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Die Anfangskoordination übernahm neben der Fachhochschulbibliothek
München maßgeblich die Fachhochschulbibliothek Ingolstadt und
die Abteilung Wissenschaftliches Bibliothekswesen der Bayerischen Staatsbibliothek.
Die ursprünglich 9 Teilnehmer der "Nutzergruppe des zentralen CD-ROM-Servers
der bayerischen Fachhochschulen an der Bayerischen Staatsbibliothek" (die
FHBs Amberg-Weiden, Ansbach, Augsburg, Coburg, Deggendorf, Hof, Ingolstadt,
München und Nürnberg) einigten sich im Juli 1999 auf eine gemeinsame
Geschäftsordnung, welche u.a.
die Modalitäten der Servernutzung, die Aufnahme neuer Mitglieder und
die Kostenverteilung regelt. Die Nutzergruppe trifft sich regelmäßig,
jedoch mindestens einmal im Jahr im Zusammenhang mit der Beratungskonferenz
der Bayerischen Fachhochschulbibliotheken, jeder Teilnehmer verfügt
unabhängig von der Größe der Fachhochschule über eine
Stimme.
Die Fremdvergabe der Software-Wartung (incl. der Einspielung
neuer CD-ROM-Datenbanken und der regelmäßigen Updates) an die
Firma R+R erforderte die Einigung auf einen Pool von Kerndatenbanken, die
insofern leicht zu erzielen war, als sich das Lehrangebot der bayerischen
Fachhochschulen im wesentlichen auf die Bereiche Technik, Wirtschaft und
Sozialpädagogik beschränkt. Darüber hinaus besteht für
jede Bibliothek die Möglichkeit, zusätzliche Datenbanken auf
eigene Rechnung aufzulegen, soweit das Nutzungsgremium sein Einverständnis
erklärt.
Die Grundanschaffung des Servers tätigte die Bibliothek
der Fachhochschulbibliothek München, die Kosten für Hardware-Wartung
sowie das Outsourcing der Software-Wartung werden von ihr vorgestreckt
und im laufenden Jahr auf alle Nutzer umgelegt. Um dabei komplizierte Berechnungen
nach Zugriffszahlen zu vermeiden, wurde hier ein simpler Umlageschlüssel
gewählt, der sich nach der Größe der jeweiligen FH richtet
(Einteilung in drei Größen: groß: mehr als 5.000 Studenten
- 3 Anteile; mittel: 2.000 bis 5.000 Studenten - 2 Anteile; klein: weniger
als 2.000 Studenten - 1 Anteil). Durch die Kostenumlage für die Wartung
wird der finanzielle Aufwand für die einzelne Bibliothek minimiert,
bzw. macht kleineren Bibliotheken ein Serviceangebot dieser Art überhaupt
erst möglich.
Für das reibungslose Funktionieren eines solch unkonventionellen
Zweckverbands sind neben einer juristischen Grundlage und einer kontinuierlichen
Koordination vor allem unbürokratisches und schnelles Handeln die
Voraussetzung. Deshalb wurde für die aktuelle Diskussion innerhalb
der Server-Gruppe eine Mailing-Liste eingerichtet, über welche grundsätzlich
auftretende Fragen erörtert, Störfälle gemeldet und über
die Aufnahme neuer Mitglieder und das Auflegen neuer Datenbanken entschieden
wird. Die Fachhochschulbibliothek München übernimmt hier als
"primus inter pares" die notwendigen Abgleichungen und dient als Ansprechpartner
für die Verbundzentrale.
Einer der Hauptbeweggründe für den Abschluss
eines Outsourcing-Vertrages war es, den Zeit- und Arbeitsaufwand für
die an Fachhochschulbibliotheken grundsätzlich nebenamtlichen EDV-Systemverwalter
so gering wie möglich zu halten und auch die Verbundzentrale so wenig
wie irgend möglich durch zusätzliche Arbeit zu belasten. Das
Einspielen neuer CD-ROMs bzw. Updates geschieht daher wie folgt: Für
die Datenbanken des gemeinsamen Pools übernimmt zentral die FHB München
die Weitergabe der CD-ROM-Scheibe an die Verbundzentrale. Diese cached
die Scheibe einmal auf den Datenbankserver und meldet dies an die
Firma R+R - ein Vorgang, der nicht mehr als einige Minuten in Anspruch
nehmen sollte. Firmenseitig erfolgt nun innerhalb von zwei Tagen über
ein ISDN-Modem alles weitere, wie z.B. das Zuspielen der Retrieval-Software.
Nur für Datenbanken, die der Firma R+R noch nicht bekannt sein sollten,
muss die CD-ROM nach dem Cachen per Post nach Graz geschickt werden, damit
dort vor Ort ein neues Retrieval-Script erstellt werden kann.
Die Benutzerverwaltung (Vergabe von Benutzerrechten, Hinzufügen
von neuen Benutzern und deren IP-Adressen) wird ebenfalls von der Verbundzentrale
wahrgenommen, die Client-Installation bzw. das Installieren des Plug-Ins
für jedes Endgerät wird, soweit dies überhaupt erforderlich
ist, vom jeweiligen Endnutzer gemäß Online-Dokumentation auf
den Web-Seiten des CD-ROM-Servers durchgeführt.
| Abb. 2. Karte von Bayern mit allen Standorten der am CD-ROM-Server
beteiligten Fachhochschulen Für eine vergrößerte Ansicht bitte auf das Bild klicken! |
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