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26. Beratungskonferenz
am 12./13. Juli 2001
an der Fachhochschule Aschaffenburg
Protokoll
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| TeilnehmerInnen |
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| Frau Bayer |
FHB Rosenheim |
| Frau Berghammer |
FHB Amberg-Weiden, Abt. Amberg |
| Frau Beyer |
FHB Weihenstephan |
| Frau Bittmann |
FHB Weihenstephan, Abt. Triesdorf |
| Frau Brumm |
FHB Deggendorf |
| Frau Drechsler |
FHB Aschaffenburg |
| Herr Greubel |
FHB Würzburg-Schweinfurt |
| Herr Höld |
FHB Kempten |
| Frau Hofmockel |
FHB Augsburg |
| Frau Kein |
FHB Amberg-Weiden, Abt. Weiden |
| Frau Kilchert |
FHB Nürnberg |
| Frau Knab |
FHB Nürnberg |
| Frau Kneitz |
FHB Hof |
| Frau Kreutzer (Protokoll) |
FHB Coburg |
| Herr Kuttler |
FHB Regensburg |
| Frau Mäule-Müller |
FHB Neu-Ulm |
| Frau Mairföls |
FHB Regensburg |
| Herr Renner |
FHB Ansbach |
| Frau Schneider |
FHB Ingolstadt |
| Herr Schwegele (12.7.) |
FHB Kempten |
| Frau Siegmüller |
FHB Würzburg-Schweinfurt |
| Frau Stöcker |
FHB München |
| Herr Walter |
FHB Landshut |
| Herr Dr. Wasner |
FHB München |
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| Vorsitz |
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| Herr Dr. Leskien
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Bayerische Staatsbibliothek
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| Herr Dr. Hänel |
Bayerische Staatsbibliothek |
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| Gast: |
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| Herr Kunz |
Bayerische Staatsbibliothek, Verbundzentrale
(nur 12.7.) |
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| Dauer 12.7.: |
13.00 - 17.00 Uhr |
| Dauer 13.7.: |
9.00 - 13.20 Uhr |
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Tagesordnung:
TOP 1: Formalia
TOP 2: Bibliotheksverbund Bayern
TOP 3: BVB-Kommissionen und Arbeitsgruppen
TOP 4: FHB-Arbeitsgruppen
TOP 5: Erwerbung, Konsortien
TOP 6: Erschließung
TOP 7: Benutzung
TOP 8: Länderübergreifende Kooperation
TOP 9: Sonstiges
Begrüßung durch den Rektor der FH Aschaffenburg, Prof. Dr. Diwischek mit einem
Dankeswort Herrn Dr. Leskiens unter dem Motto "Information kostet Geld"
TOP 1. Formalia
TOP 1.1 Protokolle
Protokolle werden künftig im WWW veröffentlicht; nach einer Einspruchszeit von 14 Tagen gilt das Protokoll
als genehmigt.
TOP 1.2 Tagesordnung
Die TOPs 8.3 und 9.1 werden auf den 12.7. vorgezogen, da Herr Dr. Leskien nur am 12. 7. 01 anwesend ist.
TOP 1.3 Sitzungsturnus
Es sollen 3 Sitzungen pro Jahr erfolgen; davon soll die Sommersitzung 2tägig sein und in der 1. Junihälfte
stattfinden. Die Einladung soll 2 Monate vorher versandt werden.
TOP 1.4 Vorstellung Herr Kunz als neuer Leiter der Verbundzentrale
Seit April 2001 ist Herr Kunz Leiter der Verbundzentrale des Bibliotheks-Verbunds Bayern. Er stellt
sich anlässlich dieses Treffens den Teilnehmern der Beratungskonferenz vor.
TOP 2. Bibliotheksverbund Bayern
TOP 2.1. Neues Verbundsystem
Herr Kunz berichtet von geplanten Workshops, in denen die Verbundablösesysteme ALEPH und PICA in von den
Anbietern erstellten Machbarkeitsstudien einem ausgesuchten Personenkreis (u.a. Mitgliedern der KEP) vorgestellt
werden.
Falls hier keine praktikable Lösung gefunden wird, ist man in München bereit, auch ganz neue Wege zu gehen,
bzw. auch über das System der LoC nachzudenken.
Seit der ersten Ausschreibung (Dynix) haben sich die Schwerpunkte beim Verbund-Ablösesystem verschoben: vom
Individualanbieter (BVB-KAT) soll der Weg zum Standardanbieter gehen, um sich auf der Suche nach internationalen
Lösungen nicht zu isolieren und Daten auch von anderen großen Verbünden transferieren zu können.
Da die Firmen aber an den Lokalsystemen mehr verdienen, muss auf die Entwicklung der Schnittstelle und
der zentralen Katalogdatenbank besonders geachtet werden.
Da das neue Verbundsystem den Kostenrahmen von 500 000 Euro überschreitet, ist nach dem neuen Vergaberecht
eine europaweite Ausschreibung vorgeschrieben, was den gesamten Ablöseprozess wiederum verlangsamt; mittlerweile
ist 2003 realistisch.
TOP 2.2. Lokale Systeme: HBFG-Anträge
Die mehrheitlich 1994 angeschaffte Bibliotheks-DV-Ausstattung der bayerischen Fachhochschulen muss mittlerweile
erneuert werden. Für alle Hochschulen sind zur Finanzierung (Landes- und Bundesanteil) 10,2 Millionen als gesichert
anzusehen; jedoch beträgt der Anteil der UB Erlangen-Nürnberg als erstem HBFG-Antragsteller allein knapp 3
Millionen DM.
Hier ist eine Kostenbeteiligung der Hochschulen unabdingbar.
Die Kommission für EDV-Planung empfiehlt den freiwilligen Zusammenschluss von Lokalsystemen kleinerer
FH-Bibliotheken oder von Universitäts- und Fachhochschulbibliothek am gleichen Ort, um Hardware- und
Personalkosten zu sparen. Auf jeden Fall muss im HBFG-Antrag begründet werden, warum eine Fachhochschulbibliothek
einen eigenen Server betreiben will.
In der anschließenden Diskussion zeigt sich, dass einige FH-Bibliotheken gerne weiter selbständig bleiben
wollen, da sie mit der fachlichen Betreuung ihrer DV-Anlagen im Hause zufrieden sind. Herr Dr. Leskien warnt,
dass dann alle Folgekosten von der jeweiligen Fachhochschule allein getragen werden müssen.
Entscheidend für die Bildung von Kooperationen ist die Einsparung von knappen DV-Personal.
Partnerschaften mit Universitätsbibliotheken werden in der Diskussion kritisch gesehen. Die Frage nach
Kooperationsverträgen wie zwischen Ingolstadt und Eichstätt stellt sich.
Die FH München bietet die Zusammenarbeit mit einer anderen Fachhochschule an.
Um alle Facetten eines solchen Zusammengehens berücksichtigen zu können, wird eine Arbeitsgruppe "Zusammenschlüsse
von Lokalsystemen bayer. Fachhochschulbibliotheken" (AG Lokalsysteme) unter Federführung von Herrn Dr.
Wasner, FH München, gegründet.
Weitere Mitglieder sind
Frau Bayer, FH Rosenheim
Frau Beyer, FH Weihenstephan
Frau Hofmockel, FH Augsburg
Frau Knab, FH Nürnberg
Frau Mäule-Müller, FH Neu-Ulm
Herr Schwegele, FH Kempten
Frau Stöcker, FH München
Herr Walter, FH Landshut.
Die Arbeitsgruppe soll 3 Varianten einer möglichen Zusammenarbeit untersuchen:
- Kooperation mit einer Universitätsbibliothek
- Kooperation zwischen Fachhochschulbibliotheken
- Outsourcing an die Verbundzentrale (wie Landesbibliothek Coburg)
TOP 3. BVB-Kommissionen und Arbeitsgruppen
Die Mitglieder berichten von der laufenden Kommissionsarbeit, die in den jeweiligen Protokollen
dokumentiert ist. Problemkreise, die ausführlicher diskutiert wurden, sind bei den jeweiligen Punkten der
Tagesordnung zu finden.
Für die Expertengruppe "Evaluierung von Datenbankangeboten" (KBL) und die Arbeitsgruppe "Verbale
Sacherschließung" (KES) werden noch Vertreter der Fachhochschulen gesucht.
TOP 4. FHB-Arbeitsgruppen
TOP 4.1. Bibliotheksentwicklungsplan
Bis Mitte August können noch Vorschläge, Kritiken und Änderungswünsche am Dokument "Empfehlungen für den
Ausbau der Bibliotheken der Fachhochschulen in Bayern, 2. Fortschreibung" berücksichtigt werden,
unter der URL http://www.fh-muenchen.de/home/ze/bib/bayern/d_bayern.html (inzwischen veraltet)
kann der Text eingesehen werden. Die Punkte "Bibliotheksmanagement, lokale Bibliothekssysteme, Forschung an Fachhochschulen" werden nochmals überarbeitet.
Ende August 2001 ist die Veröffentlichung im "Bibliotheksforum Bayern" vorgesehen.
TOP 4.2. Web-AG
Viel Beifall findet die neue Web-Site
"Fachhochschulbibliotheken in Bayern".
Die Arbeitsgruppe WEB-Präsentation bittet um die Mithilfe aller Mitarbeiter in Fachhochschulbibliotheken,
um eine aktuelle und interessante Darstellung der Arbeit in Bayern anbieten zu können. Herr Greubel empfiehlt
in Pressemitteilungen auf diese Seite aufmerksam zu machen und auch auf den Homepages der überregionalen
Fachverbände auf deren Länderseiten Links setzen zu lassen. Die Beiträge über die Fachhochschulbibliotheken
im "Bibliotheksforum Bayern" sollen in elektronisch lesbarer Form mit Abstract auf dem FHB-Web-Server zugänglich
gemacht werden, um auch die geschichtliche Entwicklung zu dokumentieren.
TOP 4.3. Indikatoren
Die von der Arbeitsgruppe erstellte Vorlage mit Muster-Erfassungstabelle löst eine angeregte Diskussion um
die Prägnanz der Indikatoren aus, u.a. um den Punkt Passive Fernleihe – Zweigstellenbestellungen. Da die
Kommission für Bibliotheksorganisation und -betrieb an einem ähnlichen Thema arbeitet, wird Herr Dr. Wasner
als Vertreter der FH-Bibliotheken in der Kommission gebeten, die bisherigen Ergebnisse der AG dort einzubringen.
TOP 5. Erwerbung, Konsortien
Die alljährlich zur Sommerkonferenz gestellte Frage nach Sonderzuteilungen seitens des Ministeriums muss
Herr Dr. Leskien für 2001/02 abschlägig beantworten. Jedoch stellt er in Öffentlichkeit und Politik eine
gesteigerte Sensibilität für die Bedürfnisse der Hochschulen fest und hofft, dass über den Hochschulausschuss
für 2003/04 im Bayerischen Landtag eine Erhöhung der Haushaltsansätze für die Erwerbungsetats der Bibliotheken
initiiert werden kann.
TOP 5.1. Zentraler Mittelansatz Konsortien
Es wurde vom Ministerium ein zentraler Mittelansatz zur Deckung von Konsortialverträgen eingerichtet, der ca.
die Hälfte aller anfallenden Kosten abdeckt, allerdings nur für die Bayerische Staatsbibliothek und die
Universitäts-Bibliotheken.
Frau Kilchert hat den Vorsitzenden der Kommission für Bestandsaufbau und Lizenzen KBL, Herrn Kempf
beauftragt, eine Beteiligung der Fachhochschulbibliotheken zu ermöglichen.
TOP 5.2. DIN-Normen online
Die Firma IHS verhandelt nochmals mit dem Beuth-Vertrieb; z.Zt. liegen noch keine Ergebnisse vor. Herr Dr.
Wasner sieht allerdings wenig Chancen, hier zu einem auch für kleinere Bibliotheken attraktiven Kostenrahmen
zu kommen, da der Beuth-Verlag eine Monopolstellung inne hat.
TOP 5.3. FIZ Technik / STN
Frau Schneider legt den interessierten Bibliotheken ein Angebot von FIZ Technik für den Zugang zur Datenbank
INSPEC vor. Bei den Patentdatenbanken haben sich nach einer Umfrage im Mai 6 Bibliotheken für eine Nutzung noch
in 2001 entschieden, 14 Bibliotheken sind an einer Nutzung 2002 interessiert. Für 2002 wird es von FIZ Technik
Frankfurt deshalb ein Komplettangebot geben, das sowohl die Nutzung der bisherigen Datenbanken als auch RSWB,
Patentdatenbanken und Inspec einschließt.
Von STN Karlsruhe soll versucht werden, ein Angebot mit vergleichbaren Datenbanken zu erhalten.
Rechtzeitig zur Konferenz kann Frau Schneider eine besondere kostenlose Dienstleistung von FIZ Technik
präsentieren: aus der Recherche kann über die ISBN/ISSN in den Verbundkatalog verzweigt werden, um die
Standorte in Bayern nachzuweisen und evtl. eine Fernleih-Bestellung auszulösen.
TOP 5.4. Konsortialverhandlungen mit Wiley
Um die Bayerische Staatsbibliothek bei ihren derzeitigen Verhandlungen mit Wiley VCH
zu unterstützen, bittet Frau Kilchert, die Liste der Wiley-Zeitschriften (über die Mailingliste) durchzusehen und
Print-Ausgaben bzw. Wünsche der FH-Bibliotheken über sie an Frau Dr. Schäffler weiterzugeben.
TOP 6. Erschließung
TOP 6.1. RVK: Technik, Informatik
Die dringend benötigte Überarbeitung der Fachsystematik Technik der Regensburger Verbund-Klassifikation
soll lt. Herrn Dr. Lorenz bis Ende August vorliegen. Frau Knab wird über die Mailing-Liste FH-Bibliotheken
die Dresdener Arbeits-Ausgabe der Systematik Technik zugänglich machen, damit in den Bibliotheken so bald
wie möglich nach der neuen Fassung systematisiert werden kann.
Herr Greubel berichtet über die Ergebnisse der RVK-Informatik-Sitzung in Rostock; die auch über die
RVK-Anwender-Liste veröffentlicht werden sollen. Kontrovers diskutiert wird vor allem der Bereich
Wirtschaftsinformatik. Die Fachhochschulbibliotheken wollen die Allgemeine Wirtschaftsinformatik der
Informatik (ST), spezielle Anwendungen der Wirtschaft (Q) zugeordnet wissen.
Von der UB Rostock wird eine fachliche Diskussionsliste RVK-Informatik eingerichtet werden. Interessenten,
die sich als Listenteilnehmer eintragen lassen wollen, senden eine E-Mail an Frau Bähker (renate.baehker@ub.uni-rostock.de).
TOP 6.2. DDB- und EBB-Schlagwortketten
Im Bibliotheks-Verbund Bayern werden mittlerweile mehrheitlich die von der Deutschen Bibliothek angelieferten
Schlagwortdaten aus Rationalisierungsgründen übernommen.
Über die Behandlung der "alten" Beschlagwortung ist noch nicht entschieden; zusammen mit diesem Thema
soll auch die EBB-Gesamtbeschlagwortung verhandelt werden.
TOP 7. Benutzung
TOP 7.1. Online-Fernleihe
Die von den Benutzern gut angenommene Online-Fernleihe führt auch im Fachhochschulbereich zu Problemen.
Einzelne Bibliotheken, z.B. die FHB München, sind durch die aktive Fernleihe unverhältnismäßig belastet.
Mehrere Steuerungsmöglichkeiten werden diskutiert u.a. über Gebühreneinzug oder Regelwerksänderungen (Nachdrucke).
Der Gebühreneinzug muß für verschiedene Bibliothekstypen und länderübergreifend geregelt werden; eine
Arbeitsgruppe der KMK befasst sich bereits mit den Gebühren bei der Dokumentlieferung. Hiermit muss sich die
Kommission für Benutzung weiterhin befassen.
Für die FH-Bibliotheken, die die Ausleihverbuchung SIAS im Gebrauch haben, lässt sich über die Systemverwaltung
in der Benutzergruppentabelle für Fernleihbestellungen die Entleihbarkeit und Leihfrist bei den Medientypen steuern.
In Deggendorf und Landshut möchten die Stadtbüchereien die Fernleihe gerne den jeweiligen
Fachhochschulbibliotheken überlassen. Herr Dr. Haenel will sich mit diesem Problemkreis befassen.
TOP 7.2. Bücherauto
Um die Belieferung durch das Bücherauto wieder besser zu organisieren, wird als Alternative von der Kommission
für Benutzung der Container-Direktversand geprüft. In einem Rahmenvertrag zwischen dem Freistaat Bayern und der
Deutschen Post müssen für Business-Pakete oder Container mit 31,5 kg Gewicht nur DM 5.- bezahlt werden; allerdings
sind 500 Sendungen im Jahr Voraussetzung. Das Bücherauto soll aber bleiben; Störungen bitte an Herrn Dr. Haenel melden.
TOP 7.3. Novellierung der ABOB
Neuere Gerichtsurteile zur verschuldensunabhängigen Haftung bei Ausweisverlust machen eine Überarbeitung
der ABOB notwendig. Die DBI-Rechtskommission hatte beim Bibliothekartag in Bielefeld zwei Urteile zu solchen
Fällen dargestellt. Wenn die Verwendung eines Benutzerausweises nicht z.B. durch ein Passfoto- oder PIN abgesichert
ist, kann von den Benutzern im Sinn des Verbraucherschutzes keine verschuldensunabhängige Haftung bei Verlust
verlangt werden. Die derzeitigen Regelungen in den Benutzungsordnungen sind nicht grundsätzlich durchsetzbar.
Die Urteile sind abgedruckt in: Recht, Bibliothek, Dokumentation 31(2001) Nr. 1 S. 1 – 21.
Zur Haftung bei Ausweisverlust s.a.: BuB : Forum für Bibliothek und Information, 52(2000) 10/11 S. 619-620.
TOP 7.4. Multifunktionale Chipkarten
Die FHB Landshut muss sich im Rahmen ihres Projektes zur 24-Stunden-Öffnung mit dem Einsatz von Chipkarten
befassen. Verschiedene Möglichkeiten werden andiskutiert; eine Ideallösung gibt es nicht, da auf lokaler
Ebene viele Partner (Studentenwerke!) mit unterschiedlichen Anforderungen vereint werden müssen.
Die Firmen Sisis und Allcash bieten die Möglichkeit, Mahngebühren über die EC-Karte zu kassieren. Technisch
ist dies zwar leicht auszuführen; beim Pilotprojekt in der Teilbibliothek Pasing der FH München ließ die
Benutzerresonanz aber zu wünschen übrig.
TOP 7.5. Rechtliche Aspekte der Nutzung von Video und DVD
Befürchtungen aus dem Teilnehmerkreis, die Ausleihe von Videofilmen an Professoren könne geltendes Recht verletzen,
werden durch § 9 Abs. 1, Satz 2 der ABOB vom 18. August 1993 entkräftet: "Für die Einhaltung der Urheber-,
Persönlichkeits- und sonstigen Rechte sind die Benützer allein verantwortlich."
Die EU-Richtlinie zum Urheberrecht muss in das jeweilige Landesrecht umgesetzt werden. Interessenten
können den Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der vertraglichen Stellung von Urhebern und ausübenden
Künstlern als pdf-Datei urhebver.pdf unter der Internetadresse
http://www.bmj.bund.de/inhalt.htm einsehen.
Für vergriffene Bücher, die verloren wurden, wird aus dem Kollegenkreis die Firma LSL (
http://www.lsl.de) empfohlen, die die Rechnung für kopierte und gebundene Ersatzexemplare gleich an
den betreffenden Benutzer weitergibt (250 S. ca. 50 DM)
TOP 7.6. Euro-Einführung
Die Firma SISIS hat für die EURO-Einführung ein SIAS-Skript erarbeitet, welches ab einem Stichtag automatisch
die DM-Beträge umrechnet. Für die Übergangszeit vom 1. 1. – 28. 2. 2002, in der noch beide Währungen gültig sind,
muss sich jede Bibliothek um eine eigene Lösung bemühen, da an jeder Fachhochschule anders abgerechnet wird.
Die durch die Währungsumstellung geplante Erhöhung der Fernleihgebühren für Aufsatzkopien auf 2 Euro
soll im nächsten Kostenverzeichnis wieder rückgängig gemacht werden.
TOP 8. Länderübergreifende Kooperation
TOP 8.1. Bayern-NRW: FINT und MeBib
FINT (Fachinformation im Internet) sammelt speziell Internetressourcen für die Bedürfnisse von Fachhochschulen.
Die Lenkungsgruppe für die Kooperation im Bibliotheksbereich zwischen Nordrhein-Westfalen und Bayern hat die
weitere Pflege empfohlen.
Me-Bib ist ein MEILE-Projekt, das u.a. inhaltlich ähnliche Bereiche wie FINT abdeckt, was an der FH Augsburg
zu leichten Irritationen geführt hat. An der Fachhochschule Regensburg laufen Verhandlungen, um beide
Projekte zu vereinen.
TOP 8.2. Bayern – Baden-Württemberg: Virtueller Medienserver, Einspeicherung von
elektronischen Dokumenten in BVB
Im bayerischen Verbundkatalog sollen nur für Bayern relevante elektronische Publikationen nachgewiesen werden,
wobei an bayerischen Hochschulen erstellte Dissertationen den Löwenanteil ausmachen.
Die meisten Fachhochschulbibliotheken wollen keine automatische Übernahme in den lokalen OPAC; für
Interessenten stellt sich die Frage nach Selektionskriterien, um relevante Titel für den eigenen OPAC
herausfiltern zu können.
TOP 8.3. Mitgliedschaft im DBV
Die Mitgliedschaft im Deutschen Bibliotheksverband ist ausdrücklich erwünscht.
Mitgliedsbeiträge müssen aber vom Finanzministerium genehmigt werden (s. KMS vom 18.3.76 Nr. IV/8-3a/24019).
Herr Dr. Leskien will diesen Hinderungsgrund aus dem Weg räumen und empfiehlt ansonsten ein Abonnement
des Jahrbuches der deutschen Bibliotheken.
TOP 9. Sonstiges
TOP 9.1. Empfehlungen zur Ausbildung von Diplombibliothekaren
Die Empfehlungen, erarbeitet von der Expertengruppe Gehobener Dienst der Kommission für Aus- und Fortbildung,
werden von der Runde begrüßt, da gerade im FHB-Bereich hohe Anforderungen an die Absolventen gestellt werden.
Allerdings würde bei der Umsetzung der Empfehlungen der Rahmen der derzeit verwaltungsinternen Ausbildung
gesprengt, z.B. durch die Einführung von Bachelor-Studiengängen.
Um die Ausbildung als externe zu realisieren, wird vorgeschlagen, die länderübergreifende Kooperation
im Bibliothekswesen zu vertiefen: Bayern bildet für die Laufbahn des höheren Bibliotheksdienstes aus; die FH
Stuttgart betreut den gehobenen Dienst. Auch käme eine "freie" Ausbildung an einer bayerischen Fachhochschule
in Frage; die FH München sollte, angeregt von Herrn Dr. Wasner, einen Vorstoß wagen.
(Zwischenzeitlich erklärte die Präsidentin der FH München, dass keine Ausweitung des
Fächerspektrums geplant ist.)
TOP 9.2. Personalfragen
TOP wird auf die Herbstsitzung vertagt.
TOP 9.3. Bibliotheksforum Bayern
Ein Meinungsbild über die Einstellung oder ein Fortbestehen der Zeitschrift (neben der "Zeitschrift für
Bibliothekswesen und Bibliographie" vermindert lebensfähig) ergibt, dass durchaus Nachfrage nach den
Rubriken "Mitteilungen, Statistiken, Nachrichten aus bayerischen Bibliotheken" besteht. Dies könnte aber
auch durch eine Online-Zeitschrift, ähnlich dem "HEBIS-Cocktail" abgedeckt werden. Für ein Fortbestehen des
BFB müsste nach mehrheitlicher Auffassung das Erscheinungsbild der Zeitschrift stark verändert werden; auch
dürften die redaktionellen Eingriffe in Beiträge nicht einen Grad erreichen, der von weiteren Aufsätzen abschreckt.
TOP 9.4. Bibliothekartag 2002 in Augsburg
Die Arbeitsgemeinschaft der Fachhochschulbibliotheken soll sich dort präsentieren; geplant ist eine
Ausstellung über relevante Neubauten. Hier bildet sich eine Arbeitsgruppe unter Teilnahme von Ansbach,
Augsburg, Deggendorf, Ingolstadt, Landshut zur Vorbereitung mit dem Tagungsort Deggendorf.
TOP 9.5. Nächste Sitzung
Die nächste Sitzung findet am 12. 11. 2001 an der FH Nürnberg statt.
Anregungen, Fragen, Wünsche an:
crv@fh-bibliotheken-bayern.de
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