.
Eine Besprechung mit Vertretern der Deutschen Bibliothek fand am 25. Oktober in München zum Thema bayerische Individualisierungsrichtlinien statt. Die Individualisierung von Personennamen soll entsprechend dem Votum der Verbundredaktionskonferenz am 18.7.2001 gegenüber der von der DDB ausgeübten Praxis eingeschränkt werden.

AVB:
Frau Siegmüller berichtet, daß aus Sicht der AVB das neue Verbundsystem weiterhin die Lieferung von elektronischen Publikationen der EBB an die Lokalsysteme ermöglichen und die wichtigen Dateiformate MAB, MARC und Dublin Core im Lieferumfang enthalten soll.
In Bezug auf die im Antrag auf Haushaltsmittel für die virtuelle Bibliothek aufgeführten Komponenten wurden mehrere Beschlüsse gefaßt. Bei der Alternative Kauf oder Miete der Software IPS pro, die das Gateway Bayern (Software IPS der Fa. IHS) um ein Authentifizierungs-/Autorisierungs- und Abrechnungsmodul erweitern soll, stimmten die anwesenden Mitglieder mehrheitlich für den Kauf.
Es soll damit jedoch auf keinen Fall eine Vorentscheidung für die Software IPS getroffen werden, sondern die Konkurrenz offen bleiben. Als wichtiger Baustein der Virtuellen Bibliothek soll eine Virtuelle Auskunft entwickelt werden. Zu diesem Thema wird eine Arbeitgruppe gebildet und voraussichtlich noch 2001 ein Workshop unter Teilnahme der Mitglieder der AVB, Vertretern der Kommission für Benützung und Vertretern aus Baden-Württemberg stattfinden. Weiterhin soll für den Betrieb der einzelnen Komponenten (IPS pro, SFX, ReDi usw.) ein zentraler, leistungsfähiger Volltext- und Medienserver beschafft werden.

KEP:
Thema der letzten Sitzung waren im Wesentlichen die gestellten HBFG-Anträge.
Herr Greubel berichtet, daß es bei der Wahl der neuen Verbundsoftware (Pica, Aleph) jetzt auf die Schnittstellenlösung ankommt. Momentan sieht man für Aleph etwas bessere Chancen.

Arbeitskreis Datenmodell:
Herr Dr. Leskien berichtet, daß der Arbeitskreis Datenmodell getagt hat. Bis Ende Januar soll die Konkretisierung des Datenmodells erfolgen, das Grundlage für die Ausschreibung sein wird. Fest steht, daß sämtliche bibliographische Daten auf Verbundebene gehalten und so auch 1:1 in den Lokalsystemen erscheinen. Alle Lokaldaten werden ausschließlich in den lokalen Systemen gehalten. Im Verbund erscheint nur noch ein Hinweis auf die besitzende Bibliothek. Es wird eine Entlastung des Verkehrs zwischen den Systemen, damit verbunden eine Verschlankung der Schnittstelle, erfolgen. Dies muß unter Umständen zu Lasten des Komforts erfolgen.
Herr Dr. Leskien betont, daß eine Entscheidung über das neue Verbundsystem so fallen muß, das im Frühjahr 2002 ausgeschrieben und im Laufe des Jahres die Vergabe erfolgen kann. Mitte 2003 soll mit der Implementierung begonnen werden.

 

TOP 3. Personal

Herr Dr. Hänel erklärt, daß die Teilnahme eines Ministeriumsvertreters zu diesem Thema nicht zu ermöglichen war und berichtet von einem Gespräch mit Herrn Schönberg vom Ministerium, der ein gemeinsames Treffen mit Vertretern aus dem Kreis der Bibliotheksleiter/innen der bayerischen Fachhochschulen vorschlägt.

Herr Höld berichtet vom Treffen der Hauptpersonalräte mit Herrn Schönberg im Ministerium und der dort gestellten Forderung nach neuen Bibliotheksstellen, um den neuen Anforderungen an den Fachhochschulbibliotheken (virtuelle Bibliothek etc.) gerecht werden zu können.
Herr Höld weist auf die Wichtigkeit der Personalbedarfsanmeldungen innerhalb der Hochschulen vor den für den nächsten Haushalt zu stellenden Anträgen hin. Daneben sollen die Leitungsgremien der Hochschulen auf die notwendigen Stellenhebungen im mittleren Dienst, die beim Ministerium anzufordern sind, hingewiesen werden. Noch immer sind an keiner bayerischen FH-Bibliothek Beförderungsplanstellen A9 bzw. A9+Z Stellen vorhanden.

Herr Dr. Leskien berichtet von einem Gespräch mit Dr. Amberg im August diesen Jahres, in dem es u.a. um die Strukturprobleme im Bereich der zentralen Einrichtungen der Fachhochschulen ging und der damit verbunden Notwendigkeit, Verbesserungen im Personalbereich zu erreichen.
Herr Dr. Leskien betont, daß nur durch Teil- bzw. Umschichtungen etwas erreicht werden kann. Neustellen müssen sehr hohe Priorität haben. Etwas tun soll sich beim Verwendungsaufstieg vom mittleren zum gehobenen Dienst.

Angedacht wird die Thematik, wie aus vorhandenen Finanzmitteln an den Hochschulen Stellen geschaffen werden könnten, z.B. die Schaffung einer Stelle an der Verbundzentrale durch die Zusammenführung von Geldern aus den Hochschulen.

Herr Dr. Leskien berichtet, daß die verwaltungsinterne Ausbildung des gehobenen Dienstes in Bayern bestehen bleibt. Die Ausbildungsreform, basierend auf den Empfehlungen, die von der Expertengruppe Gehobener Dienst der Kommission für Aus- und Fortbildung erarbeitet wurden, wurde vom Ministerium abgelehnt. Veränderungen in den bestehenden Ausbildungsinhalten können nur durch „Ausreizen“ der bestehenden Zulassungs- und Prüfungsordnung (ZAPO) erreicht werden.

 

TOP 4. FHB-Arbeitsgruppen

TOP 4.1. Bibliotheksentwicklungsplan

Der Bibliotheksentwicklungsplan (FIT für die Informationsgesellschaft: Entwicklungsplan der bayerischen Fachhochschulbibliotheken 2001-2005) ist fertiggestellt. Der Text wird auf den Internetseiten der bayerischen FH-Bibliotheken (http://www.fh-bibliotheken-bayern.de/) sowie im BFB veröffentlicht.

TOP 4.2. Indikatoren

Die Übersicht über die zu erfassenden Leistungsindikatoren, die durch die AG Indikatoren erstellt wurde, wurde mit den entsprechenden Erfassungstabellen über die Mailingliste verschickt. Um schneller zu einem entsprechenden Zahlenpool zu erlangen, einigt man sich, auch die Erfassungstabelle für das Jahr 2000 rückwirkend auszufüllen.
Frau Schneider regt an, zusätzlich den Indikator Fortbildungsstunden pro Mitarbeiter einzuführen.
Herr Dr. Leskien bittet die Kommission für Bibliotheksorganisation und-betrieb (KBB), die sich ebenfalls mit diesem Thema befaßt, von den zu erfassenden Leistungsindikatoren der Fachhochschulbibliotheken Kenntnis zu nehmen. Es sollten vergleichbare Zahlen entstehen, bei sich überschneidenden Teilen sollte Identität gewahrt werden.

TOP 4.3. Bibliothekartag (ehemals TOP 7.1 - vorgezogen)

Die AG Bibliothekartag 2002 hat einen eigenen Programmpunkt mit verschiedenen Vorträgen zum Bibliothekartag 2002 erstellt und eingereicht. Eine mündliche Zusage liegt bereits vor.
Daneben wird eine Ausstellung der bayerischen Fachhochschulbibliotheken sowie ein Flyer, der in größerer Stückzahl ausgelegt werden soll, geplant. Herr Renner stellt einen Entwurf des Flyers vor.
Es wird beschlossen, zusätzlich die Bibliotheken der bayerischen konfessionellen Fachhochschulen in den Flyer und die Ausstellung aufzunehmen.

 

TOP 5. Erwerbung, Konsortien

STN
Nachdem sich das erste Angebot von STN in keiner Weise an den Bedürfnissen der Fachhochschulen orientiert hat, liegt nun ein weiteres Angebot von STN vor. STN bietet als Testphase für ein Jahr das Academic Program ohne Zeitfenster mit Vorauszahlung eines frei wählbaren Betrages pro Fachhochschule an. Recherchiert werden kann bis dieser Betrag verbraucht ist. Man bekommt dabei auch die Datenbanken Compendex, Iconda und RSWB. Die Datenbank INSPEC kann nur mit Zeitfenster verwendet werden.

FIZ Technik
Die Fachhochschulbibliotheken sind mit dem Angebot des FIZ Technik zur Fortführung des Konsortialabkommens für 2002 einverstanden. FIZ Technik bietet die Datenbanken zu einem Konsortial-Sonderpreis von 49.000 Euro an. Frau Schneider legt eine Zusammenstellung über die Nutzung der Konsortialabkommen der FIZ-Technik-Datenbanken sowie der RSWB PLUS durch die Fachhochschulen vor. Man einigt sich, daß sich Interessenten für weitere FIZ-Technik-Datenbanken (Umwelt, Kraftfahrzeug etc.) direkt mit FIZ-Technik in Verbindung setzten sollen, da für diese Datenbanken keine Konsortien entstehen werden.
Frau Schneider weist auf die am 11.12.2001 an der FH Nürnberg stattfindende Schulung zu Recherchetechniken in den FIZ-Technik-Datenbanken, die sich an das Bibliothekspersonal richtet, hin. Die Schulung wird von FIZ-Technik gehalten. Erbeten werden von den Teilnehmern Anfragen aus der aktuellen Recherchepraxis.

WISO
Frau Stöcker berichtet von ihrem Gespräch mit Frau Kaiser vom GBI und erklärt noch einmal die Preisbildung für die Konsortialnutzung der Datenbanken WISO I-III und der WISO Bank. Es gibt eine Basissumme WISO-Datenbanken CD-ROM-Server für 2002. Die Bibliotheken, die auf die WEB-Lösung umsteigen wollen, zahlen zum CD-ROM Preis pro Bibliothek einen WEB-Aufschlag von 641,13 Euro für die WISO I-III bzw. 427, 30 Euro für die WISO BANK.
Die Anzahl der Konsortialzugriffe auf die CD-ROM bleiben erhalten, auch wenn nur noch wenige Teilnehmer sich für die CD-ROM-Lösung entscheiden. Der WEB-Zugang ermöglicht unbegrenzte Zugriffszahlen.
Nachdem über den Komfort (z.B. fehlende Suchhistorie) des WEB-Zuganges zu den WISO-Datenbanken diskutiert wird, einigt man sich darauf, Verbesserungsvorschläge zu sammeln und an das GBI weiterzugeben.
Frau Stöcker klärt die technischen Formalitäten, die für den Umstieg auf den WEB-Zugang notwendig sind.

SOLIT
Die Datenbank SOLIT wird bisher durch einige FH-Bibliotheken über den CD-ROM-Server genutzt. Auch für diese Datenbank ist ein online-Zugriff über den Host GBI möglich. Interesse an der online-Nutzung haben bereits mehrere FH-Bibliotheken angemeldet. Herr Greubel hat bereits ein neues Angebot angefordert, da das erste nicht annehmbar war. Es liegt aber noch keine Rückmeldung vor.

Beck-online
Alle FH-Bibliotheken haben ihr Interesse für die Nutzung von Beck-online angemeldet. Auch dafür hat Herr Greubel ein Angebot, mit der Bitte um Beachtung, daß es sich für die Fachhochschulen nur um ein Randgebiet handelt, eingeholt. Es liegt noch keine Rückmeldung vor. Beck verwendet als Bemessungsgrundlage die Anzahl der Recherche-PCs im Lesesaal sowie die Anzahl der Recht lehrenden Professoren.

Hoppenstedt
Hoppenstedt bietet einen online-Zugriff auf die Firmendatenbank (enthalten ist Handbuch der Großunternehmen, - der mittelständischen Unternehmen, Verbände und Behörden). Nachdem sich mehrere Interessenten gemeldet haben, wird Herr Greubel bei Hoppenstedt ein Angebot einholen.

JURIS
Noch keine neuen Aussagen gibt es über eine mögliche online-Nutzung der Datenbank JURIS, die bisher nur an jeweils einem PC-Arbeitsplatz der Bibliothek genutzt werden kann.
(Anmerkung: Inzwischen wurde durch Frau Mann-Kallenborn mitgeteilt, daß die Juris GmbH eine Nutzung der Datenbestände in einem Intranet des Bayerischen Universitäts- und Fachhochschulbibliotheken ablehnt. Für die Fachhochschulbibliotheken wurde vom Ministerium die Ergänzungsvereinbarung zum Rahmenabkommen zu den bisherigen Bedingungen verlängert.)

 

TOP 6. Benutzung

TOP 6.1. CD-ROM-Server

In Folge des Virusbefalles des CD-ROM-Servers und dem damit verbundenen Ausfall des Servers haben sich verschiedene Probleme z.B. bei der Datensicherung gezeigt. Herr Dr. Wasner berichtet, daß die Systemdateien jetzt lokal in der Verbundzentrale gesichert werden. Die Verbundzentrale hat für Ende des Jahres die Inbetriebnahme eines backup-Servers zur Datensicherung zugesagt. Die Nutzergruppe ist sich einig, daß grundlegende Regelungen ("Notfallprogramm") für den Fall eines gänzlichen Serverausfalles getroffen werden müssen.
Zur Klärung der anstehenden Dinge wird ein Treffen der Nutzergruppe am 01.02.2002 an der Fachhochschulbibliothek München beschlossen.
Frau Stöcker berichtet, daß sowohl die Installation des "Gabler Wirtschaftslexikon" (15. Aufl.) sowie des "Taschenbuch des öffentlichen Lebens" fehlgeschlagen sind, da beide CD-ROMs keine Netzversionen sind.
Herr Greubel stellt ein neues mögliches Umlageverfahren für CD-ROM-Server und die Konsortien vor, bei dem anstatt der für die Berechnung bisher verwendeten 1-3 Anteile 1-5 Anteile zugrunde gelegt werden. Es wird beschlossen, dieses Thema auf dem für Februar geplanten Treffen der Nutzergruppe zu besprechen.

TOP 6.2. Online-Fernleihe

Berichtet wird von dem extrem angestiegenen Bestellvolumen und den damit verbundenen Problemen durch die Einführung der online-Fernleihe. Herr Greubel erwähnt, daß die FHB Würzburg neue Titel zunächst auf einem Geschäftsgangkonto verbucht, um das von der FHB Landshut geschilderte Problem, daß neue Titel bestellt werden, die noch nicht mal im Regal stehen, zu verhindern. Frau Knab berichtet von dem häufig ziemlich wahllosen Bestellverhalten der Benutzer, das durch die Selbsbedienungsfunktion ermöglicht wird, und den damit verbundenen zurückkommenden Negativbestellungen.
Herr Dr. Wasner erwähnt die stark gestiegene gebende Fernleihe, vor allem auch von elementaren Titeln, die häufig durch Universitätsbibliotheken bestellt werden. Damit ist das eigentliche Prinzip der Fernleihe, die Lieferung spezieller Literatur, die nicht von allen Bibliotheken vorgehalten werden kann, sehr in Frage gestellt.
Die Fachhochschulbibliotheken sollten in der Liste der an der Online-Fernleihe beteiligten gebenden Bibliotheken ganz hinten stehen, um die Bestellmengen etwas reduzieren zu können.
Gefordert wird eine Möglichkeit, z.B. durch die Einführung von Gebühren auch für rückgabepflichtige Dokumente (Frau Drechsler) oder die Einführung eines kostenfreien Mengenlimits (Frau Knab), das Bestellverhalten der Benutzer zu steuen.
Die Kommission für Benutzung hat sich auf ihrer Sitzung vom 8. März 2001 für eine entsprechende Gebühr ausgesprochen.
Herr Greubel berichtet von dem noch im Entwurf befindlichen Strategiepapier Dokumentenlieferung, das von einer Kommission der AG-Bibliotheken der KMK erarbeitet wird. Ziel ist die Änderung der LVO. Vorgeschlagen wird eine bundeseinheitliche Gebührenregelung.

TOP 6.3. FINT

Frau Siegmüller berichtet, daß die von der FHB Nürnberg erstellten Seiten (Verfahrens- und Umwelttechnik) bereits eingestellt wurden. Die Seiten der FHB Regensburg zum Thema Informatik stehen noch aus. Herr Kuttler berichtet von einem Regensburger Projekt, in dessen Ergebnis eine Software zur Datenpflege von FINT entwickelt wurde. Dieses Programm könnte zukünftig auch von anderen FINT-Bibliotheken genutzt werden. Momentan steht noch eine Dokumentation zu diesem Programm aus. Sobald das Programm präsentabel ist, soll es in der FINT-Mailingliste vorgestellt werden.

 

TOP 7. Sonstiges

TOP 7.1. Mitgliedschaft DBV

Herr Dr. Hänel weist darauf hin, daß nachdem die bestehenden Zweifel an einer Mitgliedschaft der FH-Bibliotheken im DBV (Landtagsbeschluss von 1992 ; 2.6.92 Drs. 12/6751) ausgeräumt werden konnten, alle FH-Bibliotheken Mitglied werden sollten. Dadurch erhält der Sprecher der bayerischen FH-Bibliotheken Sitz und Stimme im Beirat des Bayerischen Bibliotheksverbandes und wird stimmberechtigtes Mitglied in der Sektion 4 (FHBB) des DBV.

TOP 7.2. Neue DBS ab Berichtsjahr 2002

AB 2002 tritt die neue DBS in Kraft. Sie ist im Internet unter http://www.bibliotheksstatistik.de/ zu finden.

TOP 7.3. RVK

Frau Knab erklärt, daß die auf dem Server der SLUB Dresden veröffentlichte Version der Z-Systematik (außer ZN und ZG) als offiziell betrachtet werden kann. Es sind lediglich noch nicht alle Formalien geklärt.

TOP 7.4. Nächste Sitzung

Die Wintersitzung der Leiterinnen und Leiter der bayerischen Fachhochschulbibliotheken wird verbunden mit einem Treffen der Nutzergruppe des CD-ROM-Servers voraussichtlich am 01. 02. 2002 an der FH München stattfinden, die nächste Sommersitzung am 04./05. 07. 2002 an der Fachhochschule Ansbach.