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23. Beratungskonferenz
am 13./14. Juli 2000
an der Fachhochschule Deggendorf
Protokoll
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| TeilnehmerInnen |
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| Frau Berghammer |
FHB Amberg-Weiden, Abt. Amberg |
| Frau Beyer |
FHB Weihenstephan |
| Frau Bittmann |
FHB Weihenstephan, Abt. Triesdorf |
| Frau Brumm |
FHB Deggendorf |
| Frau Drechsler |
FHB Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg |
| Herr Greubel |
FHB Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg |
| Herr Höld |
FHB Kempten |
| Frau Hofmockel (Protokoll) |
FHB Amberg-Weiden, Abt. Amberg |
| Frau Kein |
FHB Amberg-Weiden, Abt. Weiden |
| Frau Kilchert |
FHB Nürnberg |
| Frau Knab |
FHB Nürnberg |
| Frau Kreutzer |
FHB Coburg |
| Frau Kufleitner |
FHB Rosenheim |
| Herr Kuttler |
FHB Regensburg |
| Herr Liebe |
Ev. FHB Nürnberg |
| Frau Mäule-Müller |
FHB Neu-Ulm |
| Frau Matthey |
FHB Rosenheim |
| Frau Reithofer |
FHB Deggendorf |
| Herr Renner |
FHB Ansbach |
| Frau Sachs |
FHB Hof |
| Frau Schneider |
FHB Ingolstadt |
| Frau Siegmüller |
FHB Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg |
| Frau Stöcker |
FHB München |
| Herr Walter |
FHB Landshut |
| Herr Dr. Wasner |
FHB München |
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| Vorsitz |
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| Herr Kempf
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Bayerische Staatsbibliothek
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| Herr Dr. Hänel |
Bayerische Staatsbibliothek |
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| Gäste |
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| Herr Dr. Hilz |
Bibliothek des Deutschen Museums
München
(nur 13.7.) |
| Herr Scheuerl |
Bayerische Staatsbibliothek
Verbundzentrale
EDV-Abteilung
(nur 14.7.) |
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| Dauer: |
13.7. 13.oo Uhr - 14.7. 14.45 Uhr |
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Tagesordnung:
TOP 1: Formalia
TOP 2: Gremienarbeit
TOP 3: Sprecher/in der FH-Bibliotheksleiter/innen
TOP 4: Bibliotheksentwicklungsplan
TOP 5: Personal
TOP 6: EDV
TOP 7: FINT
TOP 8: Erwerbung, Konsortien
TOP 9: Benutzung
TOP 10: Sonstiges
Herr Kempf begrüßt die Leiterinnen und Leiter der FH-Bibliotheken zur
Beratungskonferenz und entschuldigt Generaldirektor Herrn Dr. Leskien, der aus zwingenden Gründen
leider nicht teilnehmen kann. Gleichzeitig stellt Herr Kempf sich in seiner neuen Funktion als Leiter
der Erwerbungsabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek vor und bittet Herrn Dr. Haenel, der seine
Nachfolge am 1. April 2000 angetreten hat, sich der Runde kurz bekannt zu machen.
TOP 1. Formalia
Die vorliegende Tagesordnung wird mit folgender Ergänzung genehmigt: als neuer TOP 5 werden
Personalangelegenheiten eingeschoben. Die weiteren Tagesordnungspunkte verschieben sich deshalb
um jeweils einen Punkt. TOP 6: EDV wird am 14.7. im Beisein von Herrn Scheuerl behandelt.
TOP 2. Gremienarbeit
Neugliederung der Gremienarbeit
Herr Kempf erläutert in Vertretung von Herrn Dr. Leskien die derzeitige Gremienstruktur (Kommissionen,
Arbeitsgruppen, Verbundkonferenz), die seit 1995 vorliegt.
Seit April 2000 stellt sich die Frage nach der Zukunft der Kommissionsarbeit. Die Kommissionen
wurden aufgefordert, ein "Regierungsprogramm" für die nächsten 3 Jahre zu erstellen und bis zum 3.7.2000
schriftlich vorzulegen. Danach wird entschieden, wie die Kommissionen künftig zusammengesetzt sein werden,
damit sowohl alle Bibliothekstypen als auch persönliche Fähigkeiten Einzelner Berücksichtigung finden.
Die Neubildung der Kommissionen soll bis zum Jahresende erfolgen und eine übergangslose Übernahme der
bisherigen Kommissionen ermöglichen.
Der Antrag auf Einrichtung eines Koordinierungsgremiums für den Bayerischen Bibliotheksverbund zur
Ablösung und Erweiterung der KEP wurde vom Staatsministerium leider noch nicht beantwortet, so dass
Handlungsbedarf nach einem Vorstoß auf Basis der derzeitigen Strukturen mit Weiterentwicklung neuer
Themen, neuer Gremien und neuer engagierter Kollegen besteht.
Sobald der Ausschreibemodus feststeht, sollten aus dem Kreise der FH-Bibliotheken geeignete
Kolleginnen und Kollegen benannt werden, die für die Kommissionsarbeit zur Verfügung stehen
und dann für die FH-Bibliotheken wieder als Ansprechpartner dienen.
Kurzberichte aus den einzelnen Kommissionen
Kommission für EDV-Planung
Herr Greubel berichtet, dass er seit März zur Verbesserung des Informationsflusses zwischen den
Fachhochschulbibliotheken die Tagesordnungen und Kurzberichte der Sitzungen der KEP und AG-EP über die
FH-Liste verteilt, da die offiziellen Protokolle oft erst später im Internet zugänglich sind. Er teilt
eine Tischvorlage mit den wichtigsten Themen, die die KEP im vergangenen Jahr beschäftigten, aus und
erläutert kurz die Punkte. Ein Vertreter der FH-Rechenzentrumsleiter ist leider in der KEP noch nicht
vertreten, da sich auch auf zweimalige Aufforderung niemand aus diesem Kreis gemeldet hat. Herr Kempf
wird mit Dr. Leskien über die Kanzlerrunde einen weiteren Versuch starten, eine Verständigung über einen
FH-Rechenzentrumsvertreter zu erzielen.
Kommission für Formalerschließung
Frau Stöcker berichtet, dass der Kommissionsvorsitz seit der Pensionierung von Dr. Wiese im April in den
Händen von Frau Dr. Fabian (BSB) liegt. Das Hauptthema war die Umstellung im BVB auf MAB-II, die durch
die Lieferung der ZDB und DB-Daten im MAB-II-Format nötig wurde. Daneben steht die Einführung der PND
im kommenden Winter an.
Von der KFE wird auch eine neue Lösung als Ersatz für die Mikrofiche-Kataloge für kleinere
Verbund-Bibliotheken getestet werden: die Daten sollen auf CD-ROM gepresst werden.
Eine längere Diskussion wird mit der Frage nach dem technisch-organisatorischen Umgang mit den
elektronischen Medien (Academic Press-Zeitschriften, EZB) ausgelöst. Es wird festgestellt, dass auf
diesem Gebiet Fortbildungsbedarf besteht. Frau Stöcker bietet an, dass Herr Hönig, der in der FHB München
mit den elektronischen Zeitschriften befasst ist, eine Fortbildung zur Behandlung elektronischer Medien
in üblichen Nachweisinstrumenten für interessierte FH-Bibliotheken in der FHB München veranstalten könnte.
Interessenten mögen sich bei Frau Stöcker melden, ein Termin wird dann mitgeteilt.
Außerdem wird angeregt, dass ein Leitfaden zu dieser Thematik gerade für kleinere Bibliotheken sehr
hilfreich und wünschenswert sei und Frau Stöcker wird gebeten, diesen Wunsch an die KFE weiterzuleiten.
Frau Stöcker teilt mit, dass die Katalogisierung von Internet-Dokumenten in einer Arbeitsgruppe behandelt
wird, deren Vorsitzender Herr Wilhelm (UB Augsburg) ist.
Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang wird von Frau Schneider angesprochen. Da bei
elektronischen Zeitschriften im OPAC nur 1 Lokalsatz erzeugt wird und bei gemeinsamen OPACs, wie z.B.
UB Eichstätt und FHB Ingolstadt oft nur eine Bibliothek die Lizenz für eine Zeitschrift erworben hat,
sollte bei künftigen Lizenzverhandlungen das ganze Bibliothekssystem einbezogen werden.
Kommission für Sacherschließung
Frau Knab weist darauf hin, dass sowohl alle Protokolle der Sitzungen der KSE als auch ein offizieller
Bericht über die Arbeit der KSE im Berichtszeitraum 1.3.1999 – 29.2.2000 über die WWW-Seiten der Bayerischen
Staatsbibliothek einzusehen sind.
- Schlagwortarbeit:
Frau Knab gibt die Kritik aus der KSE weiter, dass vor allem gerade kleinere Bibliotheken Schlagwörter
vergeben, die in der SWD nicht enthalten sind und weist auf das einfache Schlagwortmeldeverfahren über das
WWW-Formular der UB Augsburg hin. Für Informationen zur Schlagwortarbeit hat die UB Augsburg einen
e-Mail-Verteiler. Falls eine FH-Bibliothek diese noch nicht bekommt, soll sie sich bei Frau Knab melden.
- Klassifikation:
Aktuelle Informationen erhält man am besten über die RVK-Mailing-Liste und Protokolle der
Klassifikationsbesprechungen im Internet sowie den halbjährlichen RVK-Rundbrief.
Ein Thema der KSE waren auch die Pläne der Deutschen Bibliothek nach DDC zu klassifizieren,
wobei für den Verbund Vorteile daraus gezogen werden können, dass Konkordanzen zu anderen Klassifikationen
wie RVK erstellt werden sollen.
In diesem Zusammenhang weist Frau Knab darauf hin, dass bei der Sacherschließung darauf geachtet
werden soll, dass das Notationsfeld mindestens mit der in der Signatur gebrauchten Notation gefüllt wird.
Zur Weiterführung der Kommissionsarbeit erläutert Frau Knab, dass von KSE-Seite aus für ein Fortbestehen
der KFE und KSE plädiert wird und gemeinsame Themen verstärkt in gemeinsamen Arbeitsgruppen aus KSE und KFE,
bzw. KSE und Kommission für Benutzung bearbeitet werden.
Kommission für Benutzung
Frau Schneider berichtet kurz aus der Kommission für Benutzung. Dr. Winter hat als neuer Vorsitzender Dr.
Junginger abgelöst. Ein wichtiges Thema war das Fernleih-Modul, das durch eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe sehr
effektiv vorangebracht und eingeführt wurde. Eine weitere Arbeitsgruppe gibt es für Elektronische Publikationen.
Frau Schneider fordert die Anwesenden zur Bewerbung für die Mitarbeit in der Kommission für Benutzung auf,
da ihre Amtszeit endet.
Kommission für Erwerbung
Herr Kempf gibt eine Zusammenfassung der Kommissionsarbeit, da er bisher die FH-Bibliotheken in dieser
Kommission vertreten hat. Neben dem SIERA-Einsatz waren vor allem Konsortien in unterschiedlichen Formen
und Inhalten (Datenbanken und elektronische Zeitschriften) Schwerpunkte der Kommissionsarbeit. So gibt
es sowohl regionale (bayerische) als auch überregionale Konsortien mit anderen Regionen bzw. mit einzelnen
Bibliotheken aus anderen Regionen.
Ein weiteres Thema ist die Gründung einer Monographien-Einkaufsgemeinschaft, an der neben der
BSB die UB Regensburg, UB Augsburg, UB Freiburg, SLUB Dresden und noch weitere Universitätsbibliotheken
teilnehmen. Aufgrund des gemeinsamen Umsatzvolumens erhalten die Teilnehmer einen Rabatt von 17 % auf
Monographien aus dem anglo-amerikanischen Raum. Eine Unterbeteiligung der FH-Bibliotheken ist durchaus
denkbar. Interessierte FH-Bibliotheken sollten sich an Herrn Kempf wenden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang,
dass auch bei diesem Verfahren eine schnelle Lieferung der Bücher erfolgt.
Kommission für Aus- und Fortbildung
Herr Kempf erläutert, wie es zur Gründung dieser Kommission, der Herr Ackermann (FHB Nürnberg) als
Vertreter der Fachhochschulbibliotheken angehört, gekommen ist.
Zwar wurde der Reformbedarf für die bayerische Bibliothekarsausbildung vom Ministerium erkannt, aber
eine institutionelle Veränderung der Ausbildungsstrukturen abgelehnt, so dass es in Bayern bei der
verwaltungsinternen Ausbildung bleiben wird. Um die dringend nötigen inhaltlichen Reformbestrebungen
voranzubringen, wurde die Kommission für Aus- und Fortbildung eingerichtet, die unter Vorsitz von Dr.
Südekum (UB Würzburg) ein Reformkonzept für Inhalte und Methodik der Ausbildung vorlegen soll.
Getrennt für den höheren und den gehobenen Bibliotheksdienst wurden 2 Expertengruppen eingerichtet,
in denen jeweils auch ein Vertreter der anderen Laufbahn Mitglied ist. In mehreren Sitzungen wurden
Vorschläge und Modelle erarbeitet, wobei auch die derzeitigen Ausbilder in die Kommunikation einbezogen
wurden. Wünsche aus den Bibliotheken können jederzeit an die Expertengruppen gemeldet werden.
TOP 3. Sprecher/in der FH-Bibliotheksleiter/innen
Zum Aufgabenfeld des Sprechers der FH-Bibliotheksleiter/-innen bringt Herr Greubel 4 Punkte vor:
- Berichterstattung über Konferenz der UB-Direktoren
- Vertretung gegenüber BSB und Verbundzentrale
- Ansprechpartner für FH-Kanzlerrunden und FH-Präsidentenkonferenzen
- Vertretung in der Runde der Kommissionsvorsitzenden
Ergänzt wird das Aufgabenspektrum in der Diskussion noch durch das Gebiet "Öffentlichkeitsarbeit".
Die Amtszeit wird einstimmig auf 2 Jahre festgesetzt, wobei Wiederwahl möglich sein sollte.
Gewählt wird in geheimer Abstimmung, wobei jede Fachhochschulbibliothek eine Stimme hat.
Nachdem die FH Aschaffenburg am 1.10. 2000 selbstständig wird, bekommt sie auch eine Stimme. Die
Wahl wird auf den 2. Konferenztag verschoben um Zeit für die Meinungsbildung zu haben.
5 Kandidaten/innen werden aus der Runde vorgeschlagen: Herr Greubel, Herr Höld, Frau Kilchert,
Frau Schneider, Herr Dr. Wasner. Auf Befragung zum Einverständnis stimmt als Einziger Herr Greubel
der Aufstellung zu. Da somit nur noch ein Kandidat zur Wahl steht, wird diese nicht mehr schriftlich,
sondern nur mit Handzeichen durchgeführt. Herr Greubel wird einstimmig gewählt, es gibt keine
Gegenstimmen und keine Enthaltungen.
Auf Vorschlag von Frau Kilchert wird Frau Schneider als Vertreterin vorgeschlagen und einstimmig gewählt.
TOP 4. Bibliotheksentwicklungsplan
Die Arbeitsgemeinschaft "Bibliotheksentwicklungsplan", die auf der letztjährigen Konferenz gebildet wurde,
hat sich mit der Fortschreibung des Entwicklungsberichtes von 1993 befasst und die verschiedenen Komponenten
auf die Kolleginnen und Kollegen aufgeteilt.
Die Arbeitsgemeinschaft hat noch einmal im Juni getagt und einzelne Textbausteine bereits ins Internet
gestellt (URL: http://www.fh-muenchen.de/home/ze/bib/intern/d_fortschreibung.html).
Die Abschnitte zu Personal und Bau fehlen noch. Eine Kopie wird allen Teilnehmern als Tischvorlage
von Frau Stöcker ausgeteilt.
Jedes der AG-Mitglieder wird über seinen Bereich referieren und die wesentlichen Eckpunkte darlegen.
Entwurfsgliederung III. 1. Personalausstattung
Frau Schneider erläutert, dass bei den Personalberechnungen der Empfehlungen von 1993 wichtige Bereiche
wie EDV, Fernleihe und Bibliotheksmanagement fehlen. Das Modell von Nordrhein-Westfalen, das für den
Bibliotheksentwicklungsplan für die Personalberechnung hergenommen wird, ist sehr detailliert und spiegelt
die tägliche Praxis gut wieder. Da noch nicht alle FH-Bibliotheken ihre Personalberechnungen nach NRW-Modell
abgegeben haben, liegt noch kein Ergebnis vor.
Es steht auch noch nicht fest, ob man in den Bibliotheksentwicklungsplan die genauen Zahlen der
einzelnen FH-Bibliotheken einsetzt oder nur pauschal nach Bibliotheksgruppen (kleine, mittlere, große).
Als Termin für die Abgabe wird Mitte September festgesetzt. Herr Greubel will noch fehlende Punkte in
Bezug auf die Zweigstellen auflisten.
Entwurfsgliederung III. 2. Mittelausstattung
Frau Kilchert stellt die 3-Punkte Gliederung des Etats nach Medienetat, Sachetat und Einnahmen/Sponsoring vor,
wobei derzeit nur der Medienetat ausgearbeitet ist.
Frau Kilchert stellt 2 verschiedene Modelle der Etatbedarfsberechnung vor, die von den bayerischen
Universitätsbibliotheken und den Bibliotheken in den Neuen Bundesländern angewandt werden. Sie erläutert
die Gründe, die gegen eine Übernahme dieser Modelle für die bayerischen FH-Bibliotheken spricht und schlägt
vor, das alte Berechnungsmodell von 1993 allerdings in einer weiterentwickelten Fassung mit Anpassungen
der Berechnungsparameter an neuere Entwicklungen und Erfahrungen zu nehmen. Dieses Modell hat sich bereits
als Verteilungsmodell bewährt und eignet sich auch als Bedarfsberechnungsmodell.
Abweichungen zum alten Modell sind folgende 4 Fächergruppen:
- 1. Sozial- und Geisteswissenschaften
- 2. Wirtschaftswissenschaften
- 3. Technik/Naturwissenschaften
- 4. Architektur und Design.
Im alten Modell gab es nur Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und Technik. Durch die 4 Gruppen
kann eine stärkere Differenzierung über die Buchpreise erreicht werden.
Bestimmte Parameter wie der jährliche Literaturbedarf für 1000 Studenten wurden übernommen, allerdings
wurden die tatsächlichen Studentenzahlen statt der Ausbauzielzahlen eingesetzt.
Da das Verhältnis von Büchern zu Zeitschriften, das dem Modell von 1993 zugrunde liegt, nicht mehr
nachzuvollziehen ist, wurde jetzt ein Verhältnis 10 : 1 aufgrund realistischer Schätzungen angenommen.
Aus den Empfehlungen für die Neuen Bundesländer wurden die Zahlen für den Bedarf für die allgemeine
fächerübergreifende Literatur, der mindestens 2000 Titel (jährliche Aktualisierung = 200 Titel) umfassen
sollte, übernommen.
Der zusätzliche Bedarf für elektronische Fachinformationen wurde analog dem Etatmodell der
bayerischen Universitätsbibliotheken berechnet und beträgt 4 % vom Etat bei den Geisteswissenschaften
und 8 % vom Etat bei den Naturwissenschaften.
Ein weiterer Zuschlag wird für die Buchbindekosten erhoben. Daneben stellt Frau Kilchert zur Diskussion,
ob man weitere Zuschläge für Masterstudiengänge und für die Internationalisierung der Fachhochschulen, die
einen höheren Bedarf an ausländischer Literatur erfordern, erheben soll.
Laut Herrn Kempf sollte dafür kein extra Zuschlag berechnet werden, da dieser Faktor bereits durch
die höheren Buchpreise einkalkuliert ist.
Frau Kilchert hat das neue Modell bereits durchgerechnet und bittet die Teilnehmer der Konferenz, sich
mit Anregungen und Fragen an sie zu wenden.
Herr Kempf betont, dass das Etatmodell analytisch, stringent in der Gesamtargumentation und
entwicklungsfähig sein soll, damit es zur Ermittlung klarer Orientierungswerte dient.
Entwurfsgliederung III. 3. Datenverarbeitung
Dieses Kapitel wird von Herrn Greubel bearbeitet. Er spricht unter anderem noch einmal den Aspekt
eines gemeinsamen Multi-Media-Servers – analog dem CD-ROM-Server an und betont die Wichtigkeit der
Ausstattung der Bibliotheken mit genügend PCs. In den Bibliotheken der neuen Bundesländer gibt es z.B.
eine erheblich höhere Ausstattung als in den bayerischen FH-Bibliotheken. Eine Mustertabelle der
Reinvestitionskosten wird den Empfehlungen noch beigefügt werden. Herr Kempf betont, dass das
Grundsatzpapier über ein landesweit einheitliches Lokalkonzept auch explizit in den Empfehlungen
zitiert und im Anhang der Empfehlungen beigefügt werden soll.
Entwurfsgliederung IV. Bibliotheksverwaltung
Frau Stöcker betont, dass das alte Papier zu diesem Bereich lediglich 1,5 Seiten umfasste.
Generell kann gesagt werden, dass die klassischen Organisationsmodelle für Fachhochschulbibliotheken
nie in dem Maße wie in den Universitätsbibliotheken gegolten haben, da aufgrund des Personalmangels schon
immer integrierte Medienbearbeitung und aufgrund räumlicher Vorgaben multifunktionale Arbeitsplätze die
Regel in den Fachhochschulbibliotheken waren und sind. Auch gibt es traditionell nur flache Strukturen
in den Fachhochschulbibliotheken. Das Hauptproblem dieses Abschnitts der Empfehlungen wird sich als
redaktionelle Angelegenheit erweisen, Vorschläge, Anregungen und gezielte Beiträge können in der
derzeitigen Phase der Stoffsammlung gerne an Frau Stöcker gegeben werden.
Entwurfsgliederung V. Dienstleistungsangebot 1. Erwerbung
Dieses Kapitel wird von Herrn Dr. Wasner bearbeitet und ist in die Unterpunkte Literaturbedarf,
Dokumentlieferung und Kooperation bei der Erwerbung untergliedert.
Entwurfsgliederung V. 3.1. – 3.4. Erschließung und Informationsbereitstellung
Herr Höld stellt diese Kapitel vor und betont 2 wichtige Aspekte, die Öffnungszeiten und die Handapparate.
Alle Teilnehmer sollen den derzeitigen Entwurf genau studieren und Beiträge und Anmerkungen an die
Ansprechpartner weiterleiten, so dass noch vor der Dezembersitzung der FH-Bibliotheken allen Teilnehmern
eine überarbeitete und um noch fehlende Kapitel ergänzte Fassung vorgelegt werden kann.
TOP 5. Personal
Frau Schneider stellt die Frage, ob in anderen Fachhochschulen bereits ein Rücktausch von höherwertigen
Stellen von Universitätsbibliotheken oder FH-Bibliotheken erfolgt sei. Dies ist laut Herrn Kempf derzeit
wahrscheinlich nicht realisierbar, da alle Stellen längerfristig besetzt sind. Allerdings müssten
gleichwertige Stellen, die frei werden, dafür angeboten werden. Chancen auf Stellenanhebungen für
den mittleren Dienst gibt es im nächsten Doppelhaushalt, wenn die Hochschule dies permanent beantragt.
Die Personalangelegenheiten müssen verstärkt innerhalb der Hochschulen gelöst werden. Herr Kempf wird
sich aber parallel dazu noch einmal um eine Thematisierung beim Staatsministerium einsetzen. Es
müssen Lösungen für ausgebrachte Funktionsstellen durch Stellenhebungen erreicht werden.
Herr Kuttler fragt nach Aufstiegsmöglichkeiten des mD in den gD. Ansprechpartner in der BSB ist
hierfür Herr Annetzberger.
Eine weitere Anfrage gilt der anstehenden Beurteilung für den gehobenen Dienst. Die Bemerkung
"geeignet für den Aufstieg" kann bei der Beurteilung vom Kanzler eingefügt werden.
TOP 6. EDV
Herr Scheuerl gibt eine kurze Darstellung des derzeitigen SISIS-Entwicklungsstandes im Bayerischen Verbund.
Der Umstieg auf die Sunrise = A60-Version ist zwar mehr als ein normaler Versionswechsel, da Alpha-OPAC
durch JAVA- und WEB-OPAC und Alpha-SIAS durch den Ausleih-Client ersetzt werden, technisch ist er aber
nicht schwieriger als ein normaler Versionswechsel. Der Vorteil der Client-Server-Architektur liegt vor
allem in der Verteilung der Last auf das Endgerät, das deshalb auch entsprechend ausgestaltet sein muss
(keine Terminals und keine PCs mit Windows 3.11).
Sunrise läuft auf verschiedenen Plattformen wie SUN mit Sybase oder RM mit Informix, ein Plattformwechsel
ist aber nicht zwingend erforderlich, sondern von den Kapazitäten des Rechners abhängig. So läuft Sunrise
bei der UB Augsburg und UB München auf Sun-Rechnern, während in der BSB die alte Plattform im Einsatz ist.
Die neue Plattform wird allerdings von der Verbundzentrale präferiert, da sie problemlos läuft, was
Performance und Betrieb angeht.
Die erste Bibliothek im Verbund, die von A50 auf A60 umsteigt, wird im August die UB Regensburg sein,
die dann auch den Datenbestand der FHB Regensburg enthalten und mit einem Sun-Rechner und Sybase arbeiten wird.
SIKIS und SIERA gibt es auch in einer A60-Alpha-Version. Der Kat-Client, der SIKIS ersetzen wird,
befindet sich derzeit in der Pilotierungsphase an der BSB und der Stadtbibliothek Bremen. Der Erwerbungsclient,
der SIERA ablösen wird, soll bis Ende 2000 in einer 1. Version vorliegen.
In Beantwortung einer Frage teilt Herr Scheuerl mit, dass SIERA sowohl in der A50- als auch der
A60-Alpha-Version bei einem Umstieg auf Sunrise eingesetzt werden kann. (Beispiel UBR: SIERA A60, BSB: SIERA A50).
Aus der Runde wird die Frage gestellt, ob der Umstieg mit den RM-Rechnern auf A60 noch Sinn macht. Herr
Scheuerl betont, dass durch die Client-Server-Architektur der Server eigentlich entlastet wird und wenn der
Rechner funktioniert eigentlich nichts gegen einen Umstieg spricht, zumal A50 nicht mehr weiterentwickelt
wird und auch die Realisierung der Change Requests nur noch in A60 stattfindet. Herr Kempf schlägt vor,
den Umstieg der UBR abzuwarten. Die meisten Universitätsbibliotheken werden den Umstieg auf Sunrise
im Zusammenhang mit einem Plattformwechsel auf Sun-Rechner verbinden und entsprechende HBFG-Anträge stellen.
Da die HBFG-Anträge ca. 1 Jahr dauern, sollten auch die FH-Bibliotheken entsprechende Vorbereitungen
treffen und sich bei der Antragsausarbeitung gegenseitig unterstützen. Die FHB Nürnberg wird sich mit der
UB Erlangen, die bereits einen HBFG-Antrag erstellt hat, in Verbindung setzen und bekommt zur Hilfestellung
auch den DFG-Ablehnungstext der FHB München, deren HBFG-Antrag 1999 genehmigt wurde. Die interessierten
FH-Bibliotheken können sich dann mit Nürnberg in Verbindung setzen. Herr Scheuerl bemerkt dazu,
dass in den HBFG-Antrag auch ein Vergleich von SISIS und Aleph nicht fehlen sollte, auch wenn klar ist,
dass man mit SISIS weitermacht. Auch die neuen Software-Lizenzen sollen enthalten sein. Beim Schulungsbedarf
für die Mitarbeiter ist es unklar, ob eine Finanzierung über HBFG möglich ist, ein Versuch sollte aber
unternommen werden.
Automatisierte Fernleihe
Herr Scheuerl berichtet kurz über den derzeitigen Stand der automatisierten Fernleihe in Bayern. Nach
der Pilotphase befindet man sich bis Ende Juli in der Testphase, an der so viele Bibliotheken wie möglich
zumindest gebend teilnehmen sollen.
Die FH-Bibliotheken München, Würzburg-Schweinfurt und Augsburg haben sich als Teilnehmer registrieren
lassen. Am 27. Juli gibt es eine Veranstaltung der Testteilnehmer, auf der die Erfahrungen der Testphase
ausgetauscht und Probleme erörtert werden.
Wichtig ist, dass ein durchgehendes vernetztes Dienstleistungskonzept entsteht, das derzeit nur mit
den SIAS-Ausleihbibliotheken, in der nächsten Stufe aber mit auch anderen Bibliotheken auch außerhalb des
Verbundes funktionieren soll.
TOP 7. FINT
Frau Siegmüller berichtet kurz über ihre Aktivitäten in Bezug auf FINT und fordert die FH-Bibliotheken auf,
sich zu engagieren. Da die einzelnen Listen in NRW sehr unterschiedlich gepflegt werden, gibt es sehr viele
Möglichkeiten dazu. Wichtig ist z.B. dass in den einzelnen Kategorien auch bayerische Hochschulen auftauchen.
Eventuell könnte ein eigenes Gebiet wie die Land- und Forstwirtschaft eingebracht werden. Auch die Informatik
ist derzeit nicht übermäßig gepflegt, da sie nicht von einer FH-Bibliothek, sondern von allen gemeinsam
betreut wird.
Herr Kempf betont noch einmal 2 Aspekte der Mitarbeit bei FINT. Zum einen ist es sehr wichtig für die
bayerischen FH-Bibliotheken auf diesem Gebiet Kompetenz zu zeigen, zum anderen sollten Kooperationen auch
über Bayern hinaus gepflegt werden.
TOP 8. Erwerbung, Konsortien
Herr Kempf teilt auf Anfrage mit, dass den Fachhochschulen Verstärkungsmittel ohne Zweckindung zur Verfügung
gestellt wurden oder werden. Einzelne Bibliotheken sind auch schon von ihren Hochschulen berücksichtigt worden.
Allerdings konnte das Strukturproblem Etat bisher nicht gelöst werden und jede Hochschule kann künftig
sagen, wie viel sie in eine gute Bibliothek investieren will.
Konsortien, Lizenzen
Juris
Herr Kempf weist alle Teilnehmer darauf hin, eventuell von Juris eintreffende Einzelrechnungen nicht zu
bezahlen, sondern an die BSB zu verweisen und eine Kopie der Rechnung an die BSB zu senden. Das Verteilungsmodell
sieht so aus, dass ein 1/3 der Kosten nach den Teilnehmern und 2/3 nach der Nutzung berechnet wird. Den
Bibliotheken wird eine Aufstellung nach der Nutzung des Vorjahres zugestellt.
Künftig wird es so sein, dass kein pauschaler Aufschlag mehr für alle bayerischen Bibliotheken erhoben
wird, sondern dass nur noch die Bibliotheken beteiligt werden, die innerhalb einer bestimmten Frist ihr
Interesse an der Konsortialteilnahme bekunden.
Academic Press
Auch bei den Academic-Press-Zeitschriften wird es so sein. Frau Knab berichtet, dass sie eine Auswertung
der Nutzung für alle FH-Bibliotheken, auch nach einzelnen Zeitschriftentiteln gemacht hat, die sie in die
FH-Liste stellen wird, damit alle anhand der Nutzung entscheiden können, ob sie weiter teilnehmen wollen
oder nicht.
Die Nutzung schwankt sehr stark zwischen den einzelnen Zeitschriften, die Verhandlungen werden
allerdings nur für die Zeitschriften als Paket geführt. Herr Kempf betont, dass sich die Academic-Press-Zeitschriften
als Eckstein im Dienstleistungsspektrum der Universitätsbibliotheken durchgesetzt haben. Für die bayerischen
FH-Bibliotheken steht die Summe von 3.750 US-Dollar im Raum oder nur ein einziger Zugang für alle für
1.500 US-Dollar. Falls nur 2 FH-Bibliotheken teilnehmen wurden, könnte eventuell über eine "Huckepack-Lösung"
mit den Universitätsbibliotheken nachgedacht werden.
Springer-Verlag
Die Bibliotheken, die Interesse an einem Teilkonsortium von Springer-Zeitschriften interessiert sind,
sollen sich bei Frau Knab melden und die Titel der Springer-Zeitschriften benennen. Bei Papierabonnements
bekommt man kostenlose Basis-Lizenzen auf die elektronische Ausgabe. Man sollte überlegen, ob Springer Titel hat,
die man haben möchte und sich ansonsten nicht leisten kann. Herr Kempf zeigt sich in Bezug auf Springer aber
nicht sehr optimistisch.
Elsevier
Der Verlag Elsevier steht nicht für Konsortiallösungen zur Verfügung sondern wendet sich an einzelne
Bibliotheken und macht Angebote.
Bei den
Datenbanken gibt es vorwiegend Verhandlungen im naturwissenschaftlichen Bereich, wobei die
Bayerische Staatsbibliothek die Federführung innehat. Ansprechpartnerin in der BSB ist Frau Dr. Mann-Kallenborn.
DIN-Normen
Herr Dr. Wasner berichtet, dass es die DIN-Normen auch in elektronischer Form gibt. Er fragt an, ob es
Interesse an einer gemeinsamen DIN-Normen-Nutzung auf elektronischem Weg gibt. Der Beuth-Verlag hat ein
eigenes EDV-System, wobei man versuchen könnte über die Ultranet-Lösung auf die DIN-Volltextdatenbank des
Beuth-Verlags zu verzweigen. Allerdings verlangt der Beuth-Verlag für eine Einzellizenz auf alle DIN-Normen
in elektronischer Form jährlich 150.000 DM. Als Auslegestelle bekommt man darauf 50 % Rabatt. Auch einzelne
Normen sind im elektronischen Abonnement möglich. Herr Dr. Wasner wird mit dem Beuth-Verlag verhandeln und
bittet interessierte FH-Bibliotheken, sich mit ihm in Verbindung zu setzen. Die FH Ingolstadt hat
Interesse an den DIN-Normen in elektronischer Form allerdings mit dem absoluten Limit von 10.000 DM.
FIZ-Technik
Mit FIZ-Technik wird weiter verhandelt, wobei verschiedene Modelle vorstellbar sind.
- Online-Lösung mit Portal auf die Homepage von FIZ-Technik
- CD-ROM-Lösung: Alle Lizenzen der bayerischen FH-Bibliotheken poolen – auf diese Weise könnte man
Lizenzen einsparen
- CD-ROM-Lösung: Alle Lizenzen poolen, aber jede FHB behält ihre Lizenz
Insgesamt muss festgestellt werden, dass der Online-Zugriff zukunftsweisend ist, da er umfangreicher,
komfortabler und aktueller ist. Außerdem entlastet er den CD-ROM-Server, ist insgesamt aber teurer als die
CD-ROM-Lösung.
Für alle Modelle soll FIZ-Technik Angebote erstellen, die alle FHBs in Kopie bekommen, und danach
kann die günstigste Lösung für alle ausdiskutiert werden.
RSWB
Nachdem es im letzten Jahr nicht mit einer Konsortiallösung geklappt hat, sollte es neue Verhandlungen
geben, wobei Herr Kuttler bittet, in der Verhandlungsführung abgelöst zu werden.
WISO
Bei WISO wird es Gesamtverhandlungen zusammen mit den UBs geben, wobei sowohl die Online- als auch
die CD-ROM-Lösung weiter verhandelt werden sollten. Herr Greubel hat Unterlagen von WISO-Online-Angeboten,
die er an Frau Stöcker weiterleiten wird. Ansprechpartnerinnen sind Frau Stöcker und Frau Dr. Mann-Kallenborn (BSB).
ABI-Inform
Herr Kempf fragt, wer an ABI-Inform Interesse hat. Hierbei handelt es sich um die größte Management-Datenbank
der Welt in Volltext (anglo-amerkanische Literatur), die auch viele Praktiker-Zeitschriften auswertet.
STN
Herr Kuttler berichtet, dass es für Hochschulen ein Online-Paket aus 60 Datenbanken (INSPEC, CompuScience,
Compendex, RSWB u.a.) gibt, das 3.000 DM pauschal kostet, allerdings ohne IP-Freischaltung, sondern nur mit
Login-Zugang für Professoren.
Ein Zugang über IP-Adressen ist im Gespräch, wobei dann der Preis für den Zugang wahrscheinlich höher sein wird.
TOP 9. Benutzung
TOP 9.1. 24-Stunden-Öffnung der FHB Landshut
Herr Walter stellt das Projekt vor, das sich aus der Notwendigkeit, die unzulängliche Ausleihtheke umzubauen
und dem Wunsch der FH nach längeren Öffnungszeiten entwickelt hat. Dafür wurde ein Antrag auf Geldmittel
gestellt mit folgenden Zielen: Umbau der Ausleihtheke, Installation einer Selbstverbuchungsanlage und
kontrollierter 24-Stunden-Zugang per Chipkarte und Überwachung mit Kameras. Für die Selbstverbuchungsanlage
wurde 90.000 DM, für den Umbau der Theke 80.000 DM vom Ministerium bewilligt, mit der Vorgabe, dass das Projekt
von der BSB genehmigt wird.
Eine Projektgruppe wurde gegründet, die sich aus Mitarbeitern der FHB Landshut, der UB Regensburg, der BSB
und des örtlichen Hochbauamtes zusammensetzt. Ein Zeitplan wurde erstellt und Angebote von Firmen eingeholt.
Geplant ist allen Hochschulangehörigen den 24-Stunden-Zugang in die Bibliothek zu ermöglichen. Am Ende
der regulären Öffnungszeiten verlassen alle Benutzer die Bibliothek und können sich dann mit ihrer
Benutzer-Chipkarte wieder neu registrieren lassen. Zur Recherche werden 1 – 2 PCs zur Verfügung stehen,
SIAS muss komplett durchlaufen. Der Tageslauf kann auch bei laufenden Betrieb am nächsten Tag durchgeführt
werden. Die Benutzer können über die Selbstverbuchungsanlage ihre Bücher ausleihen. Die Überwachungskamera
ist mit der Selbstverbuchungsanlage gekoppelt und schaltet sich nur ein, wenn ein Signal ertönt.
Falls es massive Probleme geben sollte, kann das Projekt jederzeit beendet werden, Herr Walter ist
jedoch zuversichtlich, dass dieses Projekt eine interessante Erfahrung für die FHB Landshut darstellt und
auch für die anderen bayerischen Hochschulbibliotheken von Bedeutung ist. Herr Walter wird in der nächsten
Sitzung über den weiteren Projektverlauf berichten.
TOP 9.2. Internet-PCs in FH-Bibliotheken – Zugangsregelung
Frau Hofmockel stellt die Frage, wie die einzelnen Bibliotheken den Zugang handhaben.
In der FHB Nürnberg soll der freie Zugang auf eine Account-Lösung umgestellt werden, damit es im
Virenfall nachvollziehbar ist, woher die Viren kommen.
In der FHB München besteht jetzt freier Zugang, nachdem vorher eine Account-Lösung bestand. Da
die Rechner alle gut einsehbar sind, ist die gegenseitige Kontrolle durch Personal und andere Benutzer
ausreichend.
Herr Kempf betont, dass die Bibliotheken bei Beachtung der einschlägigen Vorschriften keine
strafrechtliche Verantwortung in Bezug auf die Nutzung des Internet haben. Normalerweise deckt die
Rechenzentrumsordnung auch die Benutzung in der Bibliothek ab. In die hochschuleigenen Regelungen
sollten auch die bibliotheksfachlichen Belange eingebracht werden und die Benutzung im Hinblick auf
hochschulinnenpolitische Folgen abgesichert sein. Im Bibliotheksdienst 1999 H. 7 gibt es eine
Musterlösung für Bibliotheken, die vor allem auch den Haftungsausschluss der Bibliotheken bei
Fehlern von Hard- und Software beinhaltet.
Im Prinzip, so Herr Kempf, sollte man das Internet vor allem als positiven Informationskanal sehen.
TOP 9.3. Gebührenzahlung durch Überweisung
Herr Greubel stellt die Frage nach einer Vereinfachung der Gebührenzahlung durch Überweisung und damit einem
schnelleren Nachweis über bezahlte Mahnungen in den einzelnen FH-Bibliotheken. Er fragt, ob es die Möglichkeit
eines lesenden Zugriffs auf das Gebühren-Konto der Staatsoberkasse gibt, damit der Benutzer in der Bibliothek
schneller entlastet werden kann und damit wieder Zugriff auf sein SIAS- Benutzerkonto hat. In einigen
Bibliotheken stellt sich das Problem nicht, da die Mahnungen durch Barzahlung an der Ausleihtheke
(Landshut, Augsburg), Barzahlungsautomaten (Nürnberg) oder wie in Ingolstadt über ein Einzahlungsgerät
mit Multifunktionskarte (Fa. Cardronic, Bayreuth) bezahlt werden. In der FHB Augsburg wird der Benutzer
erst ab einer Summe über 15.- DM gesperrt, sodass er auch nach der 1. Mahnung noch weiter verlängern und
ausleihen kann (nach dem Beispiel der UB Augsburg).
TOP 10. Sonstiges
TOP 10.1. Statistik – Indikatoren
Herr Greubel schlägt vor, neben der DBS-Statistik auch eine Statistik mit Zeitindikatoren zu erstellen,
um einen Jahresvergleich für die Fachhochschulbibliotheken sowohl intern als auch untereinander zu erzielen.
Weitere Ziele sind die Beschreibung der Leistungsfähigkeit der FH-Bibliotheken in aussagekräftiger Form sowie
eine Hilfestellung bei der Kommunikation zwischen Bibliotheken und ihren Unterhaltsträgern. Daneben bietet diese
Statistik auch eine Orientierung bei Diskussions- und Entwicklungsprozessen. Er erläutert seinen Vorschlag
anhand einer ausgeteilten Tischvorlage und stellt die 4 Indikatoren, die er einem Projekt der Bertelsmann-Stiftung
entnommen hat, vor. Herr Kempf unterstützt diesen Vorschlag und betont, dass eine genaue Erläuterung der
Indikatoren und Einigkeit über die Parameter wichtig ist, damit alle FH-Bibliotheken gleich verfahren. Die
Leistungsindikatoren könnten an die allgemeine DBS-Statistik angehängt werden.
Herr Greubel berichtet, dass er aufgrund seiner Berechnungen, die er für einen 10-Jahreszeitraum erstellt
und seiner Hochschulleitung vorgelegt hat, eine Erhöhung der Mittel für die Bibliothek erreicht hat.
TOP 10.2. Aussonderungen
Herr Kempf berichtet, dass der Bayerische Oberste Rechnungshof in früheren Stellungnahmen die in Bayern
zu schlechte Aussonderungsquote beklagt und weist auf die 1998 in Kraft gesetzten Aussonderungsrichtlinien hin,
die Grundlagen für alle konkreten Handlungen sind. Sie sind sowohl im Bibliotheksforum Bayern 1998, H.2, S.
194-199 abgedruckt als auch auf den Internet-Seiten der BSB unter folgender Adresse
http://www.bib-bvb.de/AuB/richtlin.html zu finden.
Anregungen, Fragen, Wünsche an:
crv@fh-bibliotheken-bayern.de
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