23. Beratungskonferenz
am 13./14. Juli 2000
an der Fachhochschule Deggendorf

Protokoll

 

TeilnehmerInnen
Frau Berghammer  FHB Amberg-Weiden, Abt. Amberg
Frau Beyer FHB Weihenstephan
Frau Bittmann  FHB Weihenstephan, Abt. Triesdorf
Frau Brumm  FHB Deggendorf
Frau Drechsler  FHB Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg
Herr Greubel  FHB Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg
Herr Höld FHB Kempten
Frau Hofmockel (Protokoll)  FHB Amberg-Weiden, Abt. Amberg
Frau Kein FHB Amberg-Weiden, Abt. Weiden
Frau Kilchert  FHB Nürnberg
Frau Knab FHB Nürnberg
Frau Kreutzer  FHB Coburg
Frau Kufleitner  FHB Rosenheim
Herr Kuttler FHB Regensburg
Herr Liebe  Ev. FHB Nürnberg
Frau Mäule-Müller FHB Neu-Ulm
Frau Matthey  FHB Rosenheim
Frau Reithofer FHB Deggendorf
Herr Renner  FHB Ansbach
Frau Sachs  FHB Hof
Frau Schneider  FHB Ingolstadt
Frau Siegmüller FHB Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg
Frau Stöcker FHB München
Herr Walter FHB Landshut
Herr Dr. Wasner FHB München

 
Vorsitz
Herr Kempf Bayerische Staatsbibliothek
Herr Dr. Hänel Bayerische Staatsbibliothek
 
 
Gäste
Herr Dr. Hilz Bibliothek des Deutschen Museums
München
(nur 13.7.)
Herr Scheuerl Bayerische Staatsbibliothek
Verbundzentrale
EDV-Abteilung
(nur 14.7.)
 
 
Dauer: 13.7. 13.oo Uhr - 14.7. 14.45 Uhr
 

 

 

Tagesordnung:

TOP 1: Formalia
TOP 2: Gremienarbeit
TOP 3: Sprecher/in der FH-Bibliotheksleiter/innen
TOP 4: Bibliotheksentwicklungsplan
TOP 5: Personal
TOP 6: EDV
TOP 7: FINT
TOP 8: Erwerbung, Konsortien
TOP 9: Benutzung
TOP 10: Sonstiges

 

 

Herr Kempf begrüßt die Leiterinnen und Leiter der FH-Bibliotheken zur Beratungskonferenz und entschuldigt Generaldirektor Herrn Dr. Leskien, der aus zwingenden Gründen leider nicht teilnehmen kann. Gleichzeitig stellt Herr Kempf sich in seiner neuen Funktion als Leiter der Erwerbungsabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek vor und bittet Herrn Dr. Haenel, der seine Nachfolge am 1. April 2000 angetreten hat, sich der Runde kurz bekannt zu machen.

 

TOP 1. Formalia

Die vorliegende Tagesordnung wird mit folgender Ergänzung genehmigt: als neuer TOP 5 werden Personalangelegenheiten eingeschoben. Die weiteren Tagesordnungspunkte verschieben sich deshalb um jeweils einen Punkt. TOP 6: EDV wird am 14.7. im Beisein von Herrn Scheuerl behandelt.

 

TOP 2. Gremienarbeit

Neugliederung der Gremienarbeit

Herr Kempf erläutert in Vertretung von Herrn Dr. Leskien die derzeitige Gremienstruktur (Kommissionen, Arbeitsgruppen, Verbundkonferenz), die seit 1995 vorliegt.
Seit April 2000 stellt sich die Frage nach der Zukunft der Kommissionsarbeit. Die Kommissionen wurden aufgefordert, ein "Regierungsprogramm" für die nächsten 3 Jahre zu erstellen und bis zum 3.7.2000 schriftlich vorzulegen. Danach wird entschieden, wie die Kommissionen künftig zusammengesetzt sein werden, damit sowohl alle Bibliothekstypen als auch persönliche Fähigkeiten Einzelner Berücksichtigung finden. Die Neubildung der Kommissionen soll bis zum Jahresende erfolgen und eine übergangslose Übernahme der bisherigen Kommissionen ermöglichen.
Der Antrag auf Einrichtung eines Koordinierungsgremiums für den Bayerischen Bibliotheksverbund zur Ablösung und Erweiterung der KEP wurde vom Staatsministerium leider noch nicht beantwortet, so dass Handlungsbedarf nach einem Vorstoß auf Basis der derzeitigen Strukturen mit Weiterentwicklung neuer Themen, neuer Gremien und neuer engagierter Kollegen besteht.
Sobald der Ausschreibemodus feststeht, sollten aus dem Kreise der FH-Bibliotheken geeignete Kolleginnen und Kollegen benannt werden, die für die Kommissionsarbeit zur Verfügung stehen und dann für die FH-Bibliotheken wieder als Ansprechpartner dienen.

Kurzberichte aus den einzelnen Kommissionen

Kommission für EDV-Planung
Herr Greubel berichtet, dass er seit März zur Verbesserung des Informationsflusses zwischen den Fachhochschulbibliotheken die Tagesordnungen und Kurzberichte der Sitzungen der KEP und AG-EP über die FH-Liste verteilt, da die offiziellen Protokolle oft erst später im Internet zugänglich sind. Er teilt eine Tischvorlage mit den wichtigsten Themen, die die KEP im vergangenen Jahr beschäftigten, aus und erläutert kurz die Punkte. Ein Vertreter der FH-Rechenzentrumsleiter ist leider in der KEP noch nicht vertreten, da sich auch auf zweimalige Aufforderung niemand aus diesem Kreis gemeldet hat. Herr Kempf wird mit Dr. Leskien über die Kanzlerrunde einen weiteren Versuch starten, eine Verständigung über einen FH-Rechenzentrumsvertreter zu erzielen.

Kommission für Formalerschließung
Frau Stöcker berichtet, dass der Kommissionsvorsitz seit der Pensionierung von Dr. Wiese im April in den Händen von Frau Dr. Fabian (BSB) liegt. Das Hauptthema war die Umstellung im BVB auf MAB-II, die durch die Lieferung der ZDB und DB-Daten im MAB-II-Format nötig wurde. Daneben steht die Einführung der PND im kommenden Winter an.
Von der KFE wird auch eine neue Lösung als Ersatz für die Mikrofiche-Kataloge für kleinere Verbund-Bibliotheken getestet werden: die Daten sollen auf CD-ROM gepresst werden.
Eine längere Diskussion wird mit der Frage nach dem technisch-organisatorischen Umgang mit den elektronischen Medien (Academic Press-Zeitschriften, EZB) ausgelöst. Es wird festgestellt, dass auf diesem Gebiet Fortbildungsbedarf besteht. Frau Stöcker bietet an, dass Herr Hönig, der in der FHB München mit den elektronischen Zeitschriften befasst ist, eine Fortbildung zur Behandlung elektronischer Medien in üblichen Nachweisinstrumenten für interessierte FH-Bibliotheken in der FHB München veranstalten könnte. Interessenten mögen sich bei Frau Stöcker melden, ein Termin wird dann mitgeteilt.
Außerdem wird angeregt, dass ein Leitfaden zu dieser Thematik gerade für kleinere Bibliotheken sehr hilfreich und wünschenswert sei und Frau Stöcker wird gebeten, diesen Wunsch an die KFE weiterzuleiten.
Frau Stöcker teilt mit, dass die Katalogisierung von Internet-Dokumenten in einer Arbeitsgruppe behandelt wird, deren Vorsitzender Herr Wilhelm (UB Augsburg) ist.
Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang wird von Frau Schneider angesprochen. Da bei elektronischen Zeitschriften im OPAC nur 1 Lokalsatz erzeugt wird und bei gemeinsamen OPACs, wie z.B. UB Eichstätt und FHB Ingolstadt oft nur eine Bibliothek die Lizenz für eine Zeitschrift erworben hat, sollte bei künftigen Lizenzverhandlungen das ganze Bibliothekssystem einbezogen werden.

Kommission für Sacherschließung
Frau Knab weist darauf hin, dass sowohl alle Protokolle der Sitzungen der KSE als auch ein offizieller Bericht über die Arbeit der KSE im Berichtszeitraum 1.3.1999 – 29.2.2000 über die WWW-Seiten der Bayerischen Staatsbibliothek einzusehen sind.

Kommission für Benutzung
Frau Schneider berichtet kurz aus der Kommission für Benutzung. Dr. Winter hat als neuer Vorsitzender Dr. Junginger abgelöst. Ein wichtiges Thema war das Fernleih-Modul, das durch eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe sehr effektiv vorangebracht und eingeführt wurde. Eine weitere Arbeitsgruppe gibt es für Elektronische Publikationen.
Frau Schneider fordert die Anwesenden zur Bewerbung für die Mitarbeit in der Kommission für Benutzung auf, da ihre Amtszeit endet.

Kommission für Erwerbung
Herr Kempf gibt eine Zusammenfassung der Kommissionsarbeit, da er bisher die FH-Bibliotheken in dieser Kommission vertreten hat. Neben dem SIERA-Einsatz waren vor allem Konsortien in unterschiedlichen Formen und Inhalten (Datenbanken und elektronische Zeitschriften) Schwerpunkte der Kommissionsarbeit. So gibt es sowohl regionale (bayerische) als auch überregionale Konsortien mit anderen Regionen bzw. mit einzelnen Bibliotheken aus anderen Regionen.
Ein weiteres Thema ist die Gründung einer Monographien-Einkaufsgemeinschaft, an der neben der BSB die UB Regensburg, UB Augsburg, UB Freiburg, SLUB Dresden und noch weitere Universitätsbibliotheken teilnehmen. Aufgrund des gemeinsamen Umsatzvolumens erhalten die Teilnehmer einen Rabatt von 17 % auf Monographien aus dem anglo-amerikanischen Raum. Eine Unterbeteiligung der FH-Bibliotheken ist durchaus denkbar. Interessierte FH-Bibliotheken sollten sich an Herrn Kempf wenden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass auch bei diesem Verfahren eine schnelle Lieferung der Bücher erfolgt.

Kommission für Aus- und Fortbildung
Herr Kempf erläutert, wie es zur Gründung dieser Kommission, der Herr Ackermann (FHB Nürnberg) als Vertreter der Fachhochschulbibliotheken angehört, gekommen ist.
Zwar wurde der Reformbedarf für die bayerische Bibliothekarsausbildung vom Ministerium erkannt, aber eine institutionelle Veränderung der Ausbildungsstrukturen abgelehnt, so dass es in Bayern bei der verwaltungsinternen Ausbildung bleiben wird. Um die dringend nötigen inhaltlichen Reformbestrebungen voranzubringen, wurde die Kommission für Aus- und Fortbildung eingerichtet, die unter Vorsitz von Dr. Südekum (UB Würzburg) ein Reformkonzept für Inhalte und Methodik der Ausbildung vorlegen soll. Getrennt für den höheren und den gehobenen Bibliotheksdienst wurden 2 Expertengruppen eingerichtet, in denen jeweils auch ein Vertreter der anderen Laufbahn Mitglied ist. In mehreren Sitzungen wurden Vorschläge und Modelle erarbeitet, wobei auch die derzeitigen Ausbilder in die Kommunikation einbezogen wurden. Wünsche aus den Bibliotheken können jederzeit an die Expertengruppen gemeldet werden.

 

TOP 3. Sprecher/in der FH-Bibliotheksleiter/innen

Zum Aufgabenfeld des Sprechers der FH-Bibliotheksleiter/-innen bringt Herr Greubel 4 Punkte vor:
  1. Berichterstattung über Konferenz der UB-Direktoren
  2. Vertretung gegenüber BSB und Verbundzentrale
  3. Ansprechpartner für FH-Kanzlerrunden und FH-Präsidentenkonferenzen
  4. Vertretung in der Runde der Kommissionsvorsitzenden
Ergänzt wird das Aufgabenspektrum in der Diskussion noch durch das Gebiet "Öffentlichkeitsarbeit".
Die Amtszeit wird einstimmig auf 2 Jahre festgesetzt, wobei Wiederwahl möglich sein sollte.
Gewählt wird in geheimer Abstimmung, wobei jede Fachhochschulbibliothek eine Stimme hat. Nachdem die FH Aschaffenburg am 1.10. 2000 selbstständig wird, bekommt sie auch eine Stimme. Die Wahl wird auf den 2. Konferenztag verschoben um Zeit für die Meinungsbildung zu haben.
5 Kandidaten/innen werden aus der Runde vorgeschlagen: Herr Greubel, Herr Höld, Frau Kilchert, Frau Schneider, Herr Dr. Wasner. Auf Befragung zum Einverständnis stimmt als Einziger Herr Greubel der Aufstellung zu. Da somit nur noch ein Kandidat zur Wahl steht, wird diese nicht mehr schriftlich, sondern nur mit Handzeichen durchgeführt. Herr Greubel wird einstimmig gewählt, es gibt keine Gegenstimmen und keine Enthaltungen.
Auf Vorschlag von Frau Kilchert wird Frau Schneider als Vertreterin vorgeschlagen und einstimmig gewählt.

 

TOP 4. Bibliotheksentwicklungsplan

Die Arbeitsgemeinschaft "Bibliotheksentwicklungsplan", die auf der letztjährigen Konferenz gebildet wurde, hat sich mit der Fortschreibung des Entwicklungsberichtes von 1993 befasst und die verschiedenen Komponenten auf die Kolleginnen und Kollegen aufgeteilt.
Die Arbeitsgemeinschaft hat noch einmal im Juni getagt und einzelne Textbausteine bereits ins Internet gestellt (URL: http://www.fh-muenchen.de/home/ze/bib/intern/d_fortschreibung.html).
Die Abschnitte zu Personal und Bau fehlen noch. Eine Kopie wird allen Teilnehmern als Tischvorlage von Frau Stöcker ausgeteilt.

Jedes der AG-Mitglieder wird über seinen Bereich referieren und die wesentlichen Eckpunkte darlegen.

Entwurfsgliederung III. 1. Personalausstattung
Frau Schneider erläutert, dass bei den Personalberechnungen der Empfehlungen von 1993 wichtige Bereiche wie EDV, Fernleihe und Bibliotheksmanagement fehlen. Das Modell von Nordrhein-Westfalen, das für den Bibliotheksentwicklungsplan für die Personalberechnung hergenommen wird, ist sehr detailliert und spiegelt die tägliche Praxis gut wieder. Da noch nicht alle FH-Bibliotheken ihre Personalberechnungen nach NRW-Modell abgegeben haben, liegt noch kein Ergebnis vor.
Es steht auch noch nicht fest, ob man in den Bibliotheksentwicklungsplan die genauen Zahlen der einzelnen FH-Bibliotheken einsetzt oder nur pauschal nach Bibliotheksgruppen (kleine, mittlere, große). Als Termin für die Abgabe wird Mitte September festgesetzt. Herr Greubel will noch fehlende Punkte in Bezug auf die Zweigstellen auflisten.

Entwurfsgliederung III. 2. Mittelausstattung
Frau Kilchert stellt die 3-Punkte Gliederung des Etats nach Medienetat, Sachetat und Einnahmen/Sponsoring vor, wobei derzeit nur der Medienetat ausgearbeitet ist.
Frau Kilchert stellt 2 verschiedene Modelle der Etatbedarfsberechnung vor, die von den bayerischen Universitätsbibliotheken und den Bibliotheken in den Neuen Bundesländern angewandt werden. Sie erläutert die Gründe, die gegen eine Übernahme dieser Modelle für die bayerischen FH-Bibliotheken spricht und schlägt vor, das alte Berechnungsmodell von 1993 allerdings in einer weiterentwickelten Fassung mit Anpassungen der Berechnungsparameter an neuere Entwicklungen und Erfahrungen zu nehmen. Dieses Modell hat sich bereits als Verteilungsmodell bewährt und eignet sich auch als Bedarfsberechnungsmodell.

Abweichungen zum alten Modell sind folgende 4 Fächergruppen: Im alten Modell gab es nur Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und Technik. Durch die 4 Gruppen kann eine stärkere Differenzierung über die Buchpreise erreicht werden.
Bestimmte Parameter wie der jährliche Literaturbedarf für 1000 Studenten wurden übernommen, allerdings wurden die tatsächlichen Studentenzahlen statt der Ausbauzielzahlen eingesetzt.
Da das Verhältnis von Büchern zu Zeitschriften, das dem Modell von 1993 zugrunde liegt, nicht mehr nachzuvollziehen ist, wurde jetzt ein Verhältnis 10 : 1 aufgrund realistischer Schätzungen angenommen.
Aus den Empfehlungen für die Neuen Bundesländer wurden die Zahlen für den Bedarf für die allgemeine fächerübergreifende Literatur, der mindestens 2000 Titel (jährliche Aktualisierung = 200 Titel) umfassen sollte, übernommen.
Der zusätzliche Bedarf für elektronische Fachinformationen wurde analog dem Etatmodell der bayerischen Universitätsbibliotheken berechnet und beträgt 4 % vom Etat bei den Geisteswissenschaften und 8 % vom Etat bei den Naturwissenschaften.
Ein weiterer Zuschlag wird für die Buchbindekosten erhoben. Daneben stellt Frau Kilchert zur Diskussion, ob man weitere Zuschläge für Masterstudiengänge und für die Internationalisierung der Fachhochschulen, die einen höheren Bedarf an ausländischer Literatur erfordern, erheben soll.
Laut Herrn Kempf sollte dafür kein extra Zuschlag berechnet werden, da dieser Faktor bereits durch die höheren Buchpreise einkalkuliert ist.
Frau Kilchert hat das neue Modell bereits durchgerechnet und bittet die Teilnehmer der Konferenz, sich mit Anregungen und Fragen an sie zu wenden.
Herr Kempf betont, dass das Etatmodell analytisch, stringent in der Gesamtargumentation und entwicklungsfähig sein soll, damit es zur Ermittlung klarer Orientierungswerte dient.

Entwurfsgliederung III. 3. Datenverarbeitung
Dieses Kapitel wird von Herrn Greubel bearbeitet. Er spricht unter anderem noch einmal den Aspekt eines gemeinsamen Multi-Media-Servers – analog dem CD-ROM-Server an und betont die Wichtigkeit der Ausstattung der Bibliotheken mit genügend PCs. In den Bibliotheken der neuen Bundesländer gibt es z.B. eine erheblich höhere Ausstattung als in den bayerischen FH-Bibliotheken. Eine Mustertabelle der Reinvestitionskosten wird den Empfehlungen noch beigefügt werden. Herr Kempf betont, dass das Grundsatzpapier über ein landesweit einheitliches Lokalkonzept auch explizit in den Empfehlungen zitiert und im Anhang der Empfehlungen beigefügt werden soll.

Entwurfsgliederung IV. Bibliotheksverwaltung
Frau Stöcker betont, dass das alte Papier zu diesem Bereich lediglich 1,5 Seiten umfasste.
Generell kann gesagt werden, dass die klassischen Organisationsmodelle für Fachhochschulbibliotheken nie in dem Maße wie in den Universitätsbibliotheken gegolten haben, da aufgrund des Personalmangels schon immer integrierte Medienbearbeitung und aufgrund räumlicher Vorgaben multifunktionale Arbeitsplätze die Regel in den Fachhochschulbibliotheken waren und sind. Auch gibt es traditionell nur flache Strukturen in den Fachhochschulbibliotheken. Das Hauptproblem dieses Abschnitts der Empfehlungen wird sich als redaktionelle Angelegenheit erweisen, Vorschläge, Anregungen und gezielte Beiträge können in der derzeitigen Phase der Stoffsammlung gerne an Frau Stöcker gegeben werden.

Entwurfsgliederung V. Dienstleistungsangebot 1. Erwerbung
Dieses Kapitel wird von Herrn Dr. Wasner bearbeitet und ist in die Unterpunkte Literaturbedarf, Dokumentlieferung und Kooperation bei der Erwerbung untergliedert.

Entwurfsgliederung V. 3.1. – 3.4. Erschließung und Informationsbereitstellung
Herr Höld stellt diese Kapitel vor und betont 2 wichtige Aspekte, die Öffnungszeiten und die Handapparate.

Alle Teilnehmer sollen den derzeitigen Entwurf genau studieren und Beiträge und Anmerkungen an die Ansprechpartner weiterleiten, so dass noch vor der Dezembersitzung der FH-Bibliotheken allen Teilnehmern eine überarbeitete und um noch fehlende Kapitel ergänzte Fassung vorgelegt werden kann.

 

TOP 5. Personal

Frau Schneider stellt die Frage, ob in anderen Fachhochschulen bereits ein Rücktausch von höherwertigen Stellen von Universitätsbibliotheken oder FH-Bibliotheken erfolgt sei. Dies ist laut Herrn Kempf derzeit wahrscheinlich nicht realisierbar, da alle Stellen längerfristig besetzt sind. Allerdings müssten gleichwertige Stellen, die frei werden, dafür angeboten werden. Chancen auf Stellenanhebungen für den mittleren Dienst gibt es im nächsten Doppelhaushalt, wenn die Hochschule dies permanent beantragt. Die Personalangelegenheiten müssen verstärkt innerhalb der Hochschulen gelöst werden. Herr Kempf wird sich aber parallel dazu noch einmal um eine Thematisierung beim Staatsministerium einsetzen. Es müssen Lösungen für ausgebrachte Funktionsstellen durch Stellenhebungen erreicht werden.
Herr Kuttler fragt nach Aufstiegsmöglichkeiten des mD in den gD. Ansprechpartner in der BSB ist hierfür Herr Annetzberger.
Eine weitere Anfrage gilt der anstehenden Beurteilung für den gehobenen Dienst. Die Bemerkung "geeignet für den Aufstieg" kann bei der Beurteilung vom Kanzler eingefügt werden.

 

TOP 6. EDV

Herr Scheuerl gibt eine kurze Darstellung des derzeitigen SISIS-Entwicklungsstandes im Bayerischen Verbund.
Der Umstieg auf die Sunrise = A60-Version ist zwar mehr als ein normaler Versionswechsel, da Alpha-OPAC durch JAVA- und WEB-OPAC und Alpha-SIAS durch den Ausleih-Client ersetzt werden, technisch ist er aber nicht schwieriger als ein normaler Versionswechsel. Der Vorteil der Client-Server-Architektur liegt vor allem in der Verteilung der Last auf das Endgerät, das deshalb auch entsprechend ausgestaltet sein muss (keine Terminals und keine PCs mit Windows 3.11).
Sunrise läuft auf verschiedenen Plattformen wie SUN mit Sybase oder RM mit Informix, ein Plattformwechsel ist aber nicht zwingend erforderlich, sondern von den Kapazitäten des Rechners abhängig. So läuft Sunrise bei der UB Augsburg und UB München auf Sun-Rechnern, während in der BSB die alte Plattform im Einsatz ist.
Die neue Plattform wird allerdings von der Verbundzentrale präferiert, da sie problemlos läuft, was Performance und Betrieb angeht.
Die erste Bibliothek im Verbund, die von A50 auf A60 umsteigt, wird im August die UB Regensburg sein, die dann auch den Datenbestand der FHB Regensburg enthalten und mit einem Sun-Rechner und Sybase arbeiten wird.
SIKIS und SIERA gibt es auch in einer A60-Alpha-Version. Der Kat-Client, der SIKIS ersetzen wird, befindet sich derzeit in der Pilotierungsphase an der BSB und der Stadtbibliothek Bremen. Der Erwerbungsclient, der SIERA ablösen wird, soll bis Ende 2000 in einer 1. Version vorliegen.
In Beantwortung einer Frage teilt Herr Scheuerl mit, dass SIERA sowohl in der A50- als auch der A60-Alpha-Version bei einem Umstieg auf Sunrise eingesetzt werden kann. (Beispiel UBR: SIERA A60, BSB: SIERA A50).
Aus der Runde wird die Frage gestellt, ob der Umstieg mit den RM-Rechnern auf A60 noch Sinn macht. Herr Scheuerl betont, dass durch die Client-Server-Architektur der Server eigentlich entlastet wird und wenn der Rechner funktioniert eigentlich nichts gegen einen Umstieg spricht, zumal A50 nicht mehr weiterentwickelt wird und auch die Realisierung der Change Requests nur noch in A60 stattfindet. Herr Kempf schlägt vor, den Umstieg der UBR abzuwarten. Die meisten Universitätsbibliotheken werden den Umstieg auf Sunrise im Zusammenhang mit einem Plattformwechsel auf Sun-Rechner verbinden und entsprechende HBFG-Anträge stellen.
Da die HBFG-Anträge ca. 1 Jahr dauern, sollten auch die FH-Bibliotheken entsprechende Vorbereitungen treffen und sich bei der Antragsausarbeitung gegenseitig unterstützen. Die FHB Nürnberg wird sich mit der UB Erlangen, die bereits einen HBFG-Antrag erstellt hat, in Verbindung setzen und bekommt zur Hilfestellung auch den DFG-Ablehnungstext der FHB München, deren HBFG-Antrag 1999 genehmigt wurde. Die interessierten FH-Bibliotheken können sich dann mit Nürnberg in Verbindung setzen. Herr Scheuerl bemerkt dazu, dass in den HBFG-Antrag auch ein Vergleich von SISIS und Aleph nicht fehlen sollte, auch wenn klar ist, dass man mit SISIS weitermacht. Auch die neuen Software-Lizenzen sollen enthalten sein. Beim Schulungsbedarf für die Mitarbeiter ist es unklar, ob eine Finanzierung über HBFG möglich ist, ein Versuch sollte aber unternommen werden.

Automatisierte Fernleihe
Herr Scheuerl berichtet kurz über den derzeitigen Stand der automatisierten Fernleihe in Bayern. Nach der Pilotphase befindet man sich bis Ende Juli in der Testphase, an der so viele Bibliotheken wie möglich zumindest gebend teilnehmen sollen.
Die FH-Bibliotheken München, Würzburg-Schweinfurt und Augsburg haben sich als Teilnehmer registrieren lassen. Am 27. Juli gibt es eine Veranstaltung der Testteilnehmer, auf der die Erfahrungen der Testphase ausgetauscht und Probleme erörtert werden.
Wichtig ist, dass ein durchgehendes vernetztes Dienstleistungskonzept entsteht, das derzeit nur mit den SIAS-Ausleihbibliotheken, in der nächsten Stufe aber mit auch anderen Bibliotheken auch außerhalb des Verbundes funktionieren soll.

 

TOP 7. FINT

Frau Siegmüller berichtet kurz über ihre Aktivitäten in Bezug auf FINT und fordert die FH-Bibliotheken auf, sich zu engagieren. Da die einzelnen Listen in NRW sehr unterschiedlich gepflegt werden, gibt es sehr viele Möglichkeiten dazu. Wichtig ist z.B. dass in den einzelnen Kategorien auch bayerische Hochschulen auftauchen. Eventuell könnte ein eigenes Gebiet wie die Land- und Forstwirtschaft eingebracht werden. Auch die Informatik ist derzeit nicht übermäßig gepflegt, da sie nicht von einer FH-Bibliothek, sondern von allen gemeinsam betreut wird.
Herr Kempf betont noch einmal 2 Aspekte der Mitarbeit bei FINT. Zum einen ist es sehr wichtig für die bayerischen FH-Bibliotheken auf diesem Gebiet Kompetenz zu zeigen, zum anderen sollten Kooperationen auch über Bayern hinaus gepflegt werden.

 

TOP 8. Erwerbung, Konsortien

Herr Kempf teilt auf Anfrage mit, dass den Fachhochschulen Verstärkungsmittel ohne Zweckindung zur Verfügung gestellt wurden oder werden. Einzelne Bibliotheken sind auch schon von ihren Hochschulen berücksichtigt worden.
Allerdings konnte das Strukturproblem Etat bisher nicht gelöst werden und jede Hochschule kann künftig sagen, wie viel sie in eine gute Bibliothek investieren will.

Konsortien, Lizenzen

Juris
Herr Kempf weist alle Teilnehmer darauf hin, eventuell von Juris eintreffende Einzelrechnungen nicht zu bezahlen, sondern an die BSB zu verweisen und eine Kopie der Rechnung an die BSB zu senden. Das Verteilungsmodell sieht so aus, dass ein 1/3 der Kosten nach den Teilnehmern und 2/3 nach der Nutzung berechnet wird. Den Bibliotheken wird eine Aufstellung nach der Nutzung des Vorjahres zugestellt.
Künftig wird es so sein, dass kein pauschaler Aufschlag mehr für alle bayerischen Bibliotheken erhoben wird, sondern dass nur noch die Bibliotheken beteiligt werden, die innerhalb einer bestimmten Frist ihr Interesse an der Konsortialteilnahme bekunden.

Academic Press
Auch bei den Academic-Press-Zeitschriften wird es so sein. Frau Knab berichtet, dass sie eine Auswertung der Nutzung für alle FH-Bibliotheken, auch nach einzelnen Zeitschriftentiteln gemacht hat, die sie in die FH-Liste stellen wird, damit alle anhand der Nutzung entscheiden können, ob sie weiter teilnehmen wollen oder nicht.
Die Nutzung schwankt sehr stark zwischen den einzelnen Zeitschriften, die Verhandlungen werden allerdings nur für die Zeitschriften als Paket geführt. Herr Kempf betont, dass sich die Academic-Press-Zeitschriften als Eckstein im Dienstleistungsspektrum der Universitätsbibliotheken durchgesetzt haben. Für die bayerischen FH-Bibliotheken steht die Summe von 3.750 US-Dollar im Raum oder nur ein einziger Zugang für alle für 1.500 US-Dollar. Falls nur 2 FH-Bibliotheken teilnehmen wurden, könnte eventuell über eine "Huckepack-Lösung" mit den Universitätsbibliotheken nachgedacht werden.

Springer-Verlag
Die Bibliotheken, die Interesse an einem Teilkonsortium von Springer-Zeitschriften interessiert sind, sollen sich bei Frau Knab melden und die Titel der Springer-Zeitschriften benennen. Bei Papierabonnements bekommt man kostenlose Basis-Lizenzen auf die elektronische Ausgabe. Man sollte überlegen, ob Springer Titel hat, die man haben möchte und sich ansonsten nicht leisten kann. Herr Kempf zeigt sich in Bezug auf Springer aber nicht sehr optimistisch.

Elsevier
Der Verlag Elsevier steht nicht für Konsortiallösungen zur Verfügung sondern wendet sich an einzelne Bibliotheken und macht Angebote.

Bei den Datenbanken gibt es vorwiegend Verhandlungen im naturwissenschaftlichen Bereich, wobei die Bayerische Staatsbibliothek die Federführung innehat. Ansprechpartnerin in der BSB ist Frau Dr. Mann-Kallenborn.

DIN-Normen
Herr Dr. Wasner berichtet, dass es die DIN-Normen auch in elektronischer Form gibt. Er fragt an, ob es Interesse an einer gemeinsamen DIN-Normen-Nutzung auf elektronischem Weg gibt. Der Beuth-Verlag hat ein eigenes EDV-System, wobei man versuchen könnte über die Ultranet-Lösung auf die DIN-Volltextdatenbank des Beuth-Verlags zu verzweigen. Allerdings verlangt der Beuth-Verlag für eine Einzellizenz auf alle DIN-Normen in elektronischer Form jährlich 150.000 DM. Als Auslegestelle bekommt man darauf 50 % Rabatt. Auch einzelne Normen sind im elektronischen Abonnement möglich. Herr Dr. Wasner wird mit dem Beuth-Verlag verhandeln und bittet interessierte FH-Bibliotheken, sich mit ihm in Verbindung zu setzen. Die FH Ingolstadt hat Interesse an den DIN-Normen in elektronischer Form allerdings mit dem absoluten Limit von 10.000 DM.

FIZ-Technik
Mit FIZ-Technik wird weiter verhandelt, wobei verschiedene Modelle vorstellbar sind. Insgesamt muss festgestellt werden, dass der Online-Zugriff zukunftsweisend ist, da er umfangreicher, komfortabler und aktueller ist. Außerdem entlastet er den CD-ROM-Server, ist insgesamt aber teurer als die CD-ROM-Lösung.
Für alle Modelle soll FIZ-Technik Angebote erstellen, die alle FHBs in Kopie bekommen, und danach kann die günstigste Lösung für alle ausdiskutiert werden.

RSWB
Nachdem es im letzten Jahr nicht mit einer Konsortiallösung geklappt hat, sollte es neue Verhandlungen geben, wobei Herr Kuttler bittet, in der Verhandlungsführung abgelöst zu werden.

WISO
Bei WISO wird es Gesamtverhandlungen zusammen mit den UBs geben, wobei sowohl die Online- als auch die CD-ROM-Lösung weiter verhandelt werden sollten. Herr Greubel hat Unterlagen von WISO-Online-Angeboten, die er an Frau Stöcker weiterleiten wird. Ansprechpartnerinnen sind Frau Stöcker und Frau Dr. Mann-Kallenborn (BSB).

ABI-Inform
Herr Kempf fragt, wer an ABI-Inform Interesse hat. Hierbei handelt es sich um die größte Management-Datenbank der Welt in Volltext (anglo-amerkanische Literatur), die auch viele Praktiker-Zeitschriften auswertet.

STN
Herr Kuttler berichtet, dass es für Hochschulen ein Online-Paket aus 60 Datenbanken (INSPEC, CompuScience, Compendex, RSWB u.a.) gibt, das 3.000 DM pauschal kostet, allerdings ohne IP-Freischaltung, sondern nur mit Login-Zugang für Professoren.
Ein Zugang über IP-Adressen ist im Gespräch, wobei dann der Preis für den Zugang wahrscheinlich höher sein wird.

 

TOP 9. Benutzung

TOP 9.1. 24-Stunden-Öffnung der FHB Landshut

Herr Walter stellt das Projekt vor, das sich aus der Notwendigkeit, die unzulängliche Ausleihtheke umzubauen und dem Wunsch der FH nach längeren Öffnungszeiten entwickelt hat. Dafür wurde ein Antrag auf Geldmittel gestellt mit folgenden Zielen: Umbau der Ausleihtheke, Installation einer Selbstverbuchungsanlage und kontrollierter 24-Stunden-Zugang per Chipkarte und Überwachung mit Kameras. Für die Selbstverbuchungsanlage wurde 90.000 DM, für den Umbau der Theke 80.000 DM vom Ministerium bewilligt, mit der Vorgabe, dass das Projekt von der BSB genehmigt wird.
Eine Projektgruppe wurde gegründet, die sich aus Mitarbeitern der FHB Landshut, der UB Regensburg, der BSB und des örtlichen Hochbauamtes zusammensetzt. Ein Zeitplan wurde erstellt und Angebote von Firmen eingeholt.
Geplant ist allen Hochschulangehörigen den 24-Stunden-Zugang in die Bibliothek zu ermöglichen. Am Ende der regulären Öffnungszeiten verlassen alle Benutzer die Bibliothek und können sich dann mit ihrer Benutzer-Chipkarte wieder neu registrieren lassen. Zur Recherche werden 1 – 2 PCs zur Verfügung stehen, SIAS muss komplett durchlaufen. Der Tageslauf kann auch bei laufenden Betrieb am nächsten Tag durchgeführt werden. Die Benutzer können über die Selbstverbuchungsanlage ihre Bücher ausleihen. Die Überwachungskamera ist mit der Selbstverbuchungsanlage gekoppelt und schaltet sich nur ein, wenn ein Signal ertönt.
Falls es massive Probleme geben sollte, kann das Projekt jederzeit beendet werden, Herr Walter ist jedoch zuversichtlich, dass dieses Projekt eine interessante Erfahrung für die FHB Landshut darstellt und auch für die anderen bayerischen Hochschulbibliotheken von Bedeutung ist. Herr Walter wird in der nächsten Sitzung über den weiteren Projektverlauf berichten.

TOP 9.2. Internet-PCs in FH-Bibliotheken – Zugangsregelung

Frau Hofmockel stellt die Frage, wie die einzelnen Bibliotheken den Zugang handhaben.
In der FHB Nürnberg soll der freie Zugang auf eine Account-Lösung umgestellt werden, damit es im Virenfall nachvollziehbar ist, woher die Viren kommen.
In der FHB München besteht jetzt freier Zugang, nachdem vorher eine Account-Lösung bestand. Da die Rechner alle gut einsehbar sind, ist die gegenseitige Kontrolle durch Personal und andere Benutzer ausreichend.
Herr Kempf betont, dass die Bibliotheken bei Beachtung der einschlägigen Vorschriften keine strafrechtliche Verantwortung in Bezug auf die Nutzung des Internet haben. Normalerweise deckt die Rechenzentrumsordnung auch die Benutzung in der Bibliothek ab. In die hochschuleigenen Regelungen sollten auch die bibliotheksfachlichen Belange eingebracht werden und die Benutzung im Hinblick auf hochschulinnenpolitische Folgen abgesichert sein. Im Bibliotheksdienst 1999 H. 7 gibt es eine Musterlösung für Bibliotheken, die vor allem auch den Haftungsausschluss der Bibliotheken bei Fehlern von Hard- und Software beinhaltet.
Im Prinzip, so Herr Kempf, sollte man das Internet vor allem als positiven Informationskanal sehen.

TOP 9.3. Gebührenzahlung durch Überweisung

Herr Greubel stellt die Frage nach einer Vereinfachung der Gebührenzahlung durch Überweisung und damit einem schnelleren Nachweis über bezahlte Mahnungen in den einzelnen FH-Bibliotheken. Er fragt, ob es die Möglichkeit eines lesenden Zugriffs auf das Gebühren-Konto der Staatsoberkasse gibt, damit der Benutzer in der Bibliothek schneller entlastet werden kann und damit wieder Zugriff auf sein SIAS- Benutzerkonto hat. In einigen Bibliotheken stellt sich das Problem nicht, da die Mahnungen durch Barzahlung an der Ausleihtheke (Landshut, Augsburg), Barzahlungsautomaten (Nürnberg) oder wie in Ingolstadt über ein Einzahlungsgerät mit Multifunktionskarte (Fa. Cardronic, Bayreuth) bezahlt werden. In der FHB Augsburg wird der Benutzer erst ab einer Summe über 15.- DM gesperrt, sodass er auch nach der 1. Mahnung noch weiter verlängern und ausleihen kann (nach dem Beispiel der UB Augsburg).

 

TOP 10. Sonstiges

TOP 10.1. Statistik – Indikatoren

Herr Greubel schlägt vor, neben der DBS-Statistik auch eine Statistik mit Zeitindikatoren zu erstellen, um einen Jahresvergleich für die Fachhochschulbibliotheken sowohl intern als auch untereinander zu erzielen. Weitere Ziele sind die Beschreibung der Leistungsfähigkeit der FH-Bibliotheken in aussagekräftiger Form sowie eine Hilfestellung bei der Kommunikation zwischen Bibliotheken und ihren Unterhaltsträgern. Daneben bietet diese Statistik auch eine Orientierung bei Diskussions- und Entwicklungsprozessen. Er erläutert seinen Vorschlag anhand einer ausgeteilten Tischvorlage und stellt die 4 Indikatoren, die er einem Projekt der Bertelsmann-Stiftung entnommen hat, vor. Herr Kempf unterstützt diesen Vorschlag und betont, dass eine genaue Erläuterung der Indikatoren und Einigkeit über die Parameter wichtig ist, damit alle FH-Bibliotheken gleich verfahren. Die Leistungsindikatoren könnten an die allgemeine DBS-Statistik angehängt werden.
Herr Greubel berichtet, dass er aufgrund seiner Berechnungen, die er für einen 10-Jahreszeitraum erstellt und seiner Hochschulleitung vorgelegt hat, eine Erhöhung der Mittel für die Bibliothek erreicht hat.

TOP 10.2. Aussonderungen

Herr Kempf berichtet, dass der Bayerische Oberste Rechnungshof in früheren Stellungnahmen die in Bayern zu schlechte Aussonderungsquote beklagt und weist auf die 1998 in Kraft gesetzten Aussonderungsrichtlinien hin, die Grundlagen für alle konkreten Handlungen sind. Sie sind sowohl im Bibliotheksforum Bayern 1998, H.2, S. 194-199 abgedruckt als auch auf den Internet-Seiten der BSB unter folgender Adresse http://www.bib-bvb.de/AuB/richtlin.html zu finden.