3. Treffen
der Nutzergruppe des zentralen CD-ROM-Servers
der Fachhochschulbibliothek München
12. Juli 2001 an der FHB Aschaffenburg

Leitung: Herr Dr. Wasner (FHB München)
Alle FH-Bibliotheken der Nutzergruppe (außer FHB Rosenheim und der Bibliothek des Deutschen Museums) sind in der Sitzung vertreten.
Herr Hammann (EDV-Verbundzentrale) und Herr Dr. Reinmüller (Fa. R+R Meßtechnik, Graz) nehmen als Gäste an der Sitzung teil.

Protokoll: B. Mäule-Müller, FNU

Tagesordnung:

TOP 1: Abrechnung Datenbanken
TOP 2: Anpassung des Abrechnungsmodus für die Installationen
TOP 3: Software-Update des CD-ROM-Servers (geplant für August 2001)
TOP 4: Fragen zur Nutzung einzelner CD-ROMs

 

 

TOP 1. Abrechnung Datenbanken

Frau Stöcker verteilt die Rechnungen für die Hard- und Softwarewartung 2001, zusätzlich die Rechnungen für die Sonder-Installationskosten für die Jahre 1999 und 2000.
Gegenüber der ursprünglichen Berechnung von R+R, in welcher das 5. Update einer Datenbank bereits wieder als Neuinstallation gewertet und berechnet worden war, werden in der aktuellen Rechnung lediglich die Installationskosten für die aktuelle Anzahl der CD-ROM-Titel in Rechnung gestellt.

 

TOP 2. Anpassung des Abrechnungsmodus für die Installationen

Das System mit einem Ansatz für Hard- und Softwarewartung inklusive der 4 x jährlichen Updates von 20 im Pool enthaltenen CD-ROM-Titeln hat sich als nicht mehr sinnvoll herausgestellt.

Das derzeitige Modell stellt sich von den Kosten wie folgt dar (Brutto-Kosten):

Hardwarewartung   6.878,52 DM
Software-Vollwartung incl. 3 x jährl. Updates von 20 CD-ROMs (Pool)   11.541,42 DM
Summe   18.420,02 DM
1 Anteil Wartungskosten   614,00 DM
Installation jeder weiteren CD-ROM   577,07 DM

Bei der bisherigen Lösung werden, je nach Größe der Fachhochschulbibliothek ein, zwei oder drei Anteile aus momentan 30 Anteilen an den Gesamtkosten der Hard-/Softwarewartung am zentralen CD-ROM-Server bezahlt.

Dieser Modus macht zunehmend Probleme: 
Nicht alle Bibliotheken haben und wollen Zugriff zu allen aufgelegten CD-ROMs, d.h. die Frage, welche Titel zum Pool gehören, wird immer schwieriger zu beantworten.
Die Tendenz geht zu Einmal-Installationen und wenigen Updates.
Die Behandlung von mißlungenen Neuinstallationen und Installationen mit Nebenwirkungen ist nicht geklärt.

Herr Dr. Reinmüller schlägt folgendes neue Modell für die Abrechnung vor (Brutto-Kosten):

Hardware-Wartung   6.878,59 DM
Software-Wartung
(15 % des Kaufpreises ./. 50 % Rabatt)
  2.900,00 DM
Summe   9.778,59 DM
1 Anteil Wartungskosten   325,95 DM
Installation jeder weiteren CD-ROM   577,07 DM
  • Die Kosten für Hardware- und Softwarewartung werden weiterhin nach dem Schlüssel für die Bibliotheksgröße aufgeteilt.
  • Einen gemeinsamen Pool von Datenbanken gibt es nicht mehr. 
  • Die Anzahl der Updates spielt bei den Installationskosten keine Rolle mehr. Bei allen CD-ROMs, die auf dem gemeinsamen Server aufliegen, werden die Installationskosten auf die auf diese CD-ROMs zugreifenden Bibliotheken zu gleichen Teilen aufgeteilt. 
  • Installationsversuche (Fehlschläge) werden von der Firma R+R mit dem halben Betrag berechnet, die Kosten werden zu gleichen Teilen auf die entsprechenden Nutzer der CD-ROM umgelegt. 
  • Falls eine Installation Auswirkungen auf andere Anwendungen hat, werden die entstehenden zusätzlichen Kosten (z.B. für die nötige Neuinstallation einer anderen Anwendung) auf alle Teilnehmer umgelegt, dabei wird der Schlüssel für die Größe der Bibliotheken angewandt. 

Da die Meinungen ziemlich auseinandergehen, ob das neue Modell teurer oder günstiger für die jeweilige Bibliothek ist, wird ein Beschluss bis nach dem 1. August 2001 vertagt. 

Beschluß: (einstimmig) 
Bis zum 1. August 2001 rechnet jede Bibliothek aus, was sie nach dem alten und nach dem neuen Modell bezahlen müsste. Das Ergebnis wird über die FH-Mailing-Liste mitgeteilt. Danach wird endgültig abgestimmt. 

Für neue CD-ROMs, die in den nächsten Jahren dazugenommen werden, ergeht folgender Beschluß: (einstimmig)
Bei jeder neuen CD-ROM oder auch einer Neuauflage (z.B. Statistisches Jahrbuch), werden die Kosten durch die Anzahl der beteiligten Bibliotheken geteilt (nicht mehr nach dem Größen-Schlüssel). 

Die Vorausrechnung für das Outsourcing der Firma R+R bleibt unverändert bestehen, die FHB München streckt wie bisher die Kosten vor; Abrechnungszeitraum ist das Kalenderjahr. Dieser Abrechnungsmodus soll ab dem Rechnungsjahr 2002 gelten. 

Die Änderung der "Geschäftsordnung der Nutzergruppe des zentralen CD-ROM-Servers der bayerischen Fachhochschulen an der Bayerischen Staatsbibliothek" wird nach dem 1. August 2001, aber noch in diesem Jahr, entsprechend geändert. Diese Aufgabe übernimmt Frau Schneider in Absprache mit dem Kanzler der Fachhochschule Ingolstadt. 

Die Firma R+R sagt zu, öfter Protokolle über Installationen zu liefern.

 

TOP 3. Software-Update des CD-ROM-Servers (geplant für August 2001)

Von der Firma R+R liegt folgender Vorschlag für ein Software-Update des CD-ROM-Servers vor: (Bei Beauftragung bis 15.08.2001 gibt es für "Citrix Metaframe" günstigere Konditionen.) 

1.  SIAS-Anmeldemodul   2.999,06 DM
2. UltraNet 2000 Lokaler Device Treiber   710,68 DM
3. Citrix Metaframe
(Unbegrenzte Farbauflösung, Höhere Auflösung der Bildpunkte,
Monitoraufteilung, Performanceverbesserung Client-Server, 
Druckerunterstützung, 128bit-Verschlüsselung)
6.083,41 DM
4. Installation und Konfiguration 5.088,46 DM
5. Administratorenschulung 2.046,75 DM
6. Anpassung der ASP-Seite und Anwenderschulung 2.046,75 DM
7. Fernwartung NetOP 400,00 DM

Update Ultranet 
Laut Herrn Dr. Reinmüller ist der IP-Check nun in das Ultranet selbst eingearbeitet. Durch den lokalen Device Treiber sollten auch CD-ROMs funktionieren, die bisher nicht zu installieren waren (z.B. auch Einzelplatzversionen im Netz). 

Funktionsweise des SIAS-Anmeldemoduls 
Die Überprüfung der Berechtigung des Zugriffes auf die CD-ROMs erfolgt nicht nur über den IP-Check, sondern auch für Benutzer von außerhalb des Hochschulnetzes über die Benutzernummer in SIAS. 
Die Authentifizierung kann über drei Stufen erfolgen: IP-Check, SIAS-Modul, lokale Datenbank. Die danach folgende Einstiegsseite kann von jeder FHB selbst generiert und gestaltet werden. 
Ein SIAS-Anmeldemodul kann alle R+R-Programme bedienen (z. B. Ultra Access, Ultra Explorer). 

Aufgrund einer fehlenden Kommunikationsschnittstelle auf SISIS-Seite kann im Moment nur die Benutzernummer überprüft werden, nicht jedoch die Benutzergruppe. Das heißt, "externe" Benutzer könnten nicht von einem Zugriff auf die CD-ROM-Datenbanken ausgeschlossen werden, was u.U. juristische Probleme aufwirft. 

Beschluss: (einstimmig) 
Nr. 2 - 7 wird von der Nutzergruppe gekauft, wobei die Kosten für den Device Treiber (Nr. 2) nicht anfallen, da sie über den Softwarepflegevertrag abgedeckt sind. 

Es entstehen folgende Kosten: 

Summe Software-Update incl. MWSt 18.169,49 DM 

Diese Kosten werden durch die am Konsortium teilnehmenden Bibliotheken entsprechend ihrer Anteile geteilt. 

1 Anteil Software-Update 605,72 DM 

Das Software-Update soll Anfang August vorgenommen werden, die zugehörige Schulung soll unmittelbar im Anschluß daran in München angeboten werden.

 

TOP 4. Fragen zur Nutzung einzelner CD-ROMs

  • Präferiert würde ein Online-Zugriff auf die WISO-Datenbanken, wenn er finanzierbar wäre. Die Online-Version bei GBI ist jedoch z. Zt. ca. 25 % teurer als die CD-ROM-Datenbanken. Frau Stöcker wird dennoch ein Angebot einholen.

  • WISO III gibt es jetzt auch in einer englischen Version. Es besteht kein Interesse.

  • Der Beck-Verlag bietet juristische Loseblattsammlungen auf CD-ROM an. Die Kosten belaufen sich z.B. bei Schönfelder: Deutsche Gesetze auf 80 DM, Update: 40 DM. Die Meinung der Bibliotheksleiter/-innen geht dahin, dass die Printausgaben besser genutzt werden. Außerdem ist eine Online-Datenbank "Bayern-Recht" in Planung. 

Herr Dr. Wasner dankt Herrn Dr. Reinmüller für sein Kommen und schließt die Sitzung.